Krankenkassen: Finanzreserven sinken auf 14,5 Milliarden Euro

Krankenkassen: Finanzreserven sinken auf 14,5 Milliarden Euro

Die Krankenkassen haben ein milliardenschweres Finanzpolster angehäuft. Doch die Ausgaben steigen wieder schneller als die Einnahmen - und die Reserven schmilzen. Das könnte auf Dauer Kassen schwer treffen, deren Polster nicht ganz so dick ist.

Die Finanzreserven der gesetzlichen Krankenkassen sind im vergangenen Jahr um rund eine Milliarde Euro auf gut 14,5 Milliarden Euro gesunken. Dies erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Donnerstag in Berlin. Die Kassen nutzten demnach ihre Reserven, um ihren Zusatzbeitrag niedrig zu halten. Viele Kassen hätten ihren seit 2015 erhobenen Zusatzbeitrag im Vergleich zum zuvor geltenden Sonderbeitrag sogar abgesenkt.

Dies zeige, dass der Wettbewerb zwischen den Kassen um niedrige Zusatzbeiträge funktioniere, hieß es. Die Krankenkassen liefern dem Bundesgesundheitsministerium ihre offiziellen Finanzzahlen über den Spitzenverband der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) Ende Februar, Anfang März zu. Die Leistungsausgaben sind demnach offensichtlich, wie prognostiziert, stabil geblieben. Der vorhergesagte Zuwachs habe sich im Jahresverlauf sogar leicht abgeflacht.

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Die günstigsten regionalen Krankenkassen

  • Platz 3

    BKK Faber-Castell & Partner
    Beitragssatz: 14,95 Prozent
    Region: Bayern

  • Platz 2

    AOK Plus
    Beitragssatz: 14,90 Prozent
    Region: Sachsen, Thüringen

    AOK Sachsen-Anhalt
    Beitragssatz: 14,90 Prozent
    Region: Sachsen-Anhalt

    BKK MEM
    Beitragssatz: 14,90 Prozent
    Region: Thüringen

  • Platz 1

    BKK Euregio
    Beitragssatz: 14,60 Prozent
    Region: Hamburg, NRW

    Metzinger BKK
    Beitragssatz: 14,60 Prozent
    Region: Baden-Württemberg
    Quelle: Kassensuche.de

Die Krankenkassen weisen jedoch darauf hin, dass die Reserven von Kasse zu Kasse unterschiedlich hoch seien. Im übrigen werde der Zusatzbeitrag in den nächsten Jahren unter anderem wegen der Reformen von Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) deutlich steigen.

Der allgemeine Beitragssatz liegt seit einigen Jahren bei 14,6 Prozent - von Arbeitnehmern und Arbeitgebern jeweils zur Hälfte getragen. Bis einschließlich 2014 kam dazu noch ein Sonderbeitrag von 0,9 Prozentpunkten, den die Versicherten alleine zahlen mussten. Seit 2015 wurde der feste Sonder- in einen variablen Zusatzbeitrag umgewidmet, den die Kassen selbst bestimmen können. 2015 lag er im Schnitt in etwa auf der Höhe des bis dahin geltenden Sonderbeitrags.

Anfang 2016 stieg der durchschnittliche Zusatzbeitrag unter dem Druck wachsender Kosten der Kassen jedoch von 0,9 auf 1,1 Prozentpunkte. Insgesamt liegt der Beitrag zur gesetzlichen Krankenversicherung damit im Schnitt bei 15,7 Prozent.

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Dabei wachsen die Unterschiede bei den Reserven zwischen den einzelnen Kassen. Nach deren Schätzungen von Ende 2015 werden die Beiträge bis 2020 um jährlich durchschnittlich 0,2 Prozentpunkte weiter ansteigen. Insgesamt wären es dann 16,6 Prozent - im Schnitt. Manche dürften - wie schon jetzt - deutlich über diesem Durchschnitt liegen. Damit steigt der Wettbewerbsdruck, größere Wanderungsbewegungen der Versicherten zwischen den Kassen werden wahrscheinlicher.

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1 Kommentar zu Krankenkassen: Finanzreserven sinken auf 14,5 Milliarden Euro

  • Wer ist denn bei einer Krankenkasse versichert, die nicht ein mal den Durchschnitt erreicht?
    Den ganzen Beitrag habe ich gesucht, wo ein Hinweis auf die 2,5 Mrd. Euro weniger aus dem Gesundheitsfonds gegeben wird, die in den Bundeshaushalt flossen. Der Gesundheitsfonds wird 2016 wieder über 14 Milliarden liegen. Das reicht wohl manchen Kassen nicht aus, ihre Verluste zu senken?
    Es wird wohl eine Mitgliederwanderung geben. Defizitäre Kassen haben nur eine Option, fusionieren.
    Der Bundeshaushalt hatte 2015 die Mittel aus dem Gesundheitsfonds überhaupt nicht nötig. Darüber spriche man nicht!

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