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Krötenwanderung: Kleine oder große Witwenrente?

Krötenwanderung: Wenn ein Todesfall den finanziellen Ruin bringt

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Kleine oder große Witwenrente?

An orphan who lost his parents in a bombing sits on a step outside their family home in Homs Quelle: Reuters
Verliert ein Kind einen beziehungsweise beide Elternteile, hat es Anspruch auf zehn bis 20 Prozent der Das halbe Rente, auf die Vater oder Mutter Anspruch gehabt hätte Quelle: Reuters

Die kleine Witwen- oder Witwerrente fließt, wenn die Altersgrenze für die große Witwen-/Witwerrente noch nicht erreicht wurde (steigt stufenweise von 45 bis 47 Jahre), der Hinterbliebene nicht erwerbsgemindert – vulgo noch arbeitsfähig - ist und kein Kind erzieht. Sie beträgt 25 Prozent der Rente, auf die der Ehepartner zum Zeitpunkt seines Todes Anspruch gehabt hätte. Verstarb der Gatte vor seinem 63. Geburtstag, wird die Rente gemindert. Ohnehin wird sie nur zwei Jahre lang nach dem Tod des Ehepartners gezahlt. Der Gesetzgeber erwartet, dass die Witwe, der Witwer danach wieder für sich selbst sorgen.
Die komfortableren Alt-Regelungen gelten, wenn – und jetzt wird es kompliziert: Der Ehepartner vor dem 1. Januar 2002 starb oder der Ehepartner zwar danach starb, aber vor dem 1. Januar 2002 geheiratet hatte und ein Ehepartner vor dem 2. Januar 1962 geboren wurde. Details finden Sie hier.
Wer bekommt die große Witwenrente?
Wer die Altersgrenze erreicht hat oder erwerbsgemindert oder berufs- oder erwerbsunfähig ist oder ein eigenes Kind oder ein Kind des Verstorbenen erzieht, das noch nicht 18 Jahre alt ist. Das können auch Stief- und Pflegekinder, Enkel und Geschwister sein. Dann sind es nicht 25 Prozent wie bei der kleinen Witwenrente, sondern 55 Prozent der Versichertenrente, auf die der verstorbene Ehepartner Anspruch gehabt hätte oder die er bereits bezog. Nach altem Recht sind es 60 Prozent. Auch hier gilt: Wer seine Familie vor dem 63. Geburtstag verlässt, schmälert deren Rente.

Und was bekommt das Kind?
Stirbt ein - Achtung: unterhaltspflichtiger - Elternteil, ist das Kind Halbwaise; sterben beide – Gott behüte – wird es Vollwaise. Das halbe Waisenkind erhält 10 Prozent, der Vollwaise 20 Prozent der Rente, auf die Vater oder Mutter Anspruch gehabt hätte oder bereits bezog. Zur Waisenrente wird zusätzlich ein Zuschlag gezahlt, der sich nach den zurückgelegten rentenrechtlichen Zeiten des verstorbenen Elternteils beziehungsweise der Eltern richtet. Und damit die Kinder nichts zu prassen haben, gilt: Hat eine Waise Anspruch auf mehrere Waisenrenten, wird nur die höchste gezahlt. Und sind Vater oder Mutter jünger als mit 63 Jahren gestorben, wird auch das bisschen Rente nochmal um einen Abschlag geschmälert. Ab dem 18. Geburtstag des Kindes wird das Waisenrentchen mit einem möglichen Einkommen des Kindes verrechnet. Falls Sie wohlhabend sind: Vorsicht vor Zinserträgen. Vater oder Mutter müssen aber fünf Jahre in die Rentenkasse eingezahlt oder selbst eine Rente bezogen haben. Überwiesen wird bis zum 18. Geburtstag des Kindes, außer die Waise steckt in einer Ausbildung, einem freiwilligen Jahr oder ist behindert und kann deshalb nicht für sich selbst sorgen.

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Viel Holz bis hier hin. Und eine Empfehlung: Wer Familienverantwortung trägt und wenig auf der hohen Kante hat, handelt fahrlässig, wenn er oder sie ihre Liebsten nicht anderweitig finanziell absichert, zum Beispiel über eine Risikolebensversicherung. Soll keiner sagen, die wäre zu teuer. Für eine Auszahlung von 100.000 Euro bei 20 Jahren Laufzeit zahlt ein Mann Jahrgang 1964 jährlich im Schnitt den Preis von drei Tankfüllungen für eine Familienkutsche, nämlich je nach Anbieter um die 350 Euro. Bei Frauen sind es nur rund 230 Euro. Und je jünger der Kunde ist, desto billiger wird die jährliche Prämie. Die Risikolebensversicherung ist deshalb billig, weil sie anders als die Kapitalsammelstelle „klassische Lebensversicherung“ nur ausgezahlt wird, wenn der Versicherte während der vereinbarten Laufzeit stirbt. Ist der oder die am Ende noch erfreulich fidel, hat die Versicherung die Wette gewonnen.

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1 KommentarAlle Kommentare lesen
  • 20.08.2012, 12:07 UhrGuggstDu

    Tatsächlich, sind Edelmetalle nicht geeignet für die Absicherung eines Sterbefalles. Auch der Bestatter nimmt i.d.R. (noch nicht) Edelmetalle als Zahlungsmittel an - vielleicht kennen Sie ja einen?
    .
    Zudem: Der Zeitpunkt des Sterbefalles is i.d.. unbekannt, so wie die Wertentwicklung des Edelmettale. Z.B. kann Gold ganz schnell um 50% an Wert verlieren - wussten Sie das? Dann, sind die trauernden die Lackierten, weil Sie entgegen dewm Vorsorgegedanken nochmals (vielleicht) den selben Vorsorgeaufwand dazulegen müssen um den Verschiedenen sicher bezahlbar zu beerdigen.
    .
    Fazit: Eine Sternefallversicherung lässt sich mit kleinen monatlichen Beiträgen finanzieren, so dass es einem nicht weh tut. ALleine hier würden mit Edelmetallen schon große Probleme auftauchen neben dem ständigen Nachordern. Zudem: Was ist wenn der Todesfall nach der ersten Orderung von sagen wir mal EURO 50.- eintritt? Im Falle der Sterbefallversicherung werden z.B. sofort EURO 20.000.- (je nach Eintrittsalter) fällig.

    .Im Falle des Edelmetallsparvorhabens?
    .
    BEKOMMEN DIE HINTERBLIEBENEN FÜR DAS PROJEKTVORHABEN "BEERDIGUNG" LEDIGLICH EURO 50.- (abzügl. Wertverlust / zzg. Gewinn) AUSBEZAHLT. WIE WOLLEN SIE DAMIT DIE ANFALLENDEN KOSTEN EINER BEERDIGUNG ABDECKEN?
    .
    Von daher sehe ich Ihren Edelmetall-Werbe-Post eher als Belustigungs und Selbstwerbungbeitrag an - mehr nicht. In der Schule hätte es geheissen: SETZEN 6 THEMA VERFEHLT!
    .
    Okay, das ist peinlich keine Frage aber Sie überstehen das, schließlich werden SIe ja Edelmetall-Millionär sein in 250 Jahren :-))) "DER GLAUBE VERSETZT JA ANGEBLICH BERGE..."
    .
    Also eher "unpfiffig" Ihr Neitrag!

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