Doug Forsyth, Manager des Fonds Allianz US High Yield, erläutert in einem Gastbeitrag, warum er die Risiken von...
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28 KommentareSelbst Deutschland hat unbeherschbare Schulden,die wir nie zurückzahlen können.Was das heißt ist ja klar.
aber ohne Schulden geht es heutzutage auch nicht, auch wenn Deutschland Schulden hat, werden trotzdem Millionen verschwendet
Der Artikel spielt wieder mit der Angst vor inflation und Anhebung der Zinsen. Hier habe ich mal zwei gewichtige Gegenargumente: Die hochverschuldeten Staaten sind nicht an höheren Zinsen interessiert. Sie werden deswegen -allen voran die USA- den ball flach halten und die Zinsen auf niedrigen Niveau lassen. Zweitens: Das viele Geld, das momentan gedruckt wird, kommt nicht in Umlauf, sondern wird aus Angst vor wirtschaftlicher Unsicherheit gespart. Damit fehlt der entscheidende Treiber für die inflation. Man beachte auch die Zunahme der Sparquote in den einzelnen Ländern! Und pleite gehen können die wenigsten Staaten: Sie können immer noch die Vermögen ihrer bürger enteignen. Aber solange man die Altschulden durch Aufnahme von Neuschulden zurück zahlen kann, ist das nicht nötig.
Aus Millionen werden Milliarden, aus Milliarden werden billionen und aus billionen wird 1923...
Es informiere sich jeder über den an diesem Thema interessierten im internet die Ausführungen von Prof. Senf, wie Geld entsteht und wieder vergeht. Geld ist in diesem Sinne meiner Meinung nach nur noch eine Luftnummer, eine aufgeblasener Luftballung mit viel viel Luft drin, aber eben nur Luft, die sich verflüchtigt und nichts bleibt übrig bis zur nächsten Luftblase; so wird meschliche Arbeitskraft ausgenutzt und vernichtet, eben die moderne Art der Leibeigen-schaft
inflation ist in der Eurozone m.E. direkt nicht möglich - anders als die FED oder die boE darf die EZb nicht direkt Staatsanleihen aufkaufen (steht so im EU-Vertrag). Lediglich für befristete Transaktionen dürfen banken Staatsanleihen hinterlegen - auch dies könnte mittels einer Höchstquote reguliert werden.
Und wenn Griechenland pleite geht, dann geht es eben pleite. Darauf folgen für gewöhnlich Umschuldungen mit iWF-Hilfe und der griechische Staat muss dann wohl oder übel die Energie- und Konsumsteuern erhöhen, damit er die Erträge der ausufernden Schattenwirtschaft abschöpft.
Mag sein, dass der Euro dann abstürzt - aber unserer Exportwirtschaft dürfte das in jedem Fall helfen. Einzig problematisch dürfte für Deutschland werden, dass Staat und Unternehmen womöglich ihre Anleihen nicht mehr vollständig platzieren könnten. Aber wenn der Staat die indirekten Steuern massiv anhebt, und Subventionen kürzt, um seinen Haushalt zu sanieren, dürfte das den Anleihemarkt zumindest entspannen.
Fazit: Es wird ungemütlicher werden, aber das inflationsgespenst kommt m.E. nicht so einfach über uns...
@AJ: Du übersiehst, dass die Regierungen/Notenbanken zwar künstlich die kurzfristigen Zinsen niedrig halten können, aber nicht auf lange Zeit die langfristigen. Es ist richtig, das „gedruckte“ Geld fließt momentan nicht in den Konsum aber es ist deswegen ja nicht verschwunden. Zurzeit wird im ganz großen Stil kurzfristiges billiges Geld langfristig angelegt und hält somit die Langläufer auf niedrigem Renditeniveau. Das bringt den Finanzinstituten hohe Renditen, das ist auch gewünscht um die Eigenkapitalquote zu stärken. Und das Kapital fließt in die Aktien- und Rohstoffmärkte und verursacht zunächst eine Asset-inflation. Die größte blase ist der bondmarkt. Sollten die kurzfristigen Zinsen wirklich mal steigen, oder die ersten Schlauen im großen Stil Kasse machen, weil sie die Gefahr erkennen, dann wollen alle gleichzeitig durch das Nadelöhr aus dem Markt. Die katastrophalen Folgen für Anleger und Staatshaushalte kann sich jeder ausmalen.
Es ist eine illusion zu glauben, dass man eine Kreditkrise mit Hyperverschuldung der privaten und öffentlichen Haushalte (und nichts anders war es, verursacht durch die Niedrigzinspolitik der FED) einfach so durch das Drucken von Geld auflösen kann. Einer zahlt immer die Zeche. Geht es gerecht zu, dann gehen die Unsoliden eben pleite. ich fürchte jedoch, dass die Rechnung letztlich doch von den Soliden beglichen wird. Und das sind die Sparer. Und was hilft? Eigentlich nur Gold, wie in den letzten zweitausend Jahren bei jeder großen Krise.
@ben: ich wollte dem Wiwo-Szenario nur 2 Gegenargumente bieten. Momentan weiß niemand so recht, wie die Entwicklung weiter gehen wird. Persönlich bin ich auch der Meinung, daß unsere Leitwährungen immer schwächer werden. $ und Euro liefern sich da momentan ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Deswegen sollte jeder Anleger etwas Gold in seinem Portfolio haben. Wieviel Gold er tatsächlich hält spiegelt den Grad an Pessimismus des Anlegers wieder. ich glaube, daß die Staaten die stetig wachsende Verschuldung noch über viele Jahre weiter treiben können. Solange die Wirtschaft am boden liegt und es noch Überkapazitäten gibt, muss es nicht zwingend zu einer starken inflation kommen.
Korrekt. Die Kapazitätsauslastung ist ein sehr wichtiger Faktor. Daneben dürfte eine vermutlich weiter schwache bis negative Reallohnentwicklung über höhere Steuern und Abgaben sowie die sehr hohen Arbeitslosenzahlen in vielen Ländern (Schattenberechnungen sprechen etwa in den USA von einer tatsächlichen Rate um 18% etwa) den Preisüberwälzungsspielraum einengen. Allerdings können die Unternehmen nicht ewig Überkapazitäten vorhalten. Denn die Kapitalkosten, die auch 2010 viele wie schon 2009 nicht verdienen werden, gehen irgendwann an die Substanz. Jeder betriebswirt muss dann diese Kosten senken, um Preisspielraum nach oben zu haben. Das geht nur über Kapazitätsabbau. Gold sollte als Versicherung verstanden werden. Eine Hausratversicherung brauchen auch nur die wenigsten. im Fall der Fälle wird es dann aber schlagartig sehr teuer. Auch ohne überbordenden Pessimismus sollten ein paar Münzen im Tresor liegen. Sollte sich der Goldpreis, sagen wir halbieren in den kommenden Jahren, wäre gar nicht schlimm. Dann müssten sich auf der anderen Seite Finanzmärkte, bankbilanzen und Staatsfinanzen stabilisiert oder gar verbessert haben und alle anderen Anlagen sähen wohl prima aus.
Doug Forsyth, Manager des Fonds Allianz US High Yield, erläutert in einem Gastbeitrag, warum er die Risiken von...
Kommentare zu: Wie die Staatsschulden Ihr Geld bedrohen
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