US-Fonds: Gefahr für Europas Banken

US-Fonds: Gefahr für Europas Banken

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Engagement der US-Geldmarktfonds bei europäischen Banken

von Frank Doll

US-Geldmarktfonds sind eine wichtige Refinanzierungsquelle für europäische Banken. Sollte den Investoren das Risiko in Europa zu groß werden, drohen hohe Abflüsse - zum Schaden von Europas Banken.

Die Hälfte des Anlagevermögens von US-Geldmarktfonds steckt in kurzlaufenden Schuldverschreibungen europäischer Banken. Das ergab eine Analyse der Ratingagentur Fitch. Die Analysten haben die zehn größten US Prime Money Markets Funds unter die Lupe genommen. Die zehn Fonds verwalten zusammen 755 Milliarden Dollar, etwa 45 Prozent des gesamten Anlagevermögens der US-Geldmarktfonds.

Gefährliche Kettenreaktionen

Diese Fonds sind eine wichtige Dollar-Refinanzierungsquelle europäischer Banken. Wollten die Fonds mit Blick auf die Euro-Schuldenkrise ihr Risiko abbauen oder durch Anteilsrückgaben nervöser Anleger dazu gezwungen werden, würde das die Finanzierungsbedingungen europäischer Banken verschlechtern. Um Anteilsrückgaben vorzubeugen, spricht der US-Branchenverband ICI von Fehlinformationen bezüglich der tatsächlichen Risiken aus diesen Engagements.

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Die Erinnerung an 2008 ist noch frisch: Damals flossen binnen weniger Tage 400 Milliarden Dollar aus US-Geldmarktfonds ab. Dafür reichte schon die Schieflage nur eines US-Geldmarktfonds, der Teile seines Vermögens in Papiere von Lehman Brothers investiert hatte.

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