Auf zehn Jahre betrachtet, vergrößert die Inflation die heutige Lücke von 1000 Euro wie folgt:
1.105 Euro bei einem Prozent Inflation
1.219 Euro bei zwei Prozent Inflation
1.344 Euro bei drei Prozent Inflation
1.480 Euro bei vier Prozent Inflation
1.629 Euro bei fünf Prozent Inflation

Guido: Ja, die Inflation nach Rentenbeginn wird oftmals unterschlagen, jedoch hört man für diesen Zeitabschnitt dann oftmals die Leute sagen: Ach wenn ich alt bin, brauch ich ja fast nichts mehr und vielleicht bin ich dann krank und kann nicht mehr alles essen und trinken geschweige denn verreisen. Andererseits, wenn man denn Leuten vorrechnen würde, wieviel Kapital zum Beginn des Rentenstandes zur Verfügung stehen müsste um wenigstens 70 % seines ehem. Netto-EK zu haben, bekämen viele einen Herzinfarkt - von dem ebenso drohenden Debakel Pflegefall mal ganz zu schweigen. Andererseits gehen die Leute immer mehr davon aus, dass es der Staat schon richten wird (man sehe die Altersarmut-Diskussion von Frau Ministerin von der Leyen, SPD und Gewerkschaft)... also bevor man rechtzeitig selbst was tut. Andererseits fehlt auch vielfach das Vertrauen in das staatl. Finanz- und Rechtssystem. Wer heute fleissig aufs Alter spart kann nicht sicher sein, ob man ihm das fleissig Angesparte in der Ruhestandszeit wieder wegnimmt z.B. durch erhöhte Steuern oder gar Vermögensabgaben um andere zu finanzieren, die in der Aktivzeit auf grossen Konsum-, Event- und Spassfüssen ihr Einkommen "verlebt" haben.

Nicht nur, dass die Lücke immer größer wird, auch nach Rentenbeginn geht das so weiter. Wer also seine kapitalisierte Lücke für den Rentenbeginn errechnet hat, wird einige Jahre später doch noch Probleme bekommen, weil die wenigsten (übrigens auch Berater/Verkäufer) die Inflation NACH Rentenbeginn berücksichtigen