Unterschätzte Preisentwicklung
Bild: dpaAktuelle Zahlen der Deutschen Rentenversicherung und des Statistischen Bundesamtes zeigen: Beamte bekommen im Ruhestand fast doppelt so viel Geld wie Rentner, die nicht im Staatsdienst gewesen sind. Ihre Pensionen sind darüber hinaus im zweistelligen Bereich gestiegen.
Ein Bundesbeamter mit durchschnittlicher Pension bekam im Jahr 2002 Altersbezüge in Höhe von 2070 Euro im Monat, 2012 waren es 2340 Euro. Das entspricht einem Zuwachs von rund 13 Prozent.Bei einem Landesbeamten betrug die durchschnittliche Pension 2002 monatlich 2240 Euro, 2012 waren es schon 14,7 Prozent mehr, nämlich 2570 Euro.
Die Kommunalbeamten verbuchten den größten Zuwachs: Binnen zehn Jahren stiegen ihre Pensionen um mehr als 14,9 Prozent von 2070 Euro auf durchschnittlich 2380 Euro.
Bild: dpaBei den normalen Renten lag der prozentuale Anstieg zwischen den Jahren 2002 und 2012 nur bei 8,51 Prozent, beziehungsweise 9,69 Prozent in den neuen Bundesländern. Nach 45 Beitragsjahren bekamen Männer im Jahr 2012 durchschnittlich 1263 Euro im Monat. Im Osten waren es durchschnittlich 1121 Euro monatlich. Die Rente der Durchschnittsfrau lag sowohl in Ost als auch West deutlich unter 1000 Euro im Monat.
Dabei verfügt die deutsche Rentenversicherung offenbar über ein Finanzpolster wie nie zuvor. Wie die "Stuttgarter Zeitung" unter Berufung auf den Jahresabschluss berichtet, betrug die sogenannte Nachhaltigkeitsrücklage im Dezember 2012 29,42 Milliarden Euro. Das seien rund fünf Milliarden Euro mehr als ein Jahr zuvor - und so viel, wie nie zuvor in der Geschichte der Rentenkasse. "Selten ging es der Rentenversicherung so gut wie heute", sagte der CDU-Sozialexperte Peter Weiß dem Blatt. Rechnerisch reicht das Finanzpolster laut Bericht derzeit aus, um 1,69 Monatsausgaben zu bezahlen. Wegen der Beitragssenkung zu Jahresbeginn erwartet die Rentenversicherung im Jahresverlauf geringere Rücklagen.Nachfolgend ein Überblick, wie viel Rente Sie bei unterschiedlichen Gehaltsstufen einmal bekommen werden:
Bild: dpaBei einem Monatslohn von 1.900,00 Euro
(alle Angaben in Euro)Stundenlohn: 10,80
Nettorente bei 51-Prozent-Niveau:
620,30 (bei 35,00 Jahren Beschäftigung)
708,92 (bei 40,00 Jahren Beschäftigung)Nettorente bei 43-Prozent-Niveau:
523,00 (bei 35,00 Jahren Beschäftigung)
597,71 (bei 40,00 Jahren Beschäftigung)Quelle: Bundesministerium für Arbeit und Soziales
Bild: FotoliaBei einem Monatslohn von 2.100,00 Euro
(alle Angaben in Euro)Stundenlohn: 11,93
Nettorente bei 51-Prozent-Niveau:
685,60 (bei 35,00 Jahren Beschäftigung)
783,54 (bei 40,00 Jahren Beschäftigung)Nettorente bei 43-Prozent-Niveau:
578,05 (bei 35,00 Jahren Beschäftigung)
660,63 (bei 40,00 Jahren Beschäftigung)
Bild: FotoliaBei einem Monatslohn von 2.300,00 Euro
(alle Angaben in Euro)Stundenlohn: 13,07
Nettorente bei 51-Prozent-Niveau:
750,89 (bei 35,00 Jahren Beschäftigung)
858,16 (bei 40,00 Jahren Beschäftigung)Nettorente bei 43-Prozent-Niveau:
633,10 (bei 35,00 Jahren Beschäftigung)
723,55 (bei 40,00 Jahren Beschäftigung)
Bild: dpaBei einem Monatslohn von 2.500,00 Euro
(alle Angaben in Euro)Stundenlohn: 14,20
Nettorente bei 51-Prozent-Niveau:
816,19 (bei 35,00 Jahren Beschäftigung)
932,78 (bei 40,00 Jahren Beschäftigung)Nettorente bei 43-Prozent-Niveau:
688,16 (bei 35,00 Jahren Beschäftigung)
786,46 (bei 40,00 Jahren Beschäftigung)
Bild: dpaBei einem Monatslohn von 2.700,00 Euro
(alle Angaben in Euro)Stundenlohn: 15,34
Nettorente bei 51-Prozent-Niveau:
881,48 (bei 35,00 Jahren Beschäftigung)
1.007,41 (bei 40,00 Jahren Beschäftigung)Nettorente bei 43-Prozent-Niveau:
743,21 (bei 35,00 Jahren Beschäftigung)
849,38 (bei 40,00 Jahren Beschäftigung)
Bild: dapdBei einem Monatslohn von 2.900,00 Euro
(alle Angaben in Euro)Stundenlohn: 16,48
Nettorente bei 51-Prozent-Niveau:
946,77 (bei 35,00 Jahren Beschäftigung)
1.082,03 (bei 40,00 Jahren Beschäftigung)Nettorente bei 43-Prozent-Niveau:
798,26 (bei 35,00 Jahren Beschäftigung)
912,30 (bei 40,00 Jahren Beschäftigung)
Aktuelle Zahlen der Deutschen Rentenversicherung und des Statistischen Bundesamtes zeigen: Beamte bekommen im Ruhestand fast doppelt so viel Geld wie Rentner, die nicht im Staatsdienst gewesen sind. Ihre Pensionen sind darüber hinaus im zweistelligen Bereich gestiegen.
Ein Bundesbeamter mit durchschnittlicher Pension bekam im Jahr 2002 Altersbezüge in Höhe von 2070 Euro im Monat, 2012 waren es 2340 Euro. Das entspricht einem Zuwachs von rund 13 Prozent.
Bei einem Landesbeamten betrug die durchschnittliche Pension 2002 monatlich 2240 Euro, 2012 waren es schon 14,7 Prozent mehr, nämlich 2570 Euro.
Die Kommunalbeamten verbuchten den größten Zuwachs: Binnen zehn Jahren stiegen ihre Pensionen um mehr als 14,9 Prozent von 2070 Euro auf durchschnittlich 2380 Euro.
Jeder zweite Deutsche gibt in der Studie an: „Die Inflation spielt bei der Planung meiner Altersvorsorge keine Rolle.“ Sogar unter den jungen Berufstätigen unter 30 Jahren sind es 44 Prozent. Dazu Meyer: „Ein Euro, der Anfang 2002 im neuen Starter-Kit für die Deutschen lag, hat heute eine Kaufkraft von wenig mehr als 80 Cent. Den Preissteigerungseffekt bei einer so langfristigen Planung wie der Altersvorsorge zu vernachlässigen, ist daher ebenso fahrlässig wie gefährlich.“
Rente: Checkliste für die Budgetplanung
Der richtige Zeitpunkt
Legen Sie den Zeitpunkt fest, an dem Sie in den Ruhestand gehen möchten.
Quelle: Vermögenszentrum München
Übersicht erstellen
Erstellen Sie eine Übersicht und überprüfen Sie, ob Ihre voraussichtlichen Einnahmen im Ruhestand ausreichen, um die Ausgaben zu decken.
Einkommenslücken
Falls sich eine Einkommenslücke ergibt: Ermitteln Sie, wie viel zusätzliches Kapital Sie benötigen, um diese Lücke zu schließen. Finden Sie Wege, wie Sie dieses Kapital am besten ansparen: Zum Beispiel mit einem Sparplan, einer Gehaltsumwandlung in betriebliche Altersvorsorge (bAV) oder staatlich geförderte Altersvorsorge wie die Riester- und die Rürup-Rente.
Kapital oder Rente?
Klären Sie ab, welche Teile Ihrer Altersguthaben Sie als Kapital beziehen können, beispielsweise von Kapitallebensversicherungen oder betrieblichen Vorsorgelösungen. Achten Sie darauf, welche Anmeldefrist bei einem Kapitalbezug einzuhalten ist. Wägen Sie die Vor- und Nachteile beider Bezugsvarianten sorgfältig ab und entscheiden Sie dann, ob Sie alles als Rente beziehen oder ob Sie sich einen Teil als Kapital auszahlen lassen wollen.
Darlehen tilgen oder nicht?
Überlegen und entscheiden Sie, ob Sie das Darlehen für Ihre Immobilie vollständig tilgen wollen. Prüfen Sie, ob es sinnvoll wäre, einen Restbetrag stehen zu lassen.
Steuerliche Optimierung
Planen Sie, wann Sie Ihre Guthaben aus betrieblichen und privaten Altersvorsorgen aus steuerlichen Überlegungen am besten beziehen.
Einkommensbedarf ermitteln
Erstellen Sie einen detaillierten Finanzplan, der die Entwicklung der Ausgaben, der Einnahmen und des Vermögens aufzeigt, und zwar für die Zeit bis zum Ruhestand und danach.
Unterstützung aufsuchen
Holen Sie sich bei allen wichtigen Entscheidungen Unterstützung und lassen Sie sich einen verlässlichen Finanzplan ausarbeiten. Wählen Sie dafür einen Berater, dem Sie vertrauen.
Finanzplan erstellen
Definieren Sie die Ziele für Ihr Vermögen neu: Müssen Sie es kontrolliert verzehren, um Ihr Einkommen zu sichern, oder können Sie es sich leisten, die Substanz für Ihre Erben zu erhalten?
Leibrentenversicherung oder Geld lieber selbst anlegen?
Überlegen Sie, wie Sie Ihr Einkommen im Ruhestand sichern wollen: Lohnt sich zum Beispiel der Kauf einer Leibrentenversicherung, oder legen Sie dieses Geld besser selbst an und verzehren es nach Ihrem eigenen Plan?
Die richtige Anlagestrategie
Legen Sie für Ihr Vermögen eine neue Anlage- strategie fest. Schichten Sie Ihr Vermögen so um, dass Ihr Einkommen langfristig gesichert ist, und passen Sie die Strategie entsprechend an. Wählen Sie einen geeigneten Vermögensverwalter aus, wenn Sie Ihre Anlagestrategie nicht allein festlegen und Ihr Vermögen nicht selbst bewirtschaften möchten.
Organisieren sie ihren Nachlass
Organisieren Sie spätestens jetzt Ihren Nachlass: Sichern Sie Ihre Nächsten mit einem Testament oder einem Erbvertrag sowie mit einem Ehevertrag ab. Prüfen Sie, ob Sie in Ihrer letztwilligen Verfügung einen Testamentsvollstrecker einsetzen sollten.
Rechtzeitig einreichen
Reichen Sie Ihren Rentenantrag spätestens drei Monate vor Rentenbeginn ein, damit Ihre erste Rente pünktlich überwiesen wird.
Immobilien sind gefragt
Immobilien als Altersvorsorge stehen in Deutschland indes hoch im Kurs. Fast jeder dritte Berufstätige, der seine Altersvorsorge noch erweitern will, plant laut Postbank-Studie den Bau oder Kauf eines Eigenheims. Zum Shooting-Star sind dabei Wohnungen oder Häuser zur Vermietung geworden: 14 Prozent der Berufstätigen wollen künftig in Mietimmobilien investieren, um ihre Altersvorsorge auszubauen. Damit hat sich das Interesse an dieser Form der Altersversorgung gegenüber 2011 verdoppelt.
Bedeutung von Erbschaften wächst, Riester-Ansehen sinkt
Für mehr als jeden vierten Berufstätigen spielen nach eigenen Angaben bereits erhaltene oder anstehende Erbschaften „eine wichtige Rolle bei der Planung der eigenen privaten Altersvorsorge“. Denn geerbt wird in Deutschland in den kommenden Jahren reichlich: Rund ein Drittel der Berufstätigen in Deutschland hat bereits einmal geerbt und ein weiteres Viertel kann dies künftig erwarten.
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Alle Kommentare lesen08.10.2012, 16:19 UhrAnonymer Benutzer:Nachtwaechter
Viele Deutsche begraben nicht ihre Altersvorsorge, sondern leben sie. Der Staat selbst untergräbt die Altersvorsorge von Normalverdienern, wenn diese mit der Grundsicherung verrechnet wird. Deshalb werden alle, die nicht vorgesorgt haben und Grundsicherung erhalten sich nicht schlechter stehen als Normalverdiener, die ein Arbeitsleben lang für die Altersvorsorge gespart haben, anstatt es zu verleben. Wer ist da wohl der Dumme?
08.10.2012, 12:51 UhrAnonymer Benutzer:DIDI
Ich soll mein Geld einer Versicherung geben, dass die damit Staatsanleihen kauft ? Da gebe ich das Geld lieber sofort aus.
Vor 12 Jahren mit dem Cabrio Benzin verblasen für ca 1,70 D M pro liter das war gut angelegtes Geld.
04.10.2012, 18:49 UhrAnonymer Benutzer:Klaus
Warum auch?
Bei der derzeitigen Zinssituation, der Teuerungsrate kann mein keine vernünftige Altersvorsorge betreiben. Um 100 € im Alter im Monat zu haben, muss man heute über 100 € mtl ansparen.
Wer kann sich das leisten?
Bestimmt nicht die Geringverdiener und die Normalverdiener mit Familie.
Die ganzen Vorschläge von Frau v.d.L. und die Gegenvorschläge der jungen Politiker sind, mit Verlaub gesagt, was für den Ar...