Weblog Finanzkrise: Aktien im Ausverkauf

Weblog Finanzkrise: Aktien im Ausverkauf

Mit dem jüngsten Kursrutsch an den weltweiten Börsen ist die Chance auf eine schnelle Jahresendrally verflogen. Dennoch, wer Cash und Nerven hat, kann sich in den nächsten Wochen auf die Lauer legen.

Was haben Warren Buffett und  Adolf Merckle gemeinsam? Nun, beide dürften derzeit nicht besonders glücklich über ihre Börsen-Engagements sein: Der Pharma-Mogul soll eine satte Milliarde bei fehlgeschlagenen Baisse-Spekulationen auf VW verbrannt haben. Warren Buffett hat – unter anderem – den Wert seiner Goldman Sachs-Aktien seit seinem Einstieg im Frühherbst halbiert

Was lernt der private Anleger daraus, der weder über Merckles Milliarden noch über Buffetts Börsenweisheit verfügt? – Vorsicht, Vorsicht, Vorsicht, dieses Mal könnte alles etwas anders werden.

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Was genau aber ist dieses Mal anders? Was unterscheidet den aktuellen Crash von den bisher bekannten Börsen-Katastrophen? Es sind vor allem zwei Entwicklungen: Die weltweite Verflechtung aller Transaktionen und die ungeheuere Dynamik der Kursbewegungen. Dabei ist es müßig, über Ursache und Wirkung zu streiten; beides läuft mittlerweile zusammen und verstärkt sich gegenseitig.

Der Markt muss sich selbst retten - und das ist schmerzhaft

Die Folgen sind heftig. Denn die Dynamik an den Märkten und das dahinter stehende Volumen ist mittlerweile so gigantisch, dass die Turbulenzen mit administrativen Maßnahmen nicht mehr geglättet werden können. Das ist auch der Grund, warum nicht nur alte Fahrensleute wie Buffett und Merckle weggespült werden, das lässt auch die riesigen Rettungsprogramme der Regierungen so kraftlos erscheinen.

Wenn die Rettung nicht von außen kommt, gibt es eigentlich nur eine Lösung: Der Markt muss sich selbst retten. Und so schmerzhaft das im Einzelfall sein mag, genau das tut die Börse zur Zeit: Wenn ein Weltkonzern wie Thyssen an der Börse nur noch sechs Milliarden Euro wert ist und allein das Eigenkapital weit höher liegt, ist absehbar, dass die Risiken kleiner werden. Bei anderen gefallenen Engeln ist das ähnlich: bei der Deutschen Bank, bei Siemens oder bei BASF. Es wird ein Niveau geben, bei dem die Aktionäre, die an Bord sind, einfach nicht mehr verkaufen; egal, welche Nachrichten auf sie einprasseln.

Wann dieser Wendepunkt erreicht ist, lässt sich weder genau sagen noch ist das für den langfristigen Anlageerfolg entscheidend. Die erste Baisse-Phase drückte den Dax von 6000 auf 4300 Punkte, das waren 28 Prozent. Wenn er jetzt nach seiner Zwischenspitze bei 5300 noch einmal 28 Prozent verliert, wären das über den Daumen gepeilt 3800. Auf diesem Niveau verläuft auch der ganz lange Aufwärtstrend der vergangenen Jahrzehnte. Nach dieser Einschätzung läge das Restrisiko noch bei rund zehn Prozent – und das, was derzeit an den Börsen stattfindet, wäre nichts anderes als die Ausverkaufsphase.

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