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Strom und Gas werden teurer: Die Inflation ist längst da!

von Thomas Schmitt und Christian Panster Quelle: Handelsblatt Online

Die Gasversorger erhöhen kräftig die Preise. Mehr als sieben Millionen Haushalte trifft dies in diesem Jahr. Und die nächste Erhöhungswelle bei Strom kommt erst noch. Die Angst der Deutschen vor der Inflation wächst.

Die steigenden Energiepreise sind schon ein Wahlkampfthema. Der Grünen-Bundesvorsitzende Cem Özdemir zeigte Ende August vor dem Bundeskanzleramt in Berlin dieses Plakat. Quelle: dpa
Die steigenden Energiepreise sind schon ein Wahlkampfthema. Der Grünen-Bundesvorsitzende Cem Özdemir zeigte Ende August vor dem Bundeskanzleramt in Berlin dieses Plakat. Quelle: dpa

Die Deutschen müssen sich nicht sorgen, heißt es oft. Zwar druckten die großen Notenbanken weltweit fleißig Geld. Die Gefahr, dass die Inflationsraten schon bald kräftig stiegen, sei aber begrenzt. So schallt es aus vielen volkswirtschaftlichen Abteilungen der Großbanken. Die Ökonomen begründen diese Vorhersage mit dem schwachen Wirtschaftswachstum in den Industriestaaten. In Europa und den USA verhindere dies größere Preissteigerungen.

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Und tatsächlich: Die aktuellen Inflationsraten sehen geradezu harmlos aus: Um die zwei Prozent Teuerung sind zuletzt in Deutschland gemessen worden, für Gesamteuropa liegt der Wert nur ein wenig darüber. In der Vergangenheit hat es allerdings schon ganz andere Inflationsraten gegeben.

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Manche fürchten sich daher. Und immer öfter kommt ein mulmiges Gefühl auf: Irgendetwas scheint mit diesen offiziellen Daten nicht zu stimmen. Die Deutschen fühlen das. Es gibt wenige Dinge, die sie mehr fürchten als die Inflation, also die Entwertung ihres Ersparten. In der Vergangenheit mussten sie mehrfach erfahren, was es bedeutet, wenn die Preise sehr viel schneller steigen als das eigene Einkommen und die Vermögen. Kurzum: Die Deutschen haben ein feines Gespür für Preise.

Mancher vermutet gar eine Verschwörung der Bundesregierung - dass die Statistiker angehalten würden, die Inflationsraten künstlich niedrig zu halten. Und immer öfter fühlen sich solche Verschwörungstheoretiker bestätigt: Immerhin sind die Lebensmittelpreise oder Benzin zuletzt kräftig gestiegen – kräftiger, als es die Zwei-Prozent-Rate vermuten ließen.

Und der nächste Preishammer kommt, schließlich steht der Winter bald der Tür. Allein für Oktober und November haben 41 Grundversorger für Gas Preiserhöhungen angekündigt. Damit hätten bereits ein Viertel aller Grundversorger die Gaspreise erhöht, ergibt eine Auswertung der Energiepreisveränderungen durch das Vergleichsportal Check24.de.

2 KommentareAlle Kommentare lesen
  • 20.09.2012, 18:13 Uhraj1968

    Interessant: Die Gaspreise sind weltweit eher gefallen, bei uns werden sie erhöht. In Frankreich wird gerade diskutiert, daß Gaspreise per Gesetz maximal 2% pro Jahr steigen dürfen. Dort haben Erhöhungen von 6% -wie wir sie in Deutschland schon seit Jahren hinnehmen- dieses Jahr für Furore gesorgt.
    Und zum Thema Inflation: Unsere Familie hat in den letzten 12 Monaten 15% mehr für Lebensmittel, Drogerieartikel, Energie u.a. ausgegeben. Da wir seit vielen Jahren ein Haushaltsbuch führen kann ich die offiziellen Zahlen immer mit meinem persönlichen Warenkorb vergleichen. Dieses Jahr ist und wird heftig. Leider lassen sich in den monatlich verkündeten Teuerungsraten diese Sprünge nicht wiederfinden. Nur der Otto-Normalverbraucher merkt, das er jeden Monat früher seinen Dispo in Anspruch nehmen muss.

  • 20.09.2012, 13:33 Uhrwolfibaerli

    Wen wundert's: Wer durch grundlose Abschaltung von 8 AKW's eine riesige Grundlastlücke auftut, kurbelt die Strompreise an. Die Lüge vom "günstgigen Ökostrom" ändert daran nichts: Der zur sommerlichen Mittagszeit beobachtbare Ramsch-Strompreis in Leipzig ändert nichts daran, dass nachts im Winter Strom fehlt.

    Es gibt eine einfache Lösung: Weg mit dieser dämlichen "Energie(w)ende", zurück zum Röttgen-Plan von 2010: Die Energieumstellung unter Ausnutzung vorhandener Stromressourcen, insbesondere also Atomstrom, durchführen. Es war von Anbeginn klar, dass die "Energiewende", wie im Zuge der Fukushima-Hysterie beschlossen, eine Totgeburt war. Wir sollen für etwas zahlen, was erkennbar nicht funktionieren kann - die Regierung bewegt sich hart am Tatbestand der Täuschung!

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