Vorsorge: Projekt Sicherheit

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Versicherungen

von Niklas Hoyer

Wer Risiken klug absichern und sein Kapital mehren will, braucht passende Instrumente. Wie Sie die besten Versicherungen finden, optimal sparen und ein eigenes Depot aufbauen. Machen Sie Sicherheit zu Ihrem Projekt!

Mit ihren Eltern versteht sich Lisa Hube (Name geändert) blendend – eigentlich. Doch als die Berliner Jura-Studentin für 70 Euro im Monat eine Berufsunfähigkeitsversicherung abschließen will, setzt sie den Familienfrieden aufs Spiel. Ihre Eltern finden es „völlig unwahrscheinlich“, dass Huber berufsunfähig werden, wegen einer Krankheit ihren späteren Job nicht mehr ausüben könnte. „Die Versicherung ist rausgeschmissenes Geld“, meint ihre Mutter. Sie rät zu einer Rentenversicherung. Da seien die Beiträge wenigstens nicht verloren.

Die Studentin gibt nach. Ein Fehler: Rentenversicherungen bringen oft nur magere Renditen. Anleger, die eigenständig sparen, können mehr herausholen. Schutz gegen Berufsunfähigkeit sollte sich dagegen jeder so früh wie möglich sichern. „Viele bekommen sonst später wegen Vorerkrankungen gar keine Versicherung mehr“, sagt Versicherungsberater Karl Eberhardt aus Stuttgart.

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Falsche Prioritäten bei der Absicherung

Grafik: Lücke bei Berufsunfähigkeit

Grafik: Lücke bei Berufsunfähigkeit

Rund 55 Milliarden Euro geben die Deutschen jährlich allein für Schaden- und Unfallversicherungen aus. „Oft werden bei der Absicherung von Lebensrisiken aber falsche Prioritäten gesetzt“, weiß der Hamburger Versicherungsberater Rüdiger Falken. Fehler Nummer eins: Viele sichern sich gegen anschauliche, aber tragbare Risiken ab: Fahrrad und Reisegepäck sind versichert, eher abstrakte und viel teurere Risiken wie Berufsunfähigkeit dagegen nicht.

Zweiter Kardinalfehler: Das Sparen fürs Alter wird mit der Risikovorsorge vermengt. Anleger schließen Lebens- oder Rentenversicherungen mit Zusatzkomponenten ab, sodass die eigentlich zur Kapitalbildung dienenden Policen auch bei Unfällen einspringen. „Geldanlage und Versicherungsschutz sollten aber immer voneinander getrennt werden“, rät Florian Overbeck vom Bund der Versicherten, „nur dann können die einzelnen Bestandteile flexibel und passend ausgewählt werden.“

Erst Risiko-, dann Altersvorsorge

So bekommt ein 30-Jähriger eine Risikolebensversicherung, die im Todesfall 300.000 Euro an Angehörige auszahlt, schon für 20 Euro monatlich. Will er die gleiche Todesfallleistung in Kombination mit einer kapitalbildenden Lebensversicherung, bei der er zusätzlich noch fürs Alter spart, müsste er 600 Euro zahlen. Unser großer Vorsorge-Check hilft beides – Risiko- und Altersvorsorge – geschickt aufzubauen. Zuerst sollte jeder die großen Lebensrisiken absichern. Danach können Sparer sich Gedanken um ihre Altersvorsorge machen und in Eigenregie ein Depot aus Aktien, Anleihen und Gold aufbauen.

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