ThemaKrankenversicherung

alles zum Thema
_

Krankenkassen: Patienten zahlen viel aus eigener Tasche

Weil die Versicherungen nicht alle Leistungen übernehmen, zahlen die Deutschen rund 380 Euro jährlich beim Arzt oder in der Apotheke aus eigener Tasche. Jeder Dritte vermeidet oder verschiebt aufgrund der Kosten sogar Untersuchungen und Behandlungen.

Was sind IGeL-Leistungen?

Gesetzlich Versicherte erhalten nicht jede ärztliche Behandlung auf Krankenschein. Wer Leistungen in Anspruch nimmt, die nicht im Kassenkatalog aufgeführt sind, muss sie selber zahlen. Die Rede ist von „Individuellen Gesundheitsleistungen“, kurz IGeL. Ärzte raten häufig zu solchen IGeL-Behandlungen: Die können sie anschließend den Patienten gesondert in Rechnung stellen.

Bild: dpa

Rund 380 Euro jährlich zahlen Kassenpatienten einer Umfrage zufolge beim Arzt, in der Klinik oder der Apotheke aus eigener Tasche. Im Durchschnitt geben Frauen 440 Euro und Männer 300 Euro für Leistungen aus, die von ihrer Krankenversicherung nicht übernommen werden, wie die Continentale Versicherung mitteilte. Sie hatte die repräsentative Studie beim Meinungsforschungsinstitut TNS Infratest in Auftrag gegeben.

Anzeige

Fast jeder Dritte gab an, wegen der Kosten schon Behandlungen, Untersuchungen oder Impfungen unterlassen oder verschoben zu haben. Bei den Kosten ging es neben Praxisgebühren beispielsweise um Zuzahlungen für Medikamente, medizinische Behandlungen, Physiotherapien und Massagen.

Bundesversicherungsamt kritisiert Wie Krankenkassen Geld verschleudern

Bei den gesetzlichen Krankenkassen prangert das Bundesversicherungsamt mehrere Fälle von Verschwendung und Unterschlagung an. Unter anderem für den teuren Einsatz von Privatdetektiven.

Bundesversicherungsamt kritisiert: Wie Krankenkassen Geld verschleudern

Nicht erfasst wurden Ausgaben für kieferorthopädische Behandlungen und Brillen, wie ein Sprecher der Continentale sagte. Bei den angegebenen Beträgen handele es sich um persönliche Schätzungen der Befragten.

Vor allem Geringverdiener sagten, dass sie aus finanziellen Erwägungen auf die Inanspruchnahme von medizinischen Leistungen verzichtet haben. Mehr als 80 Prozent bezeichneten das deutsche Gesundheitssystem als zu teuer. Bei dieser Frage waren neben den Angaben von 1100 Kassenpatienten auch die Antworten von 167 Versicherten bei privaten Kassen ausgewertet worden.

90 Prozent sehen die aktuelle medizinische Versorgung trotzdem positiv. Nahezu vier von fünf Befragten (78 Prozent) zeigten sich aber besorgt, langfristig nicht mehr vom medizinischen Fortschritt profitieren zu können.

Tool: Immobilienscout24

Immobilien-Wertfinder

Was Mieten und Kaufen in Ihrer Region kostet.

weitere Fotostrecken

Blogs

Es kann bis 9000 gehen
Es kann bis 9000 gehen

Die Rally läuft, und sich dagegen zu stemmen, ist gefährlich. Mindestens ein kräftiger Schub sollte noch kommen – nach...

Das Aktuelle Heft

Wirtschaftswoche

WirtschaftsWoche 21 vom 18.05.2013

iTunes Vorschau - WirtschaftsWoche

    Folgen Sie uns im Social Web

Deutsche Unternehmerbörse - www.dub.de
DAS PORTAL FÜR FIRMENVERKÄUFE
– Provisionsfrei, unabhängig, neutral –
Angebote Gesuche




.