Krankenversicherung: Grüne warnen vor steigenden Kassenbeiträgen

Krankenversicherung: Grüne warnen vor steigenden Kassenbeiträgen

Die Krankenkassen geben in diesen Tagen ihre Zusatzbeiträge für 2015 bekannt. Die Gesamtbeiträge werden sich zunächst kaum ändern. Aber in den Folgenjahren wird ein deutlicher Anstieg erwartet.

Die Grünen haben vor einem massiven Anstieg der Krankenkassenbeiträge in den kommenden Jahren allein zulasten der Versicherten gewarnt. „Mit den Zusatzbeiträgen hat die Bundesregierung alle künftigen Ausgabensteigerungen allein den Versicherten aufgebürdet“, sagte die gesundheitspolitische Sprecherin der Grünen-Bundestagsfraktion, Maria Klein-Schmeink, der Deutschen Presse-Agentur.

Zum 1. Januar wird der allgemeine Beitragssatz zur gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) auf 14,6 Prozent (bisher 15,5 Prozent) festgesetzt. An die Stelle des bisherigen Sonderbeitrags von 0,9 Prozentpunkten tritt ein Zusatzbeitrag, über dessen Höhe jede Kasse selbst entscheidet. Es wird erwartet, dass der überwiegende Teil der rund 130 gesetzlichen Krankenkassen in den nächsten Tagen ihren Zusatzbeitrag für 2015 in ähnlicher Höhe bekanntgeben werden.

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    ⁵misst, wie gut der Versicherer das Geld der Kunden anlegt;

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    ¹Gesamtnote für 30- und 50-jährige Versicherte, Leistungen gehen zu 70 Prozent, die Höhe der Beiträge zu 30 Prozent ein;

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    ³je höher die Quote, desto leichter fällt es dem Versicherer, Beitragserhöhungen klein zu halten;

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    ⁶damit Einnahmen und Ausgaben in einem guten Verhältnis stehen, ist der Versicherer auf einen stetigen Zustrom von Neukunden angewiesen;

    Quelle: Softfair Analyse

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    Beste Tarifkombination: A 75, S 101, ZS75, TA 6, PPN

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    Quelle: Softfair Analyse

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    Beste Tarifkombination: A120, S220, Z61, T06U, PVN

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    Verhältnis Rückstellungen zu Beitragseinnahmen (RfB-Quote)³: 500

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    Quelle: Softfair Analyse

Kassen, deren Zusatzbeitrag diesen durchschnittlichen Wert (2015: 0,9 Prozent) übersteigt, müssen ihre Mitglieder ausdrücklich darauf hinweisen, dass es eine günstigere Kasse gibt. Die Versicherten haben dann ein Sonderkündigungsrecht. Klein-Schmeink sagte dazu: „Wenn die Bundesregierung mit der „Geiz-Ist-Geil-Methode“ jetzt auf die billigsten Krankenkassen verweist, versucht sie nur darüber hinwegzutäuschen, dass die Zusatzbeiträge aller gesetzlichen Kassen künftig nur eine Richtung kennen: steil aufwärts.“

In den Folgejahren rechnen Experten mit einem deutlichen Anstieg der Sätze. Klein-Schmeink erwartet schon bis 2017 Zusatzbeiträge von 1,4 bis 2 Prozentpunkten, was dann einem Gesamtbeitrag von bis zu 16,6 Prozent entspräche. „Die Versicherten sehen dabei gleich doppelt in die Röhre: Die Beiträge steigen, zugleich werden Kassen Leistungen und Service zusammenstreichen, um im harten Preiswettbewerb nicht das Nachsehen zu haben.“

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Die Betriebskrankenkasse Verkehrsbau Union (BKK VBU) setzte ihren Zusatzbeitrag bereits auf 0,9 Prozentpunkte fest. Damit liege der Beitrag der Kasse ab 1. Januar insgesamt bei 15,5 Prozent und bleibe damit unverändert gegenüber dem bis zum Jahresende geltenden allgemeinen Beitragssatz, hieß es.

Nach Informationen des „Handelsblattes“ (Donnerstag) will die Techniker Krankenkasse (TK) von der Möglichkeit, ihren Beitrag zu senken, nur vorsichtig Gebrauch machen, obwohl sie mit 3,1 Milliarden Euro die höchsten Rücklagen hat. Statt bisher 15,5 Prozent sollen die acht Millionen Versicherten vom 1. Januar an 15,4 Prozent zahlen. Formell beschlossen werden soll der neue Beitrag am Freitag. Barmer und DAK planen den Angaben zufolge, trotz ihrer schwierigen Finanzlage im nächsten Jahr bei 15,5 Prozent Gesamtbeitrag zu bleiben.

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