Sammlerstücke: Beste Stimmung am Markt für historische Aktien

Sammlerstücke: Beste Stimmung am Markt für historische Aktien

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Obligation der niederländischen Ostindien-Kompanie über 12.000 Gulden von 1651

von Ulrich W. Hanke

Die Verenigde Ooost-Indische Compagnie, kurz V. O. C. oder zu deutsch niederländische Ostindien-Kompanie, gilt als Mutter aller Aktiengesellschaften, als erste AG der Welt. Umso stolzer ist Auktionator Matthias Schmitt, am 7. Mai eine Anleihe der Handelsflotte niederländischer Kaufmannskompanien von 1651 versteigern zu können.

Bei der 21. Auktion des Historischen Wertpapierhauses (HWPH) in Wiesbaden liegt der Ausruf für die begehrte Obligation bei 18.000 Euro. Den Zuschlag könnte jedoch ein Angebot weit darüber erhalten. Das Umfeld ist gut für historische Wertpapiere, also alte Aktien oder Anleihen in Papierform, die nur noch einen Sammlerwert besitzen. Deshalb heißen sie auch Nonvaleurs.

Die Stimmung an der Börse pusht den Preis

Die Auktion der HWPH aus dem bayerischen Zorneding ist eine der diesjährigen Jubiläumsauktionen für historische Wertpapiere. Das Auktionshaus feiert 2011 sein zehnjähriges Bestehen. Die Freunde Historischer Wertpapiere aus Wolfenbüttel veranstalten im Oktober in Frankfurt ihre 100. Auktion. Viel besser hätten es die beiden Auktionshäuser mit ihren Jubiläen nicht treffen können: Derzeit zahlen Sammler Rekordpreise für seltene Papiere. „Viele Sammler wollen ihr Geld in Sachwerte stecken und geben es lieber jetzt aus, als später dafür vielleicht nichts mehr zu bekommen“, sagt Schmitt. Zu groß sei die Furcht vor Inflation und weiteren Wirtschaftskrisen. Dabei trägt auch die bessere Börsenstimmung und Konjunktur dazu bei, dass sich Schmitt über viele Vorgebote zur Auktion freut. Die Rallye am Markt für alte Aktien geht weiter. Die Käufer stammen oft aus der Finanzszene.

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Bergwerksanleihe mit Unterschrift von Goethe

Weiteres Highlight der Auktion in Wiesbaden ist eine Aktie des Ludwig-Donau-Main-Canals aus dem Jahr 1836. Das Papier trägt die Original-Signatur von Carl Meyer Freiherr von Rothschild. Der zwischen 1836 und 1846 erbaute Kanal war der Vorläufer des Rhein-Main-Donau-Kanals. „Das Alter, die Signatur sowie die Bedeutung des Vorhabens machen diese Aktie zu einem der wichtigsten deutschen historischen Wertpapiere“, sagt Auktionator Schmitt. Der Ausruf liegt bei 25.000 Euro. Ebenso musealen Rang hat ein Kux, ein Anteilsschein am Ilmenauer Kupfer- und Silberbergwerk. Der 1784 emittierte Schein trägt die Original-Signatur von Johann Wolfgang von Goethe, der seinerzeit Mitglied in der Bergwerkskommission war. Ausruf: 15.000 Euro. Unsere Bildergalerie zeigt die größten Schätze unter den 700 angebotenen Papieren in Wiesbaden. Weitere Auktionen gibt es in diesem Monat noch in London und Berlin.

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