Doug Forsyth, Manager des Fonds Allianz US High Yield, erläutert in einem Gastbeitrag, warum er die Risiken von...
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13 KommentareEs ist wie bei allen Versicherungen: Die bestandskunden sind immer die Dummen. Nur der Unterschied: So einfach wie eine Kfz-Versicherung läßt sich die private KV nicht wechseln! Dazu gibt es noch zwei parallel existierende Systeme, die GKV und die PKV. Diese sind nur bedingt durchlässig. So ist der PKV-Kunde gefangen in seiner Welt (in seinem Tarif). Aber: Die PKV-Kunden können sich wehren! Über negative Publicity können potentielle Neukunden abgeschreckt werden. Wenn die bestandskunden ein wenig Lärm machen, überlegen sich die Herren aus der PKV vielleicht, ob man diese nicht doch hegen und pflegen sollte.
Auch wenn ich überzeugter Marktwirtschaftler bin, so gehört für mich das derzeitige System der privaten KV dringend abgeschafft. Die elementare Gesundheitsvorsorge ist eine Gemeinschaftsaufgabe, der sich nicht ein kleiner Teil mit niedrigen beiträgen zu Lasten der Gemeinschaft entziehen darf. Gesundheit bleibt nur dann bezahlbar, wenn sich alle leistungsgerecht daran beteiligen. Dies ist eine Grundlage für eine funktionierende Gesellschaft und daher Aufgabe des Staates. Dass das effizienter passieren muss, als es jetzt der Fall ist, steht außer Frage.
Gegen eine private Zusatzabsicherung spricht ja auch nichts.
insofern: nur zu mit den beitragserhöhungen. Damit wird der Egalisierungsprozess vorangetrieben und eine Gemeinschaftsversicherung rückt näher!
Die Aussage "der Kunde sei in seinem Tarif gefangen", ist nicht haltbar.Man kann jederzeit innerhalb der Gesellschaft unter Mitnahme seiner Alterungsrückstellungen in andere,oft günstigere Tarife wechseln !
http://www.rp-online.de/wirtschaft/news/DAK-erhebt-Zusatzbeitraege_aid_789457.html
Zitiere: '..wenn sich alle leistunsggerecht daran beteiligen': nur: in dem System gibt es auch allzu viele Schmarotzer, die Leistung per se verweigern, damit keine beitraege zahlen und trotzdem vollen Leistungsabspruch haben. Dies wird bei all den Diskussionen immer wieder ausgeblendet!!
Die haben doch schon in den letzten Jahren starkt erhöht. Die Mannheimer KV AG (kann ich nur vor warnen) allein 20% von 2007 auf 2008. in nur 8 Jahren haben die den beitrag verdoppelt. Und ich bin erst 41 Jahre alt. Kunden sind dieser KV-Mafia rechtlos ausgeliefert.
an Joxxi
Die Aussage " Man kann jederzeit innerhalb der Gesellschaft unter Mitnahme seiner Alterungsrückstellungen in andere, oft günstigere Tarife wechseln !"
ist ebenfalls so nicht haltbar, dass bei vielen älteren (über 55 JAhre) PKV-Mitgliedern der Tarifwechsel schon längst ausgereizt ist - verschweigen Sie, für viele dieser Menschen wird die PKV immer unbezahlbarer.
Man schätzt das ca. 300.000 Menschen in der bRD (90% ehemals PKV versicherte Selbständige) inzwischen unversichert sind. Trotz aller Lippenbekenntnisse der Gesundheitsminsiter und einer angeblichen KV-Absicherung "FÜR ALLE" funktioniert dies in der Praxis nicht - eigentlich ein SKANDAL, das unsere Gesellschaft so etwas asoziales duldet.
Machen wir uns nichts vor. beide Systeme (GKV und PKV) sind in der heutigen Form an ihren belastungsgrenzen angekommen. Die PKV leidet unter gesetzlich verordneten Veränderungen jedoch auch immer mehr unter hausgemachten Fehlern wie Annahmepolitik, Tarifgestaltung, Tarifkalkulation und Selbstbedienungsmentalität der Ärzteschaft.
beitragsteigerungen >6-7% p.a. sind eher die Regel als die Ausnahme. D. b. das ein 30 Jähriger mit 300 € PKV Anfangsbeitrag mit 65 J. über 3000 € bruttokosten hat (abzgl. Altersrückstellungen). Leider vielfach durch vorliegende Policen rechnerisch belegbar.
Obwohl ich selbst in der PKV mit noch bezahlbaren beiträgen bin, bin ich heute aufgrund der Entwicklung im Gesundheitswesen davon überzeugt das wir eine gesetzl. Grundversorgung für jeden bürger benötigen (jeder mit eigenen beitrag) und der Rest über Zusatzversicherungen abgedeckt werden muss, sollte oder kann. Die Zeiten dass der Staat alles versichern kann sind längst vorbei. Würden vom Staat nicht Mrd. über Mrd. in die GKV gepumpt, wären selbst gesetzl. Leistungen auf heutigen Niveau schon seit vielen Jahren undenkbar.
Rein rechnerisch wird wenn es so wie bisher weitergeht, die PKV für die allermeisten in spätestens 10 Jahren nicht mehr bezahlbar sein.
Andererseits hält sich mein Mitleid mit den Kunden in Grenzen welche auf Werbeversprechen mit 59€ mtl. AN Anteil für eine PKV hereinfallen. Es sollte auch dem Dümmsten auffallen dass dies nicht funktionieren kann. "Aber Geiz ist eben Geil"
Die Gier einzelner Vers.-Mgr. und Vertriebe scheint keine Grenzen zu kennen. Abschlussprov. >1 Jahresbeitrag bei einzelnen Gesellschaften sind als Skandalös zu bezeichen.
Wir werden im Moment (noch) vereinzelt mit ruinösen Folgen, Zeuge wie sich ein an und für sich vernünftiges System in einem atemberaubenden Tempo selbst zerlegt.
Der Vergleich zwischen PKV und GKV ist der Vergleich zwischen Pest und Cholera. beide Systeme sind für die Versicherten nicht mehr tragbar. in beiden Systemen hat die Politik soviel herumgedoktert, daß sie so nicht mehr überlebensfähig sind. Jm internationalen Vergleich hat Deutschland eines der teuersten aber auch ineffizientesten Gesundheitsysteme. Vielleicht wäre es an der Zeit aus zwei parallelen System ein System zu machen? Nur -wie bei allen grundlegenden Reformen- fehlt den Entscheidungsträgern auch hier der Mut und der Weitblick (mehr als 4 Jahre).
Die PKV gehört als Vollversicherung abgeschafft und in eine Zusatzversicherung umgewandelt und alle Privatversicherten sollten in die GKV und GPV. Altersrückstellungen der PKV müssen bei so einer Umwandlung dem jeweiligen ex-Privatversicherten zugerechnet werden in Form einer quasi kostenlosen Zusatzversicherung und eines beitragsrabattes.
Aber wenn man sich anschaut, welche berufsgruppe die meisten Versicherten stellt, der kann sich ausrechnen, dass dies nie passieren wird.
Doug Forsyth, Manager des Fonds Allianz US High Yield, erläutert in einem Gastbeitrag, warum er die Risiken von...
Kommentare zu: "Bestandskunden müssen bluten"
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