Patientenversorgung: AOK-Chef will Kliniken für ambulante Versorgung öffnen

Patientenversorgung: AOK-Chef will Kliniken für ambulante Versorgung öffnen

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Wird es künftig möglich, zur Behandlung direkt ins Krankenhaus zu gehen?

Der Vorsitzende der AOK, Jürgen Graalmann, möchte die Trennung zwischen ambulantem und stationärem Sektor aufheben. Patienten sollten die Wahl haben, ob sie eine Klinik oder einen niedergelassenen Arzt aufsuchen.

Der Vorsitzende des AOK-Bundesverbandes, Jürgen Graalmann, hat eine Öffnung der Krankenhäuser für die ambulante Versorgung aller Patienten gefordert. „Künftig darf es für die Patienten keinen Unterschied machen, ob sie zu einem Arzt gehen, der sie ambulant in der Klinik behandelt, oder zu einem niedergelassenen Facharzt“, sagte Graalmann der „Frankfurter Rundschau“ (Donnerstag). Die Versicherten verstünden doch gar nicht, warum sie nicht einem guten Arzt aufsuchen könnten, der in einem Krankenhaus tätig sei.

Die zehn größten Krankenkassen 2014

  • Platz 10

    In Niedersachsen hat die AOK die Nase vorn. Insgesamt hat die AOK Niedersachsen 2,4 Millionen Versicherte - damit schafft sie es im Jahresranking 2013 gerade noch unter die Top Ten der deutschen Krankenkassen.

    Quelle: dfg, Stand 3.2.2014

  • Platz 9

    Mit 2,7 Millionen Versicherten ist die AOK Plus die größte Krankenkasse in Sachsen und Thüringen. Deutschlandweit rangiert sie an neunter Stelle.

  • Platz 8

    Die AOK Nordwest belegt mit 2,7 Millionen Versicherten den achten Platz unter Deutschlands größten Krankenkassen. Das Unternehmen beschäftigt 7.600 Mitarbeiter.

  • Platz 7

    Die AOK Rheinland/Hamburg hat knapp 2,9 Millionen Versicherte. Im Rheinland und in Hamburg ist sie damit die größte Krankenversicherung. Das Unternehmen betreibt mehr als 100 Geschäftsstellen.

  • Platz 6

    Auf dem sechsten Platz der größten deutschen Krankenkassen befindet sich ein fusioniertes Unternehmen: Die IKK Classic. Sie ist im August 2011 aus der eher ostdeutschen IKK Classic und der eher westdeutschen Vereinigten IKK entstanden. Zusammen haben sie recht stabil knapp 3,5 Millionen Versicherte.

  • Platz 5

    An der fünften Stelle der größten Krankenkassen Deutschlands steht die AOK Baden-Württemberg. Seit Jahren sind rund 3,9 Millionen Menschen bei ihr versichert.

  • Platz 4

    In der Rangfolge liegt die AOK Bayern stabil mit 4,3 Millionen Versicherten. In Bayern hat die Krankenkasse einen Marktanteil von mehr als 40 Prozent. Das Unternehmen beschäftigt 10.000 Mitarbeiter in dem Freistaat.  

  • Platz 3

    Auf Platz drei der größten deutschen Krankenkassen ist mit 6,255 Millionen Versicherten die DAK Gesundheit - der Zusammenschluss aus BKK Gesundheit und DAK. Laut eigenen Angaben ist die DAK die Krankenkasse Deutschlands, deren Wurzeln am weitesten zurückzuverfolgen sind - bis zum Jahr 1774. Allerdings verliert auch die neue Kasse Kunden. Gestartet war sie mit 6,6 Millionen Versicherten.

  • Platz 2

    Die Barmer GEK ist seit 2014 nur noch die zweitgrößte Krankenkasse Deutschlands. Sie wurde am 1.Januar 2010 gegründet und unterhält laut eigenen Angaben rund 800 Geschäftsstellen bundesweit. 8,64 Millionen Deutsche sind Anfang 2014 bei ihr versichert. In einem zweiten Ranking liegt die Kasse dagegen noch auf Platz 1: Anfang 2014 hat die Barmer GEK noch rund 400.000 zahlende Mitglieder mehr als die TK.

  • Platz 1

    Die größte Krankenkasse Deutschlands ist nach den neuesten Zahlen seit Anfang 2014 die Techniker Krankenkasse (TK). Sie gewinnt sehr stark Kunden hinzu. Anfang 2013 hatte sie 8,26 Millionen Versicherte. Mitte 2013 waren es 8,49 Millionen und zu Beginn 2014 sind 8,68 Millionen Versicherten. Damit liegt sie vor der viele Jahre führenden Barmer GEK.

„Wir müssen die strikte Trennung zwischen dem ambulanten und dem stationären Sektor aufheben“, verlangte Graalmann. Auch die Planung müsse für beide Bereiche zusammen vorgenommen werden. „Wir leisten uns heute den Luxus, den Bedarf an Krankenhäusern und niedergelassenen Ärzten isoliert voneinander zu planen. Das ist anachronistisch.“

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Graalmann sprach sich zudem für eine stärkere Spezialisierung der Krankenhäuser aus. Ziel sei, dass nur Abteilungen, die qualitative Mindeststandards erfüllten, Leistungen anbieten dürften. In einer Region mit mehreren Kliniken spreche nichts dagegen, dass sich ein Haus etwa auf Orthopädie spezialisiere, ein anderes auf Kardiologie. „Heute machen alle alles, ohne jede Qualitätsanforderung.“

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