Krankenversicherung: PKV-Tarife auf dem Prüfstand

24. Mai 2011
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WirtschaftsWoche bewertete 845 PKV-Tarife in Zusammenarbeit mit Softfair
von Martin Gerth und Niklas Hoyer

Die WirtschaftsWoche hat 845 Tarife von privaten Krankenversicherungen bewertet. Welche Kriterien den Ausschlag gaben und welche Versicherungen das Beste für ihr Geld bieten.

Leistungskatalog, Prämienhöhe und Beitragsstabilität entscheiden darüber, ob ein PKV-Tarif sein Geld wert ist. Der Finanzanalyse-Spezialist Softfair hat für die WirtschaftsWoche 845 Kombi-Tarife aus den Bausteinen "Krankenhaus", "ambulante Versorgung bei Haus- und Fachärzten" sowie "Zahnschutz" analysiert.

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Alle Tarife mussten sich einem Test mit vier verschiedenen Muster-Versicherten unterziehen: ein 30- und 50-jähriger Mann sowie eine 30- und 50-jährige Frau. Damit der Beitragsvergleich hinreichend seriös ist, müssen die Tarife direkt oder über vergleichbare Vorgänger-Tarife mindestens zehn Jahre am Markt sein. Die Allianz beispielsweise bietet Neukunden nur Tarife, die es erst seit 2007 gibt. Sie fehlt daher im Tarifvergleich.

Leistungen

Alle von Softfair durchleuchteten Tarife müssen einige Mindest-Leistungen bieten: Ein- bis Zweibettzimmer im Krankenhaus, mindestens 50 Prozent Erstattung für Zahnersatz, Kieferorthopädie und Zahnbehandlung. Wie viel der einzelne Tarif in den drei Bausteinen leistet, lässt sich an den farbigen Punkten in den Tabellen ablesen. Für jede Leistungskategorie eines Bausteins erhalten die Tarife eine Punktzahl. Punkte gibt es dafür, ob der Versicherer eine Leistung überhaupt bezahlt und welchen Anteil der Kosten er trägt – zum Beispiel, wie viele Sitzungen beim Psychotherapeuten die Versicherung bezahlt oder welche Vorsorgeuntersuchungen sie übernimmt.

Tabelle Die größten Krankenkassen im Zahlencheck

Kassensturz — die größten Krankenkassen im Zahlencheck

Tabelle: Die größten Krankenkassen im Zahlencheck

Die Punkte für die einzelnen Leistungskategorien werden gewichtet und addiert und daraus wird die Gesamtpunktzahl ermittelt. Bei allen nahezu identischen Tarifkombinationen eines Anbieters geht das jeweils beste Angebot in die Wertung ein.

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Kommentare | 8Alle Kommentare
  • 24.05.2011, 16:18 UhrDaniel

    Der Test ist die Zeit nicht wert, welche zum Lesen verschwendet wird. Einsteigertarife wie Primo als "beste" Tarife zu deklarieren und Gesellschaften wie die HanseMerkur mit 5-Sterne zu bewerten spricht bände über die inkompetenz des Autors. Nur als beispiel: Der Tarif Primo bonus Plus ist seit 2003 auf dem Markt und kann somit auch nicht in eine bewertung der beitragsentwicklung der letzten 10 Jahre fließen. bitte hören Sie auf, Menschen die private Krankenversicherung über den beitrag zu verkaufen. Sprechen Sie lieber über Kostenerstattung (2,3 fach, 3,5 fach oder auch mehr), Anschlussheilbehandlung und Kurleistungen, Hilfsmittel wie Epithesen oder auch Transportkosten bspw. bei Dialysefahrten.

  • 24.05.2011, 16:39 UhrRedaktion

    @Daniel: Vielen Dank für ihre Rückmeldung. Wie Sie diesem Erklärtext zum Ranking entnehmen können, wird teilweise die beitragsentwicklung in einem vergleichbaren Vorgängertarif (Referenztarif) bewertet - so kann es sein, dass auch kürzer auf dem Markt befindliche Tarife bewertet werden. Die benotung der einzelnen Anbieter beruht auf nachvollziehbaren Kriterien - wenn Sie nicht mit ihrer Meinung übereinstimmt, ist das etwas anderes. Auch "verkaufen" wir keine Tarife. im Haupttext zur privaten Krankenversicherung gehen wir vielmehr auf die stark steigenden beiträge im Alter ausführlich ein.

  • 24.05.2011, 16:55 UhrGerd Schneider

    Feinkost vs. Aldi bzw. wie kann man denn ausgerechnet Softfair hernehmen, um das Krankenversicherungsangebot in Deutschland zu analysieren!!??
    Es gibt unter Profimaklern für dieses Segment nur eine einzige Vergleichssoftware, die alle Kriterien und bedingungen auf professionell höchstem Niveau darstellt und das ist die PremiumCircle-Software aus Frankfurt.
    Keiner meiner Spezialmaklerkollegen würde schon aus Haftungsgründen ggü. seinen Mandanten die von ihnen verwendete Softfair Software einsetzen. Spitzenanwälte nehmen nur das beste - Spitzenmakler auch. Da geht nur allerbeste Feinkost - kein Aldiangebot!

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