Kommentare zu: Warum die Lebensversicherer im Abseits stehen

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11 Kommentare
  • 22.04.2010, 11:56 UhrAnonymer Benutzer: AJ

    Also ich kann wirklich KEiNERLEi Vorteile an einer Kapitallebensversicherung entdecken: Man bindet sich als Anleger für einen unüberschaubar langen Zeitraum (20, 30, 40 oder mehr Jahre). Man erhält ein schwammiges Versprechen für eine "Überschußbeteiligung", deren Existenz am Ende aber ungewiß ist. Man erhält eine "Garantieverzinsung" (früher 4,0%, heute 2,25%), die aber nicht garantiert ist, da der Versicherer durch Abzug seiner "Kosten" den Effektivzinssatz immer weiter nach unten drücken kann! Und dann darf man die Auszahlungen noch voll versteuern, obwohl man die Einzahlungen z.T. schon versteuert hat! Wenn also nun immer weniger Kunden diese Verträge abschliessen wollen, so zeigt sich, daß die Menschen anscheinend in finanziellen Dingen schlauer geworden sind. Oder sie lassen sich durch alternative Produkte (Rieser-Rente!) ködern. Jeder, der sein Geld in einen mäßig verzinsten Sparplan anlegt und dazu eine kleine Risiko-Police erwirbt, erhält am Ende mehr, als wenn er sein Geld den Lebensversicherungen in Form der Kapital-LV anvertraut. Und er ist dann noch recht flexibel, wenn er mal zwischendurch an sein Erspartes muß.

  • 22.04.2010, 14:32 UhrAnonymer Benutzer: Hägar Schmidt

    Kapital-LV hatten einmal exakt eine berechtigung: man konnte die beiträge von der Steuer absetzen. Seit dies nicht mehr geht, muss jemand schon sehr niedrigen iQ haben, um diese extraorbitant teure, recht unsichere (auf lange Sicht) und unflexible Anlageform zu wählen. K-LV? Nein, danke schön.

  • 22.04.2010, 15:00 UhrAnonymer Benutzer: DG

    Eine Lebensversicherung ist unter Umständen nur dann interessant, wenn Wirtschaft und Gesellschaft über viele Jahrzehnte stabil bleiben, so wie es zwischen 1949 und 1973 der Fall war. Heute wäre mir das Risiko viel zu hoch. Es gibt ja Alternativen, um sich ein Stück Vorsorge zu verschaffen.

  • 22.04.2010, 15:09 UhrAnonymer Benutzer: wallibelli

    Was sind 2, 25 % Rendite, wenn alle Fachleute uns steigende inflationsraten voraussagen? Wer kann sich heute noch 20, 30 oder 40 Jahre in einen Vertrag binden. Auch für möglichen Kundenpotentiale sind die Zeiten volatiler geworden. Vorzeitige Kündigungen sind fast immer Verlustgeschäfte. Die klassische, langfrisitge LV hat ausgedient. Was interessant werden könnte, sind Rentenpolicen auf basis einer Einmalzahlung.

    Selbst habe ich gute und schlechte Erfahrungen mit LV gemacht. Wenn eine 25-jährige Fondpolice 2008 bei einem Dax-Stand von über 8000 ausgezahlt wird, hat man das große Los gezogen. Wenn die gleiche 25-jährige Fondpolice im Frühjahr 2003 bei einem Dax-Stand von 2700 ausgezahlt wird, hat man mit Zitronen gehandelt. Da hilft nur, den mickrigen Auszahlungswert der Fondanteile im Depot lassen und auf bessere Zeiten hoffen.
    Sinn und Zweck einer KLV ist aber die Verfügbarkeit des prognostizierten Auszahlungsbetrages. in klassischer Form sind die Netto-Renditen (infationsbereinigt) zu gering, als Fondpolice bleibt
    das Risiko der Endfälligkeitsrendite. Die Märkte sind viel volatiler geworden. Heute würde ich keine klassische LV mehr abschliessen
    Für unseren Sohn haben wir vor ca. 15 Jahren im Alter von 4-5 Jahren je einen Langfristsparvertrag mit Anfangseinmalzahlung auf drei Aktien- bzw. Mischfonds Fonds abgeschlossen (3x100,- € p.M.) AA um 75 % reduziert. Die bruttorendite liegt insgesamt bisher bei > 13 % p. a. Er selbst kann frühestens nach 40 Jahren (also ab 45) darauf zugreifen. Wir zahlen die ersten 20 Jahre, er zahlt die letzten 20 Jahre. Dies haben wir vorab schon in einem Erbvertrag geregelt. Auch wenn für die ab 2009 gezahlten Einlagen Kapitalertragssteuer fällig wird, dürfte der Ertrag jede klassische LV übertreffen. Den Todesfallschutz bekommt er in einer Extra-Versicherung für kleines Geld.

  • 23.04.2010, 13:03 UhrAnonymer Benutzer: E.Hamm

    Eine schlecht geführte (moderierte) Diskussionsrunde.Vermengung von inhalten und Zielen von Versicherungrn und Renditezielen. ich als Normalo-Verbraucher bin froh, jetzt auf eine solide Leistung eines VU zurückgreifen zu können, weil ich sonst ins soziale Aus gekommen wäre....immer ist doch entscheidend: Wer will was mit welchen Mitteln in welcher Gestaltung? ich dachte, über solche flachen Diskussionen waren wir schon mal hinaus. Übrigens bin ich nicht aus dder Versicherungsbranche!

  • 23.04.2010, 14:18 UhrAnonymer Benutzer: pedro

    Was zählt das sind die nackten Zahlen und Fakten.
    Sparkassen Versicherung.:
    beginn der Versicherung 01.01.1983 Steigende beiträge
    bis 30.12.2009 eingezahlter beitrag 83 272,80 €
    Guthaben ges. zum 31.12.2009 89 113,74 €
    bei Vertragsabschluß wurde eine Verdreifachung des eingezahlten betrages versprochen. (Wie immer SPARKASSE eben )

  • 23.04.2010, 16:47 UhrAnonymer Benutzer: marga

    Das Modell banken, Versicherungen, Finanzvernichter hat ausgedient.
    Es ist an der Zeit, neue Modelle zu entwerfen.
    Es gibt die Lösung, aber dann schreien, fluchen,betteln und kratzen die Finanzvernichter bei AM und den Parteien.

  • 23.04.2010, 22:03 UhrAnonymer Benutzer: bewian

    Egal welche Anlage, wenn ein "Verwalter" zwischengeschaltet ist geht die Rendite den bach runter. Warum sind alle nur so blöd und schmeißen ihr Geld irgendwelchen Anlageberatern hinterher, die nur auf Provisionen oder Verwaltungsgebühren aus sind. Einfach selbst ein Depot eröffnen und nur indexwerte breit gestreut kaufen und liegen lassen. Fünf Jahre vor der Rente, oder in einem kursmäßig günstigen Zeitpunkt vor Rentenbeginn in sichere Werte umschichten. Das ist doch nicht schwer und hat den Vorteil, wenn alle "Stricke reißen" kommt man auch noch an sein Geld ran. bei LV und Alterssicherungsverträgen nur unter großen Verlusten oder gar nicht. Wer kann schon mehrere Jahrzehnte seine persönliche Situation verlässlich vorplanen? Das eigene , bezahlte Dach über dem Kopf ist zwar nicht der Renditehit, aber sicher angelegtes Kapital, denn wohnen und schlafen müssen wir immer, und wenn die Miete nicht mehr anfällt ist das schon ein beträchtlicher "Einkommensfaktor". Wenn schon LV, dann online ohne Vertreter bei einer bisher immer erfolgreichen Gesellschaft. Sollte es dennoch mal soweit kommen, das auch Lebensversicherer nicht mehr zahlen können, ist eh alles vorbei und völlig egal, wo und wie ich das Geld angelegt habe. Dann sind wir Pleite und jede Anlage inkl. Rente oder Pension geht den bach runter.

  • 28.04.2010, 18:47 UhrAnonymer Benutzer: sponsoring

    WiWO scheint wohl eine von der Allianz gesponserte Zeitung zu sein.

    ist nur eine Feststellung

  • 20.05.2010, 16:46 UhrAnonymer Benutzer: Reinhard Wilhelm

    Ein Freund von mir hat in den letzten fünf Jahren ca. 140.000,00 EUR auf dem grauen Markt verzockt und er überlegt gerade, weitere 40.000,00 EUR in einen Hedge-Fonds zu stecken...
    Wer keine Ahnung und / oder kein Händchen für Anlagen hat, dem bleibt nur der Weg über einen Verwalter. Leider wird durch sog. Fondspolicen dem Kunden doch die Verantwortung aufgetragen, aber dieser zugleich so abkassiert, als ob es einen Verwalter gäbe.
    Achso: Sind die Fonds frei von Abschluss- und Verwaltungskosten ? Arbeiten die freien Versicherungsberater umsonst ?
    irgendwie auch nicht.
    Herr Jäger & Co. sollten sich von dem Gedanken verabschieden, dass es Leistungen umsonst gäbe. Ferner mögen sie und die banken in einer Fabrikhalle einmal nachschauen, wo das Geld arbeitet. Der blick in die Fabrikhalle verrät eines ganz deutlich: Es gibt keinen Anspruch auf überzogene Renditeansprüche, denn arbeiten tun andere. bezahlt werden vorrangig körperliche und geistige Leistungen. Zufallselemente gehören sicherlich - wie auch sonst im Leben - dazu. Aber im Grundsatz gilt: von nichts kommt nichts. Also, wer sein Geld blind, also ohne irgendeine geistige Leistung, der nächstbesten bank, Versicherung, pp. anvertraut, der vertraut auf den Zufall, dass er Rendite erwirtschaftet. Ein moralisch oder philosophisch gerechtfertigter Anspruch auf Rendite ist nicht erkennbar. Wer sich hingegen mit verschiedenen Vermögensverwaltern beschäftigt, der hat realistische Chancen, Renditen zu erwirtschaften. Wer über das ausreichende Potential verfügt, Gesellschaftsanteile zu bewerten und deren Entwicklung zu prognostizieren, der kann richtig hohe Renditen erwirtschaften. Der hat sie sich dann aber auch verdient.
    beste Grüße
    Wilhelm

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