Krötenwanderung: Sturm über Deutschland - was zahlt die Versicherung?

kolumneKrötenwanderung: Sturm über Deutschland - was zahlt die Versicherung?

Kolumne von Anke Henrich

Das große Aufräumen nach dem Orkantief Xynthia hat gerade erst begonnen, doch der anschließende Papierkram wird Autofahrer und Hausbesitzer noch monatelang beschäftigen: Die Schäden sind gewaltig und längst nicht jeder ist dagegen versichert - auch wenn er es glaubt, warnt WirtschaftsWoche-Reporterin Anke Henrich.

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Anke Henrich: Krötenwanderung

Eingedrückte Autos, zerstörte Hausdächer, übergelaufene Keller - und selbst das ist noch Glück im Unglück, wenn ein Sturm übers Land zieht. Die Schadenhöhe geht schnell in die Tausende Euro und viele Sturm-Opfer werden darauf sitzenbleiben.

Zum Beispiel können nur Hausbesitzer, deren Wohngebäudeversicherung Sturm- und Gewitterschäden ausdrücklich einbezieht, mit Ausgleichszahlungen rechnen. Vorausgesetzt, der Sturm war auch amtlich einer: Nachweislich mindestens 63 km/h schnell muss er übers Land gerauscht sein, damit die Versicherung ihn als solchen anerkennt. Xynthia schaffte bis zu 130 km/h, das dürfte also kein Problem sein.   

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Für beispielsweise durch Regen beschädigtes Mobilar in Haus oder Wohnung beziehungsweise abgerissene Markisen oder Satellitenschüseln ist dagegen die Hausratversicherung zuständig.

Wehe aber, Regenwasser ist in den Keller gelaufen. Das ist ein so genannter "weiterer Elementarschaden" und damit ein Fall für die Hausrat- oder Gebäudeversicherung - vorausgesetzt, die ist auch für Elementarschäden (dank Wasser, Schnee oder Erdbeben) abgeschlossen. Viele Kunden unterschätzen die Gefahr und die Versicherungsvertreter stoßen sie auch nur selten mit der Nase darauf - denn so können den Unternehmen gewaltige Schadenshöhen entstehen, siehe Oder- oder Rheinhochwasser. Für Flußanrainer ist es oft schwierig, überhaupt noch eine Police zu bekommen.  Dort jubelt, wer noch eine alte hat.

Ohne die Zusatzklausel werden meist nur Schäden verursacht durch Leitungswasser - zum Beispiel bei einer auslaufenden Waschmaschine - getragen.  

Rechtzeitig gewarnt

Lädieren vom Sturm verwehte Teile des eigenen Hauses des Nachbars Hab und Gut, ist das ein Fall für die private oder die Gebäudehaftpflicht - vorausgesetzt, alles was fortflog, war zuvor ordnungsgenäß gesichert.  

Nimmt das Auto Schaden, muss die Kaskoversicherung des Halters eingeschaltet werden. Der Kunde muss nur die vereinbarte Selbstbeteiligung zahlen, sein Schadensfreiheitrabatt in der Vollkaskoversicherung kommt unbeschadet davon.

Wichtig ist in allen Fällen: Sofort selbst die Schäden bestmöglichst begrenzen, fotografieren und die Versicherung informieren.

Die Victoria Versicherung bietet einen SMS-Dienst, für alle die sich rechtzeitig zwecks Vorsorge über Unwetter informieren wollen.

Unter www.victoria.de/service/unwetter kann man sich dort für den kostenlosen Service anmelden. Auf Basis der Daten des deutschen Wetterdienstes bekommen registrierte Nutzer rechtzeitig eine SMS, wenn in ihrem Beritt Sturm, Gewitter, Schnee oder Eis drohen - vor allem für Hausbesitzer sehr sinnvoll!

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