Krankenversicherung: Die besten Zusatzpolicen für Kassenpatienten

Krankenversicherung: Die besten Zusatzpolicen für Kassenpatienten

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Die Chefarztbehandlung ist nicht nur Privatpatienten vorbehalten. Mit einer Zusatzversicherung können auch gesetzlich Versicherte sich vom Chefarzt untersuchen lassen

von Martin Gerth

Weil die gesetzlichen Kassen nur das Nötigste finanzieren, fließen 6,4 Milliarden Euro pro Jahr in private Zusatzpolicen. Ein exklusiver Test von 212 Angeboten zeigt, welche Tarife ihr Geld wert sind.

Eine Sommerfrische für vermögende Patienten sieht anders aus. Im Arbeiterviertel Lünen-Brambauer säumen schmucklose Wohnblocks aus den Sechzigerjahren den Weg. Straßennamen wie Zechenstraße und Am Kühlturm erinnern an bessere Malocher-Zeiten. Auf der Komfortstation der Klinik am Park aber, unweit der stillgelegten Zeche Minister Achenbach, geht es zu wie im Hotel. Patienten schlüpfen morgens in bereitgelegte Bademäntel, bekommen frische Croissants ans Bett geliefert und müssen sich die Dusche nicht mit der halben Station, sondern maximal mit einem anderen Patienten teilen.

Servicekräfte helfen beim Ein- und Auspacken der Koffer. 70 bis 140 Euro pro Tag kostet die Luxusunterbringung im Ein- oder Zweibettzimmer – selbstverständlich klimatisiert. „Die Nachfrage steigt, wir wollen daher in einem weiteren Krankenhaus des Klinikums Westfalen eine Komfortstation bauen“, sagt Geschäftsführer Andreas Schlüter. Immerhin jeder fünfte Patient auf der Komfortstation zahlt die Extras aus eigener Tasche.

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Kein Geld für Komfort

Von der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) ist für solchen Komfort auch kein Geld zu erwarten. Sie konzentriert sich auf das medizinisch Notwendige. Mit jeder Gesundheitsreform schrumpft ihr Leistungskatalog: 2004 wurden rezeptfreie Medikamente kostenpflichtig, Zuzahlungen für Brillen fielen weg, Kassenpatienten müssen Zahnersatz häufig selbst zahlen.

Dass Kassen künftig mehr leisten, ist unwahrscheinlich. Im vergangenen Jahr verpuffte ein Vorstoß der CDU, Zweibettzimmer für alle Kassenpatienten zur Regel zu machen. Ländern und Kommunen war die Maßnahme schlicht zu teuer. Gleichzeitig kommen auf die GKV-Mitglieder Mehrkosten zu. Seit Jahresanfang dürfen Zahnärzte im Schnitt sechs Prozent mehr Honorar abrechnen. Laut Bundesregierung müssen Versicherte insgesamt 164 Millionen Euro pro Jahr mehr aus eigener Tasche zahlen.

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Hohe Prämien im Alter

Dennoch bleiben viele in der GKV, weil sie zu wenig verdienen, um ganz in die private Krankenversicherung (PKV) zu wechseln, oder weil sie Ehepartner und Kinder kostenlos mitversichern wollen. Derzeit müssen Arbeitnehmer mehr als 50.850 Euro brutto im Jahr verdienen, um bei der PKV einzusteigen.

Selbst wenn sie genug verdienen, zögern vor allem Kassenmitglieder jenseits der 40, ganz zu den Privaten zu gehen. Zu hoch wäre die Einstiegsprämie, und es bliebe zu wenig Zeit, um finanzielle Polster in Form von Alterungsrückstellungen aufzubauen. Die Folge wären stark ansteigende Beiträge im Alter.

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