KfZ-Versicherung: Autofahrer bleiben Sparmuffel

KfZ-Versicherung: Autofahrer bleiben Sparmuffel

Bild vergrößern

Nicht nur beim Auto darf es gerne mehr kosten, auch bei der Kfz-Versicherung zahlen die deutschen oft drauf

Die deutschen Autofahrer sind bei der Wahl des Fahrzeugs nicht besonders knausrig. Auch nicht bei der notwendigen KfZ-Versicherung. Dabei wird die immer teurer - und wäre oft günstiger zu haben.

Geländewagen, große Limousinen und Sportflitzer sind trotz der hohen Spritpreise beliebt. Dass deutsche Autofahrer gerne mehr Geld als unbedingt nötig für Gefährt ausgeben, ist nach einem Blick auf Deutschlands Straßen offensichtlich. Aber dass sie trotz großer Einsparmöglichkeiten überwiegend auch an vergleichsweise teuren KfZ-Versicherungen festhalten, verwundert schon sehr.

Viele Autobesitzer zahlen immer noch deutlich zu hohe Versicherungsprämien. Die Unterschiede zwischen den niedrigsten und höchsten Jahresbeiträgen liegen zum Teil weit über tausend Euro. Das hat eine aktuell vorgestellte Untersuchung der Berliner Hochschule für Wirtschaft und Recht gezeigt. Nur ein kleiner Teil der Autobesitzer sei bereits einmal zu einer billigeren Versicherung gewechselt. „50 bis 60 Prozent der Kunden vergleichen nicht und wechseln trotz großer Sparpotenziale ihre Autoversicherung nie“, sagte Professor Thomas Köhne, der die Vergleichsstudie im Auftrag einer Versicherung leitete.

Anzeige

Dabei ziehen die Preise für die Versicherungspolicen deutlich an. Im Durchschnitt sind die Prämien der Kfz-Versicherer im Vergleich zu 2011 um 6,9 Prozent gestiegen. Je nach Deckungsumfang ergeben sich bei billigeren Tarifen sogar Anstiege bis 18,2 Prozent. Städte sind durchweg teurer als ländliche Regionen; Berlin ist am teuersten.

Jedes Jahr werden 1,45 Millionen neue private Versicherungen für Autos abgeschlossen. Jetzt wird ein Wechsel wieder massiv beworben, denn bis zum 30. November können Autofahrer zu einem neuen Anbieter wechseln. Die Untersuchung basiert auf den aktuell angebotenen Versicherungstarifen für zehn Musterkunden in zwanzig Städten und Gemeinden.

Berlin kann billiger

Weitere Artikel

Das größte Sparpotenzial gibt es in Berlin. In der Hauptstadt ist die Autoversicherung wegen der hohen Verkehrsdichte und Unfallgefahr sowie den vielen Diebstählen generell am teuersten. Die Unterschiede zwischen dem teuersten und billigsten Tarif betragen in Modellfällen rund 1700 Euro. Die Preisunterschiede erreichen so bis zu 412 Prozent.

Noch in den Kinderschuhen steckt der Markt für die Versicherung von Elektroautos. Die sind nicht nur in der Anschaffung, sondern auch in der Versicherung teurer als die Konkurrenz mit einem Verbrennungsmotor. Das liegt der Untersuchung zufolge einerseits an der teuren Technik und zum anderen an den fehlenden Vergleichsdaten aus der Vergangenheit, so dass die Versicherungen zunächst hohe Tarife zugrunde legen.

Anzeige
Immobilien-Wertfinder:Was Mieten und Kaufen in Ihrer Region kostet
Immobilien-Wertefinder

Mit unserem interaktiven Tool finden Sie Interessierte Mieten und Kaufpreise in ihrem Viertel und ihrer Straße. Mehr...

Deutsche Unternehmerbörse - www.dub.de
DAS PORTAL FÜR FIRMENVERKÄUFE
– Provisionsfrei, unabhängig, neutral –
Angebote Gesuche




.

Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%