Krötenwanderung: Krankenzusatzversicherung - sinnvoll, aber Vorsicht!

kolumneKrötenwanderung: Krankenzusatzversicherung - sinnvoll, aber Vorsicht!

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Anke Henrich: Krötenwanderung

Kolumne von Anke Henrich

Pimp my Krankenversicherung – wer als gesetzlich Krankenversicherter seine Leistungen aufrüsten will und das nötige Geld dazu hat, kann mit einer privaten Krankenzusatzversicherung für den Ernstfall aufrüsten. Dann kommt der Chefarzt persönlich, im Zimmer gibt es weniger Bettgenossen oder andere Vergünstigungen lassen den GKV-Kunden sich so fühlen, als sei er ein Privatpatient. Das böse Erwachen kommt für viele dann im Alter.

Vorsicht Falle, warnt der Verband der Versicherungsberater. Vor allem für freiwillig gesetzlich Versicherte, die noch Geld im Monat übrig haben, ist die Krankenzusatzversicherung durchaus reizvoll und empfehlenswert. Dasselbe gilt für viele GKV-Mitglieder, für die eine private Krankenversicherung aufgrund von Vorerkrankungen so teuer wäre, dass sie sie sich kaum leisten können.

Für Gesunde sind die Zusatzpolicen nicht mal teuer: So schnitten die Tarife SZ der HUK-Coburg und 400 der LKH bei einem Vergleich der Stiftung Warentest mit „sehr gut“ ab und kosteten 2009 für einen halbwegs gesunden Mann im Alter von 43 Jahren nur zwischen 35 und 40 Euro im Monat. Bei Vorerkrankungen kann es entsprechend teurer werden.

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Diese privaten Zusatzverträge werden eben nur von den privaten Krankenversicherungen (PKV) angeboten - auch wenn sie oft in einer Kooperation mit einer GKV daherkommen. Die PKV kalkuliert die Tarife wie immer: Kein Vertrag ohne Angabe der Vorerkrankungen; je gesünder, je billiger pro Monat – je kranker, je teurer.

Oft haben die günstigen Tarife aber einen üblen Haken: Die Versicherer berechnen sie ohne Altersrückstellungen. Die ganze Wahrheit würde ihnen wohl das Geschäft verderben.

Beiträge steigen im Alter

Das heißt konkret: Das Unternehmen legt vom Beitrag des jungen und gesunden Kunden nicht wie sonst üblich einen Anteil für dessen späteres Alter zurück, wenn er öfter, länger und ernsthafter erkranken könnte.

Zu Beginn sind diese Tarife deshalb günstiger als andere, im Alter werden sie aber sehr viel teurer als andere. Da muss der Kunde schon die makabre Hoffnung hegen, dass er beizeiten das Zeitliche segnet.

Also gilt: Keine Krankenzusatzversicherung abschließen ohne die Frage der Altersrückstellungen geklärt zu haben.

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