Rohstoffradar: Rohstoffmärkte im Panikmodus

Rohstoffradar: Rohstoffmärkte im Panikmodus

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Grafik - Rohstoffradar: Volatilitäten im Zeitraum 01.05.2010 - 29.04.2011 (Klicken Sie auf die Grafik für eine erweiterte Auswahl)

von Andreas Toller

Der Preis für Silber rauscht in die Tiefe, auch Gold- und Ölpreis kommen unter die Räder. Die Ausschläge an den Rohstoffmärkten sind heftig, aber auch heilsam.

Die Talfahrt des Silberpreises verlief nahezu ungebremst. Silber verlor erneut und notierte zum Handelsschluss am Donnerstag unter 35 Dollar je Feinunze. Damit hat das Edelmetall innerhalb nur einer Woche mehr als ein Viertel seines Wertes eingebüßt. Die CME Group, der Betreiber der New Yorker Warenterminbörse COMEX, hatte zum wiederholten Male in nur wenigen Tagen eine Anhebung der so genannten Margin für Silber-Kontrakte angekündigt, einer pauschalen Sicherheitsleistung auf Terminkontrakte. Je höher der Silberpreis steigt, umso größer ist auch der Hebel der Terminkontrakte, wenn die Sicherheitsleistung nicht entsprechend angehoben wird, da Spekulanten dann mit relativ geringem Einsatz große Mengen Silber handeln können.

Extrem-Spekulanten verlassen Silbermarkt

Der Kurssturz sorgt dafür, dass extreme Spekulationen gemindert werden und der Markt Übertreibungen wieder abbaut. Nachdem der Silberpreis im März bereits um 20 Prozent und im April um 30 Prozent zugelegt hatte, war dieser Schritt ohnehin zu erwarten. „Dass der Markt auf die Ankündigung der Margin-Erhöhung so drastisch reagierte, ist für mich ein klares Zeichen, dass der Anstieg des Silberpreises auf knapp 50 Dollar eine starke spekulative Übertreibung gewesen war“, meint Eugen Weinberg, Rohstoffexperte bei der Commerzbank. „Die Margenerhöhung mag die Preiskorrektur ausgelöst haben. Der Grund dafür war allerdings, dass nicht die physische Nachfrage, sondern die Hebelgeschäfte der Anleger den Preis in die Höhe trieben.“

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Ein ähnliches Korrekturmuster habe es auf dem Silbermarkt schon einmal 2007 und 2008 gegeben, als auf die Übertreibungen im Wirtschaftsboom die schmerzliche Korrektur und eine Marktbereinigung in der Finanzkrise folgten.

Korrekturen erhöhen Volatilität

Weinberg sieht bei Silber wie bei allen Rohstoffen dennoch keine grundsätzliche Änderung des langfristigen Trends: Die Wirtschaft brummt und verlangt nach Rohstoffen. Die Nachfrageseite sorgt in der Tendenz für anziehende Rohstoffpreise. Die kurzfristigen Preisschwankungen bleiben jedoch hoch.

Das zeigt auch der aktuelle Rohstoffradar der Commerzbank, der diese Volatilität als durchschnittliche prozentuale Abweichung vom Mittelwert der vergangnen zwölf Monate misst. In der Mehrheit sind die Schwankungsbreiten der erfassten Rohstoffpreise aus den Bereichen Energie, Edelmetalle, Industriemetalle und Landwirtschaftsprodukten leicht gesunken – was einer zunehmenden Preisstabilität entspricht. Die neuen heftigen Preisausschläge in der ersten Maiwoche dürften die Volatilität erneut in die Höhe treiben.

Gold korrigiert trotz hoher Nachfrage

Der Kurssturz sorgt dafür, dass extreme Spekulationen gemindert werden und der Markt Übertreibungen wieder abbaut. Nachdem der Silberpreis im März bereits um 20 Prozent und im April um 30 Prozent zugelegt hatte, war dieser Schritt ohnehin zu erwarten. "Dass der Markt auf die Ankündigung der Margin-Erhöhung so drastisch reagierte, ist für mich ein klares Zeichen, dass der durch Spekulation hochgetriebene Silberpreis von knapp 50 Dollar stark übertrieben", meint Eugen Weinberg, Rohstoffexperte bei der Commerzbank. "Offenbar waren viele Silberspekulanten mit allzu extremen Hebelgeschäften unterwegs."

Ein ähnliches Korrekturmuster habe es auf dem Silbermarkt schon einmal 2007 und 2008 gegeben, als auf die Übertreibungen im Wirtschaftsboom die schmerzliche Korrektur und eine Marktbereinigung in der Finanzkrise folgten.

Weinberg sieht bei Silber wie bei allen Rohstoffen dennoch keine grundsätzliche Änderung des langfristigen Trends: Die Wirtschaft brummt und verlangt nach Rohstoffen. Die Nachfrageseite sorgt in der Tendenz für anziehende Rohstoffpreise. Die kurzfristigen Preisschwankungen bleiben jedoch hoch.

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