Noch ernster wird es für Arbeitnehmer mit Mitte, Ende 30, die jetzt, 30 Jahre vor Renteneintritt, feststellen, dass ihnen nach heutigem Stand monatlich 1000 Euro im Geldbeutel fehlen würden. Bis es soweit ist, werden aus den 1000 Euro nämlich:
1.348 Euro bei einer Inflation von einem Prozent
1.811 Euro bei einer Inflation von zwei Prozent
2.427 Euro bei einer Inflation von drei Prozent
3.243 Euro bei einer Inflation von vier Prozent
4.322 Euro bei einer Inflation von fünf Prozent

Guido: Ja, die Inflation nach Rentenbeginn wird oftmals unterschlagen, jedoch hört man für diesen Zeitabschnitt dann oftmals die Leute sagen: Ach wenn ich alt bin, brauch ich ja fast nichts mehr und vielleicht bin ich dann krank und kann nicht mehr alles essen und trinken geschweige denn verreisen. Andererseits, wenn man denn Leuten vorrechnen würde, wieviel Kapital zum Beginn des Rentenstandes zur Verfügung stehen müsste um wenigstens 70 % seines ehem. Netto-EK zu haben, bekämen viele einen Herzinfarkt - von dem ebenso drohenden Debakel Pflegefall mal ganz zu schweigen. Andererseits gehen die Leute immer mehr davon aus, dass es der Staat schon richten wird (man sehe die Altersarmut-Diskussion von Frau Ministerin von der Leyen, SPD und Gewerkschaft)... also bevor man rechtzeitig selbst was tut. Andererseits fehlt auch vielfach das Vertrauen in das staatl. Finanz- und Rechtssystem. Wer heute fleissig aufs Alter spart kann nicht sicher sein, ob man ihm das fleissig Angesparte in der Ruhestandszeit wieder wegnimmt z.B. durch erhöhte Steuern oder gar Vermögensabgaben um andere zu finanzieren, die in der Aktivzeit auf grossen Konsum-, Event- und Spassfüssen ihr Einkommen "verlebt" haben.

Nicht nur, dass die Lücke immer größer wird, auch nach Rentenbeginn geht das so weiter. Wer also seine kapitalisierte Lücke für den Rentenbeginn errechnet hat, wird einige Jahre später doch noch Probleme bekommen, weil die wenigsten (übrigens auch Berater/Verkäufer) die Inflation NACH Rentenbeginn berücksichtigen