Vermögen: Sparen macht keinen Sinn mehr

KommentarVermögen: Sparen macht keinen Sinn mehr

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In Anbetracht der möglichen Entwertung des Geldes macht einfaches Sparen nur noch wenig Sinn.

von Franz W. Rother

Wohin mit dem Ersparten in unsicheren Zeiten? Die Deutschen trauen Banken und Politikern nicht mehr und investieren in Sachwerte.

Mehr Sport treiben und dabei das eine oder andere Pfund abnehmen; mehr Zeit finden für Familie und Freunde: Der Jahreswechsel ist die Zeit für gute Vorsätze – und für nüchterne Bilanzen. Was ist gut gelaufen, wo wurden die Erwartungen nicht erfüllt? Wo hätte man besser hingehört, wo besser genauer hingeschaut – oder wovon hätte man besser gleich die Finger gelassen? Vor Griechenland-Anleihen wurde ja frühzeitig gewarnt, der Glanz des Goldes stach ja lange genug ins Auge. Aber Riester und Festgeld waren nun wirklich nicht der Hit: Ordentlich Renditen macht bei der einen Anlage eine Lebenserwartung von unter 100 Jahren, bei der anderen ein Magerzins auf Höhe der Inflationsrate zunichte.

Höhere Inflation droht

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Wohin also mit den Mäusen? Verleihen an Politiker mit großen Ambitionen und klammer Kasse, mit großen Ansprüchen, aber nur geringem Gefühl für Anstand und Sitte? Lieber nicht. Denn für Privatkredite gibt es keine Sicherheiten, zumal die Halbwertzeit selbst von Bundespräsidenten rapide schrumpft.

Sparen, lange Zeit der Deutschen liebstes Hobby, macht aber auch keinen Sinn mehr. Zwar hat sich die zeitweise sehr hitzige Diskussion über die Zukunft des Euro und die Schuldenlast vieler Länder über die Feiertage ein wenig gelegt. Aber ein Staatsbankrott von Ländern der Euro-Zone ist trotz aller Rettungsschirme und Krisengipfel noch längst nicht aus der Welt. Griechenland drängt bereits auf neue Kredite der EU, auch Italien braucht schon bald frisches Geld, um alte Schulden bezahlen zu können.

Diskussionen über einen Schuldenschnitt werden vor dem Hintergrund schon bald neue Nahrung kriegen, und die Neigung findiger Staatenlenker wird darüber wachsen, historischen Vorbildern zu folgen und die überbordende Schuldenlast durch eine sogenannte „finanzielle Zügelung“ zu lindern: Mit „financial repression“ umschreiben Ökonomen Maßnahmen, die auf eine kalte Enteignung hinauslaufen. Banken könnten verstaatlicht oder, wie jetzt in Italien angedroht, zum Kauf von Staatsanleihen mit niedrigen Renditen gezwungen werden. Der Effekt wäre eine schleichende Entwertung des Geldes jenseits heutiger Inflationsraten.

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