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Private Vorsorge: Welche Pflegeversicherung ist die Richtige für Sie?

von Anke Henrich

Wer sich nicht auf Regierungsentscheidungen zur Pflegeversicherung verlassen will, der ist mit einer privaten Pflegevorsorge gut bedient. Wer sie früh genug startet, zahlt nur kleine Beiträge.

Ein älterer Patient steht vor Quelle: dpa/dpaweb
Ein älterer Patient steht vor einer Übersicht verschiedener Ärzte Quelle: dpa/dpaweb

Zwei Varianten bieten die privaten Krankenversicherungen für Jedermann an, eine stammt von den Lebensversicherungs- konzernen. Sie alle haben wesentliche Vor- und Nachteile. Jeder Kunde muss sich vorher klarmachen, welche individuellen Ansprüche er hat. Beispielsweise ob er frei über die spätere, monatliche Auszahlung verfügen will oder Einschränkungen wie die Verknüpfung mit dem Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen akzeptieren will.

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Eine sorgfältige Entscheidung ist auch deshalb angeraten, weil die Policen oft über Jahrzehnte laufen und eine vorzeitige Kündigung in den meisten Fällen den Verlust des Kapitals bedeutet. Die Policen funktionieren nach dem selben Prinzip wie eine Haftpflichtversicherung: Werden Sie krank, hat die Assekuranz den Schaden, steigen Sie aus, hat die Assekuranz Ihr Geld.

Wer sie abschließt, sollte sich also einigermaßen sicher sein, sie auch über Jahrzehnte bedienen zu können. Nur bei der Kündigung der Rentenvariante bekommt der Kunde zumindest einen kleinen Teil seiner Beiträge zurückerstattet. Lassen Sie sich zudem nicht von günstigen Einstiegsbeiträgen blenden - die können ohnehin schnell erhöht werden.

Zur Wahl stehen:

1. Pflegetagegeldversicherungen,

2. Pflegekostenversicherung und

3. Pflegerentenversicherung.

Die Pflegetagegeldversicherung

Sie funktioniert wie eine Krankentagegeldpolice und wird wie diese von den privaten Krankenversicherungen angeboten. Der Versicherte bekommt den im Vertrag festgesetzten Tagessatz pro nachgewiesenem Pflegetag. Die Höhe der Auszahlung richtet sich nach dem Beitrag, den man zuvor zu zahlen bereit war.

Der große Vorteil: Der Pflegepatient kann mit diesem Geld machen, was er will. Also selbst entscheiden, ob er damit stationäre Pflege, einen häuslichen Pflegedienst, nachbarschaftliche oder familiäre Pflege entlohnen will.

In den Vertragsdetails unterscheiden sich die Anbieter: Nicht alle zahlen bei stationärer und häuslicher Pflege gleich viel. Am Kleingedruckten und an der Prämienhöhe entscheidet sich auch, ob die Leistungen im Laufe der Einzahlphase noch erhöht werden können oder ob der Kunde keine weiteren Beiträge mehr überweisen muss, wenn der Pflegefall eingetreten ist.

3 KommentareAlle Kommentare lesen
  • 12.08.2011, 15:40 UhrAnonymer Benutzer: glubsch

    Man kann alles verteufeln.
    Eine Pflegerente hat seine Vorteile, keine Frage.
    beitragsstabilität, beitragsbefreiung ab Pflegestufe i.
    bei einer Pflegetagegeldversicherung geht in aller Regel die beitragszahlung weiter - und beiträge können dort jährlich erhöht werden (siehe Krankenversicherung allgemein)

  • 12.08.2011, 15:16 UhrAnonymer Benutzer: Klaus peter

    Leider ist im bereich der Pflegeabsicherung ein Rente völlig falsch, da die Rechnung nur für die Versicherung aufgeht, siehe Rententarife z. Zt. Ohne Pflege, schaffen es sehr viele Versicherer nicht mal den Garantiewert. Schöne Grüße Klaus Peter

  • 12.08.2011, 12:50 UhrAnonymer Benutzer: fatman

    Der bericht ist inhaltlich leider mal wieder nicht ganz korrekt, wie so oft!

    Fakt ist, dass man nicht pauschal von einer Pflegerente abraten sollte, denn bei diesem Produkt ist eine fortlaufende beitragsstabilität gegeben.
    Dazu kommt noch, dass die guten Anbieter sich nicht nach der Einstufung der GKV richten sondern einen eigenen Punktekatalog haben. Egal für welche Variante sich entschieden wird, wichtig ist, dass dieses Thema aktuell viel zu wenig beachtet wird. Es können enorme Kosten im FAlle der Pflegebedürftigkeit entstehen und Kinder haften dann auch für ihre Eltern!!!!!

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