Kontovergleich: Früh übt sich der Nachwuchssparer

Kontovergleich: Früh übt sich der Nachwuchssparer

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Kinder sollten schon früh den Umgang mit Geld lernen.

Quelle:Handelsblatt Online

Wenn es um die Kunden von morgen geht, lassen sich viele Banken nicht lumpen. Mit üppigen Zinsen werben sie bei Kindern und Jugendlichen für ihre Giro- und Zinskonten. Wo Mama und Papa neidisch werden.

Geldanlage ist nur etwas für Erwachsene? Ganz falsch! Mit Jugendkonten, Mäusekonten und Startkonten überbieten sich die Banken regelrecht bei ihren Angeboten für Kinder und Jugendliche. Die Mainzer Volksbank hat für junge Kunden sogar eigens eine Jugendfiliale eingerichtet. „‚Beratung auf Augenhöhe‘ heißt unser Konzept“, sagt Filialleiterin Simone Frölich. Die Besonderheit: Hier werden Auszubildende in die Kundengespräche eingebunden. „Sie sprechen die Sprache der Kinder und Jugendlichen und können manche komplizierten Bankbegriffe einfacher erklären“, so Frölich.

Dass Sparen schon in den ersten Kindertagen ein großer Spaß sein kann, zeigt auch der Blick auf die Zinsen. „Viele Banken bieten für den Nachwuchs deutlich bessere Konditionen, als sie Erwachsene selbst bei Top-Anbietern ergattern können“, sagt Max Herbst von der FMH-Finanzberatung. Für Handelsblatt Online hat sein Team Giro- und Zinskonten für Kinder untersucht.

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Besonders Regionalanbieter sind einen Blick wert. Die Berliner und Hamburger Sparkasse sowie die PSD Bank Köln und PSD Nord verzinsen Guthaben mit drei Prozent. Bei drei weiteren Instituten gibt es zwischen zwei und 2,5 Prozent. Zwar gelten solche Offerten oft nur für Beträge im unteren vierstelligen Euro-Bereich. Erwachsene suchen solchen Sätze aber vergebens. Selbst die größten Preisbrecher der Produkte für Erwachsene bieten nicht mehr als 1,30 Prozent.

Sparverhalten Warum Deutsche auch ohne Zinsen sparen

Trotz Mini-Zinsen und inflationsbereinigten Verlusten lassen sich die Deutschen das Sparen nicht vermiesen. Das Sparvermögen nimmt zu und auch der Konsum läuft ungebremst. Das ist sogar rational.

Egal, wie niedrig die Zinsen auch sein mögen: Das Sparbuch bleibt die beliebteste Sparform - selbst wenn die Preissteigerung die Kaufkraft der Ersparnisse schmälert Quelle: Marcel Stahn für WirtschaftsWoche

Die Strategie der Banken ist klar: Wer die Kinder schon frühzeitig anlockt, dem bleiben sie vielleicht ein Leben lang treu. Viele Kunden scheuen immer noch den Wechsel des Girokontos, weil das Ummelden von Daueraufträgen, Kontonummern oder Rechnungszielen ziemlich aufwendig ist.
Und so verlangt keine der 17 Banken, die Girokonten bereits vor dem zwölften Lebensjahr anbieten, Kontogebühren für die Giros. Mindestens fünf Banken bieten sogar Kinderkonten ab der Geburt an. So können Eltern, Tanten oder Großeltern schon vor dem ersten Taschengeld gut verzinst überweisen.


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