Rentenzuwachs: Fünf Prozent Rentenplus sind fatal

KommentarRentenzuwachs: Fünf Prozent Rentenplus sind fatal

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Zwei ältere Damen und ein Herr sitzen mit einem Sonnenschirm auf einer Bank.

von Christian Ramthun

Der kräftige Anstieg bei den Altersbezügen mag sachlich korrekt sein, ist aber gefährlich für unser Land.

Die über 20 Millionen Rentner sollen im kommenden Jahr 4,4 Prozent (im Westen) beziehungsweise 5,0 Prozent (Osten) mehr ausbezahlt bekommen. Über solche Zahlen aus der Rentenversicherung berichtet die Frankfurter Rundschau in ihrer heutigen Ausgabe. Offiziell sind die Zahlen noch nicht, doch die Größenordnung dürfte passen - und sie macht Angst. Denn wenn es stimmt, dass wir ein großes Demographie-Problem haben und immer weniger Berufstätige für immer mehr Rentner (und Pensionäre) arbeiten müssen, dann sind vier oder fünf Prozent Rentenzuwachs eine bedrohliche Größenordnung.

Natürlich berechnet niemand willkürlich den Rentenzuwachs, alles geht streng nach Vorschrift. Dann aber muss man die Vorschrift hinterfragen und gerade bei derart hohen Zuwachsrate einen dämpfenden Effekt in die Rentenberechnungsformel einpflegen.

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Den Rentnern würde es auch bei einem Plus von zwei bis drei Prozent besser gehen, zumal die Inflationsrate fast bei null Prozent herumdümpelt. Weniger schmerzhaft als jetzt ließe sich die Rentenlast nimmer mehr reduzieren. Und sich auf die vorangegangenen Lohnsteigerungen zu berufen als Begründung für den kräftigen Rentenzuwachs ist ebenfalls zweifelhaft, da derart hohe Tariflohnsteigerungen auch für die Unternehmen schon eine beträchtliche Belastung darstellen. Der Rentenzuwachs ist hier eine abgeleitete Belastungsgröße.

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Verschlimmernd hinzu kommt, dass nun die Mütterrenten – dank Koalitionsvereinbarung – noch viel kräftiger steigen. Das alles muss ja an anderer Stelle entnommen, sprich: von anderen bezahlt werden, da wir in unserem Sozialstaat keine Rücklagen gebildet haben, sondern von der Hand in den Mund leben. Unser Sozialstaat gönnt den Rentnern so viel, dass die Rentenversicherungsbeiträge der arbeitenden Bevölkerung längst nicht ausreichen und der Bund mit mehr als 80 Milliarden Euro an zusätzlichen Steuergeldern einspringen muss.

Deshalb machen die vier bis fünf Prozent Rentenerhöhung Angst. Das hat nichts mit dem Totschlagargument zu tun, man wolle den armen alten Leuten nur nichts gönnen. Es geht vielmehr darum, dass wir uns unseren Sozialstaat und unsere gesetzliche Alterssicherung nachhaltig leisten können sollten.

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