Private Krankenversicherung: Wer jetzt noch in den Basistarif wechseln sollte

Private Krankenversicherung: Wer jetzt noch in den Basistarif wechseln sollte

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Eine Patientin beim Arzt. Für viele Versicherte letzte Chance zum Wechsel in den Basistarif

Wer lange privat krankenversichert ist, kann bis zum 30. Juni in den neuen Basistarif wechseln. Für wen sich das lohnt, wer besser bei seinem Versicherer bleibt.

Schon der Begriff klingt nicht gerade nach Top-Leistungen: Der „Basistarif“, den die privaten Krankenversicherungen (PKV) seit Januar anbieten müssen, sichert nur die Grundversorgung. Die Assekuranzen mühen sich redlich, den neuen Tarif schlechtzureden: hoher Beitrag, miese Leistung, so ihre Botschaft. Viele Versicherte denken also erst gar nicht über einen Wechsel nach.

Doch kurz innehalten sollten sie schon, die Chance ist einmalig. Langjährig privat Versicherte, die bis zum 30. Juni kündigen, dürfen über ihn noch begünstigt zu anderen Unternehmen gehen. Und in einigen speziellen Fällen kann auch ein Wechsel in den Basistarif des eigenen Versicherers sinnvoll sein. Die wichtigsten Fragen und Antworten zum neuen Tarif:

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Was ist der Basistarif?

Er bietet in etwa die Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) und darf auch höchstens so viel kosten, nämlich rund 570 Euro im Monat (ab Juli rund 550). Sind Sie bereits privat Versicherter, kann sich Ihre Prämie nach einem Wechsel durch die Anrechnung der beim alten Versicherer angesammelten Alterungsrückstellungen reduzieren. Das gilt sowohl, wenn Sie in den Basistarif beim eigenen Versicherer, als auch, wenn Sie zu einem Wettbewerber wechseln.

Erfragen Sie den Übertragungswert! Den Rest der Rückstellung dürfen Sie beim Altversicherer in Zusatzpolicen umwandeln.

Nach dem 30. Juni ist der Basistarif bis auf wenige Ausnahmen nur noch für jene Altkunden offen, die 55 Jahre und älter sind, sie müssen aber bei ihrem Versicherer bleiben. Neukunden, die sich seit dem 1. Januar 2009 privat versichert haben, freiwillig gesetzlich Versicherte und Menschen ohne Versicherungsschutz, die früher einmal privat versichert waren, können auch nach dem 30. Juni noch die Basistarife der Versicherer abschließen. Beitragsfreie Mitversicherung von Angehörigen, so wie in der GKV, gibt es nicht.

Für wen lohnt sich der Wechsel in den Basistarif?

Mit dem Wechsel ändert sich nicht nur Ihre Prämie, sondern meist sinkt auch die Leistung. Selbst wenn Sie als Krankenvollversicherter Ihre Prämie nicht mehr aufbringen können, sollten Sie zunächst mit Ihrem Versicherer andere Tarifmöglichkeiten ausloten. Soll es doch der Basistarif werden, wäre es immer erste Wahl, im Unternehmen zu bleiben, denn so bleibt das Alterspolster komplett erhalten.

Wollen Sie auf jeden Fall wechseln, kommen Sie, ohne das Alterspolster komplett zu verlieren, nur über den Umweg des Basistarifs in eine neue Gesellschaft. Ihren Wunschtarif können Sie erst nach 18 Monaten wählen. „Ein Versicherter, der in einem anderen Unternehmen eine wesentlich günstigere Prämie zahlen müsste und der den Zwischenaufenthalt im Basistarif nicht fürchtet, für den könnte sich der Wechsel auch lohnen“, sagt der PKV-Sachverständige Peter Schramm. „Er sollte sich aber von einem Experten exakt durchrechnen lassen, wie viel Rückstellungen er mitnehmen kann und wann sich das Ganze amortisiert.“

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