Vertragsabschlüsse sinken: DGB fordert Abkehr von Riester-Rente

Vertragsabschlüsse sinken: DGB fordert Abkehr von Riester-Rente

In Deutschland werden weniger Riester-Verträge abgeschlossen. Das Instrument schütze nicht vor Altersarmut, urteilt der DGB - und fordert eine grundsätzliche Überprüfung des Konzepts.

Angesicht der zuletzt gesunkenen Zahl von Riester- Verträgen fordert der Deutsche Gewerkschaftsbund eine Abkehr von der staatlich geförderten privaten Altersvorsorge. „Die Riester-Rente muss grundsätzlich auf den Prüfstand“, sagte DGB-Vorstandsmitglied Annelie Buntenbach der „Berliner Zeitung“ (Mittwoch).

Das Instrument helfe nicht gegen Altersarmut, denn drei Viertel der Geringverdiener könnten sich eine Riester-Rente gar nicht leisten. „Es wäre deshalb besser, die Steuer-Milliarden, die bislang in den Versicherungen versickern, zielgenau gegen Altersarmut einzusetzen und zudem die betriebliche Alterssicherung stärker zu fördern“, meinte Buntenbach.

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Die DGB-Funktionärin schlug vor, mit Hilfe höherer Rentenbeiträge eine Demografiereserve aufzubauen. Eine solche solidarische Vorsorge innerhalb der Rentenkasse sei der Privatvorsorge klar überlegen.

Die Zahl der staatlich geförderten Riester-Rentenverträge war im ersten Quartal erstmals seit dem Start 2001 zurückgegangen. Ende März gab es mit etwa 15,65 Millionen Verträgen rund 27 000 weniger als Ende 2012, wie aus jüngst veröffentlichten Zahlen des Bundesarbeitsministeriums hervorgeht. Die Riester-Rente wurde eingeführt, um Abstriche bei der gesetzlichen Rente auszugleichen.

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