Lebensversicherungen: Risiko-Wetten auf den schnellen Tod

Lebensversicherungen: Risiko-Wetten auf den schnellen Tod

Anleger der BAC Berlin Atlantic Capital bangen um 175 Millionen Dollar, die sie in einen Pool mit US-Policen investiert haben, der weniger als erwartet abwirft. Wells Fargo dreht BAC den Geldhahn zu, gewährt aber Gnadenfrist.

Zahlen und Akteure

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Ein Kunde füllt einen Antrag auf Abschluss einer Lebensversicherung aus

2010 investierten Anleger nur noch 169 Millionen Euro, insgesamt stecken immerhin 5,7 Milliarden Euro Eigenkapital in Lebensversicherungsfonds. Die wichtigsten Anbieter sind BAC, Deutsche Bank/DWS, Wealth Cap, MPC und Geno Asset Finance.

Probleme

Besonders riskant sind Fonds, die in US-Lebensversicherungen investieren. Sie kaufen ausstiegswilligen Versicherten ihre Policen ab, zahlen deren Prämien weiter und kassieren im Todesfall die Leistungen. Die Rechnung geht aber nur auf, wenn die Verkäufer nicht zu lange leben. Doch die Fonds haben die Lebenserwartung in den USA drastisch unterschätzt. Viele Anleger haben Verluste von über 70 Prozent.

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Geld zurück?

Schadensersatzansprüche sind meist nur wegen mangelhafter Risikoaufklärung denkbar. Ansprüche werden zum Beispiel bei König & Cie. sowie MPC geprüft; ein noch nicht rechtskräftiges Urteil ist gegen König & Cie. vom Landgericht Hamburg ergangen (317 O 46/10). Bei kriselnden Fondsgesellschaften ist nur noch wenig zu holen.

Fazit

Das Modell ist so gut wie tot.

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