Krötenwanderung: Wer zahlt bei Halloween-Schäden?

kolumneKrötenwanderung: Wer zahlt bei Halloween-Schäden?

Kolumne von Anke Henrich

Irgendein Stinkstiefel regt sich immer auf: Wer also haftet, wenn es Kinder beim Halloween-Budenzuber übertreiben?


Jedes Jahr in der letzten Oktobernacht ziehen als gruselige Hexen und Gespenster verkleidete Kinder und Teenager um die Häuser und fordern von den Nachbarn „Süßes, sonst gibt’s Saures“. Streiche sind am 31. Oktober an der Tagesordnung und die Mehrheit der Anwohner sieht über Toilettenpapier am Zaun oder einen Klingelsturm hinweg. Bei Sachschäden hört jedoch bei den meisten der Spaß auf. Doch wer haftet in diesen Fällen und welche Versicherung tritt für den entstandenen Schaden ein?

Das haben die Versicherungsmakler von Dr. Klein zusammengetragen. Schon wer ein Ei auf die Hauswand wirft oder das Türschloss mit Leim verklebt, begeht mutwillige Sachbeschädigung. Ist das Kind –Achtung! über sieben Jahre alt, müssen Eltern für die Taten ihres Sprösslings gerade stehen. So abgeschlossen, greift dann die Familien-Haftpflichtversicherung. Vorausgesetzt, und da gibt es jedes Mal Diskussionsbedarf, die Sachbeschädigung wurde nicht vorsätzlich begangen und die Eltern haben ihre Aufsichtspflicht nicht verletzt.

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Kinder unter sieben Jahren können in der Regel nicht belangt werden. Viele Eltern fühlen sich jedoch moralisch verpflichtet für den entstandenen Schaden aufzukommen, um das Verhältnis zu Nachbarn oder Freunden nicht zu belasten. Eine Private Haftpflichtversicherung, die deliktunfähige Kinder mitversichert, übernimmt in diesen Fällen die Schadensbegleichung.

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Sind Eltern von Kindern unter sieben Jahren ihrer Aufsichtspflicht nicht nachgekommen, können auch sie rechtlich belangt werden. Als Verletzung der Aufsichtspflicht gilt bereits, wenn das Kind alleine um die Häuser ziehen darf. Eine Haftpflichtversicherung, die Schäden durch deliktunfähige Kinder umfasst, sichert auch Missgeschicke ab, ohne dass es der Aufsicht durch einen Elternteil bedarf.

Weiser Rat von Dr. Klein: Eltern sollten VORHER ihre Kinder über die Grenzen netter Streiche aufklären und kristallklar klären, was erlaubt ist und was nicht. In den USA kommt es in der Halloween-Nacht immer wieder zu blutigen Zwischenfällen. Kürzlich schoss ein Rentner auf eine Gruppe Jugendlicher, die in seinem Garten Unfug anstellten. Dagegen läuft die Nacht der Geister hierzulande tatsächlich harmlos ab.

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2 Kommentare zu Krötenwanderung: Wer zahlt bei Halloween-Schäden?

  • Leider ist der Artikel wenig hilfreich, in vielen Aussagen sogar falsch.
    "... oder das Türschloss mit Leim verklebt, begeht mutwillige Sachbeschädigung. Ist das Kind –Achtung! über sieben Jahre alt, müssen Eltern für die Taten ihres Sprösslings gerade stehen...."
    Die Eltern müssen nur dann für die Tat gerade stehen, wenn sie ihre Aufsichtspflicht verletzt haben. Eine mutwillige Beschädigung ist vorsätzlich begangen und somit leistet keine Haftpflichtversicherung. Wobei sich der Vorsatz auch auf die Schadensfolge erstrecken muss.

    "... die Sachbeschädigung wurde nicht vorsätzlich begangen und die Eltern haben ihre Aufsichtspflicht nicht verletzt." Die Haftpflichtversicherung leistet eben dann, wenn die Eltern ihre Aufsichtpflicht verletzt haben. Liegt keine Aufsichtsverletzung vor, dann besteht auch kein Schadenersatzanspruch gegen die Eltern.

    "... die deliktunfähige Kinder mitversichert, übernimmt in diesen Fällen die Schadensbegleichung." Es ist gut, wenn das BGB als Maßstab für die Schadenersatzpflicht gilt. Ansonsten müssten auch noch für andere Bereiche (z.B. in der Schule) Erweiterungen gefunden werden.

    "... Als Verletzung der Aufsichtspflicht gilt bereits, wenn das Kind alleine um die Häuser ziehen darf." Hier ist die Anforderung an den Aufsichtspflichtigen wohl überspannt. Sechsjährige dürfen auch alleine in die Schule gehen.

    "...Kürzlich schoss ein Rentner auf eine Gruppe Jugendlicher, die in seinem Garten Unfug anstellten." Und sollen jetzt die Eltern auch den Rentner in die Haftpflichtversicherung einschließen?

    Dieser Artikel ist kein positives Bespiel für die Leistungsfähigkeit eines Versicherungsmaklers.

  • Ich schließe mich an, der Artikel ist nicht nur wenig hilfreich sondern informiert teilweise erschreckend falsch.
    Ich könnte mir aber vorstellen, dass das -und ich hoffe das sehr- nicht an der Information des Maklers liegt sondern an der Interpretation durch die Autorin.

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