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Rente: Hinzuverdienst für Rentner

Rente: "Ein fataler Fehler"

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Hinzuverdienst für Rentner

Ist der Hund über die Privat-Haftpflicht mitversichert? - Nein!

In der Privat-Haftpflichtversicherung sind zwar Schäden von einigen Haustieren mitversichert. Würde die Katze zum Beispiel einem Besucher die Hand oder den Arm zerkratzen, würde sie berechtigte Ansprüche wie Arztkosten oder Schmerzensgeld übernehmen. Für Hunde aber ist eine eigene Tierhalter-Haftpflichtversicherung notwendig.

Der Halter muss sogar dann für seinen Hund haften, wenn er an dem Vorfall keine Schuld trifft - das nennt sich unter Juristen „Gefährdungshaftung“. Bestenfalls wird ein Mitverschulden des Geschädigten zu Gunsten des Hundebesitzers berücksichtigt - meist aber erst nach einem langen und teuren Gerichtsverfahren.

Ein anderes Missverständnis: Freunde oder Nachbarn, die mal auf einen Hund aufpassen, glauben mitunter, nur der Hundehalter könne haftbar gemacht werden. Richtig ist: Der Gesetzgeber hat im Paragraphen 834 des Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB) eine spezielle Haftung des Tieraufsehers geschaffen. Anders als der Hundebesitzer kann der Hunde-Aufseher sich allerdings der Haftung entledigen, wenn er seine Unschuld nachweist. Immerhin ist das private Hüten fremder Hunde bei vielen Privat-Haftpflichtversicherungen mitversichert.

Die Texte basieren auf Informationen aus einer Artikelserie, die die Gothaer Versicherung veröffentlicht hat. Autor der Serie ist der Versicherungsjournalist Andreas Kunze.

Bild: dpa

Was halten sie von der Kombirente, also den neuen Hinzuverdienstgrenzen für Rentner?

Das ist absurd und bizarr. Hinzuverdienstgrenzen gelten nicht für den regulären Rentner. Laut Medienberichten gibt es aber für jene, die vorgezogen in den Ruhestand gehen, eine Grenze von 400 Euro beim Hinzuverdienst. Das will man beheben, obwohl das längst behoben wurde. Die Regierung hat 1992 neue Hinzuverdienstgrenzen gesetzt und die Grenzen abhängig davon festgelegt, zu welchem Teil man in Rente geht. Wichtig ist nur, dass der Teilzeitrentner mit dem Geld aus seinem Nebenjob insgesamt nicht über 100 Prozent seines Vollzeit-Nettoeinkommens kommt. Wer in die Teilzeitrente geht und noch Erwerbseinkommen hat, sollte nicht mehr Einkommen haben, als bei Vollzeitarbeit. Jetzt sieht der Gesetzentwurf aber vor, die Bruttoeinkünfte als Maßstab zu nehmen.

Wie wirkt sich das aus?

Durch die Höhe der tatsächlichen Rentenbesteuerung und die Steuerprogression würde das dazu führen, dass der Teilzeitrentner letztlich netto mehr verdient, als sein gleichaltriger Kollege mit einem vollen Arbeitsplatz. Wozu soll das gut sein?

Also nur ein Anreiz, sich früher aus dem Erwerbleben zurückzuziehen?

Genau. Ich dachte, wir wollten genau das Gegenteil. Die Älteren sollten länger voll im Erwerbleben stehen.

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Was glauben Sie, wie es dem deutschen Rentner in 20 Jahren im Vergleich zu heute gehen wird?

Der Standardrentner heute ist der reichste Rentner, den wir jemals hatten – und zwar gemessen an seiner realen Kaufkraft. Das gilt allerdings auch für den heutigen Erwerbstätigen. Die Rentner der Zukunft werden in 20 bis 30 Jahren nochmals mehr Kaufkraft haben als heute, sie werden noch reicher sein. Aber: Ihr Abstand zur realen Kaufkraft der Erwerbstätigen wird größer sein. Im Kern heißt das, das Rentenniveau der Zukunft ist niedriger. Für jemanden, der nur auf die gesetzliche Rente setzt, werden die realen Lebensumstände wahrscheinlich schlechter sein als bei den Erwerbstätigen. Verglichen mit dem Rentner von heute wird man sich auch ohne private oder betriebliche Vorsorge reich fühlen, verglichen mit dem Erwerbstätigen von 2030 aber eher arm.

Wie groß ist denn heute der Abstand?

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Wir haben heute ein Bruttorentenniveau von knapp 50 Prozent. Das waren mal 57 Prozent. Langfristig werden wir bei zirka 40 Prozent ankommen.

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10 KommentareAlle Kommentare lesen
  • 11.11.2012, 12:32 Uhrg.joerg

    Ich würde Ihnen alles unterschreiben, denn so kann ich diesen Staat nicht mehr als Bürger tolerieren. In einer Zeit der Korruption, und "macht- und geldgeilen Parteien, frage ich mich allen ernstes, was man hier noch soll.

    Riester hiflt nur Versicherern, das Volk geht langsam zu Grunde, aber keinen Mensch von der Regierung interressiert das. Merkel ist machtversessen und der Rest der Truppe nur Marionetten in einem üblen Schauspiel.

    Und Korruption läßt grüßen.

  • 09.07.2012, 10:44 UhrExperte

    Aber vielleicht glaubt er ja wirklich an das was er hier von sich gibt. Wenn das der Fall sein sollte, kann er einem nur leid tun und sollte seinen Job wechseln!

  • 09.07.2012, 08:34 UhrExperte

    Ich glaube, dass der liebe Raffelhüschen mal aufwachen sollte!! Und ein Rentenexperte ist er sicherlich nicht. Wer ihm vertraut, kann mir einfach nur leid tun.

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