Krötenwanderung: Fallende Aktien: Sind das jetzt Einstiegskurse?

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Anke Henrich: Krötenwanderung

Kolumne

Für die Mehrheit gilt: nein. Sowohl was Aktien, als auch Aktionäre angeht. Nur wer ständig sein Depot im Blick und die Nase im rauen Börsenwind hat, dürfte für seinen Wagemut in nächster Zeit belohnt werden, glaubt WirtschaftsWoche-Reporterin Anke Henrich.

So schnell kann's gehen: Rosenmontag zu mittag haben wir diese Krötenwanderung online gestellt, am Nachmittag kippte der DAX unter 4000. Und auch heute - Dienstag mittag - fängt er sich gerade erst wieder bei 3800 Zählern. Und selbst das sind keine Einstiegskurse.

Denn im Grunde ist es bizarr: Die Welt steckt in der schlimmsten globalen Wirtschaftskrise seit Kriegsende und schaukelt der Dax seit Oktober lässig vor sich hin. Während er sich nach dem Internetboom von 2000 auf 2003 sich von rund 8000 Zählern auf gut 2000  viertelte,  hat er dieses Mal vom Herbst 2007, dem Beginn der Finanzkrise, bis heute „nur“ halbiert, seit Oktober 2008 bis heute schaukelte er bis gestern unverdrossen zwischen rund 4000 und 5000 Zählern.

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Die globale Finanzkrise soll für die deutschen Unternehmen nicht folgenreicher sein, als die geplatzten Internetträume – im Leben nicht. Man lese nur täglich Zeitung oder wiwo.de. Ja, ich weiß, dieses Mal seien die Unternehmen besser aufgestellt usw. Aber Deutschland als Insel der Geschonten?

Über derzeit und vermutlich auch mittelfristig  einbrechende Unternehmensgewinne brauchen wir nicht mehr viel zu schreiben: Wer Augen hat, der sehe. Nehmen wir also die Chartanalyse zu Hilfe. Deren aktuelles Fazit lautet „keine Hinweise auf Besserung“.

Ich zitiere einen Profi, nämlich Holger Struck, technischer Analyst bei Hslivetrading und neulich auf wiwo.de zu lesen: „Die maßgebliche Abwärtstrendlinie verläuft knapp unter der Marke von 5800 Punkten und ist damit in weiter Ferne vom aktuellen Kursniveau. Auch ist noch keine Trendwende zu erkennen."

Immerhin kann man dem Dax aber seit dem Oktober-Tief von 4015 Zählern den Übergang in eine Seitwärtsphase bescheinigen. Die Untergrenze dieser Schiebezone wird seither durch mehrere Tiefstkurse im Wochenchart bei 4015, 4062, 4035 und letztlich 4067 im Januar 2009 markiert. Die Obergrenze der Tradingrange ist im engeren Sinne durch das Januar-Hoch bei 5111 Punkten gekennzeichnet. So wenig aufregend es klingen mag: Solange der Index innerhalb dieser Bereichsgrenzen verharrt, sollten sich allenfalls sehr aktive und flexible, eher kurzfristig orientierte Anleger engagieren. Der mittel- bis langfristig orientierte Investor sollte einen nachhaltigen Ausbruch in die eine oder andere Richtung abwarten. Im Endergebnis überwiegt derzeit noch der negative charttechnische Gesamteindruck. Anzeichen einer nachhaltigen Besserung sind markttechnisch bisher noch nicht auszumachen.“

Optimisten ziehen sich derzeit an der zyklischen Analyse hoch: Der zu Folge sei der Abwärtstrend inzwischen am Ende, die ersehnte Bodenbildung nah. Rückschläge auf 3600 Zähler sehen aber auch sie. Auch für die anderen, weltweiten Indizes sieht es nicht viel besser aus.

Wem es in der Küche derzeit nicht zu heiß ist, aber statt in Deutschland weltweit investieren will, dem liefern in dieser Woche meine Kollegen aus der WiWo-Börsenwoche eine interessante Tabelle (Heft 9/2009 - jetzt am Kiosk): Die Hitliste der Cash-Aktien. Die Annahme: Unternehmen, deren Kriegskassen noch immer prall sind, bleiben unabhängiger von Banken und Börse, können Marktanteile gewinnen und die Preise halten oder erhöhen. Ganz oben auf ihre Liste stehen Exxon Mobile, China Mobile, Apple, Cisco, Microsoft, Google, Nintendo, Intel, Qualcomm, EADS, Dell und Roche. Einen zweiten Blick wert sind dieses Unternehmen allemal.

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