Wo Deutsche Versicherungen kaufen: Banker werden zu Maklern für Lebensversicherungen

Wo Deutsche Versicherungen kaufen: Banker werden zu Maklern für Lebensversicherungen

Der klassische Versicherungsmakler hat bei den Deutschen schlechte Karten - zumindest was die Lebensversicherung anbelangt. Die kaufen die Verbraucher nämlich am liebsten bei ihrer Hausbank.

Unabhängige Berater, Versicherungsmakler, die Familienversicherung? Wenn es um die Lebensversicherung geht, vertrauen die Deutschen offenbar nur ihrer Hausbank. Laut einer aktuellen Studie des Beratungsunternehmens Towers Watson hatten

Banken im vergangenen Jahr den größten Marktanteil beim Vertrieb von Lebensversicherungsprodukten in Deutschland. 28,5 Prozent der abgeschlossenen Policen gingen über den Bankschalter. Auf Platz zwei folgen die Assekuranzen selbst mit 28,1 Prozent. An dritter Stelle erst tauchen die unabhängigen Vermittler mit 26 Prozent auf.

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Ranking der Lebensversicherer nach der Beitragsrendite

  • Rang 1

    Bei Europa beträgt die Beitragsrendite 5 Prozent und die Überschussbeteiligung 4,35 Prozent.

    (Quellen: Morgen & Morgen, BVI, Map-Report, Allianz; Stand: August 2012)

  • Rang 2

    Bei Cosmos Direkt beträgt die Beitragsrendite 4,50 Prozent und die Überschussbeteiligung 4,05 Prozent.

  • Rang 3

    Bei Targo beträgt die Beitragsrendite 4,40 Prozent und die Überschussbeteiligung 4,60 Prozent.

  • Rang 4

    Bei Huk beträgt die Beitragsrendite 4,30 Prozent und die Überschussbeteiligung 4 Prozent.

  • Rang 5

    Bei der Öffentlichen Braunschweig beträgt die Beitragsrendite 4,30 Prozent und die Überschussbeteiligung 3,80 Prozent.

  • Rang 17

    Bei der Allianz beträgt die Beitragsrendite 3,80 Prozent und die Überschussbeteiligung 4 Prozent.

  • Rang 59

    Bei Rheinland beträgt die Beitragsrendite 2,70 Prozent und die Überschussbeteiligung 3,60 Prozent.

  • Rang 60

    Bei Universa beträgt die Beitragsrendite 2,70 Prozent und die Überschussbeteiligung 3,50 Prozent.

  • Rang 61

    Bei der Öffentlichen Berlin beträgt die Beitragsrendite 2,70 Prozent und die Überschussbeteiligung 3,30 Prozent.

  • Rang 62

    Bei der VPV Lebensversicherungs AG beträgt die Beitragsrendite 2,70 Prozent und die Überschussbeteiligung 3,25 Prozent.

  • Rang 63

    Beim Münchener Verein beträgt die Beitragsrendite 2,40 Prozent und die Überschussbeteiligung 3 Prozent.

"Der Grund für diese Entwicklung liegt vor allem im veränderten Geschäftsmix – einem deutlichen Rückgang beim laufenden Beitrag und starkem Wachstum bei Einmalbeiträgen, von dem insbesondere der Bankkanal profitiert hat", heißt es bei Towers Watson. Und Frank Schepers, Geschäftsführer des Bereichs Versicherungsberatung, ergänzt: "Die Lebensversicherer planen verstärkt den Ausbau des Bankvertriebs und die Nutzung digitaler Vertriebskanäle wie Direktvertrieb und Internetportale." So könne man relativ einfach gestaltete und kosteneffiziente Produkte via Unternehmens-Website oder Vergleichsportale vertreiben. Diese Entwicklung werd in Zukunft durch das Lebensversicherungsreformgesetz und andere gesetzliche Neuerungen noch verstärkt, ist er sich sicher.

Die leistungsstärksten Lebensversicherungen

  • Debeka

    Lebensversicherer: Debeka
    Realistischer Zins auf Kapitalanlagen¹ ²: 3,7
    Zum Vergleich - Historischer Zins auf Kapitalanlagen¹ ³: 5,0
    Abschlusskostenquote¹ ⁴: 3,3
    Verwaltungskostenquote¹ ⁵: 1,3
    Ausschüttungsquote¹ ⁶: 87,7
    Leistungsfähigkeit für den Kunden¹ ⁷: + 123,7
    Sterne⁸: 5

    ¹ in Prozent, gerundet; ² prognostizierte Rendite auf die Kapitalanlagen des Versicherers, unter realistischen Annahmen nach einem mathematischen Modell, Versicherte erhalten wegen der berechneten Kosten weniger; ³ bisherige Verzinsung der Kapitalanlagen des Versicherers, nach dem strengen Niederstwertprinzip (stille Lasten werden berücksichtigt, stille Reserven nicht), nur zum Vergleich, fließt nicht ins Rating ein, Mittelwert 2006 bis 2012; ⁴ Kosten, die beim Vertragsabschluss zum Beispiel für Provisionen an den Vermittler anfallen, als Anteil an den Gesamtbeiträgen aller neuen Verträge, Mittelwert 2010 bis 2012; ⁵ jährliche Verwaltungskosten, als Anteil an den Versicherungsbeiträgen (Bruttobeiträge), Mittelwert 2010 bis 2012; ⁶ Anteil der Gesamtüberschüsse, den der Versicherer an Kunden ausschüttet, Mittelwert 2006 bis 2012; ⁷ Leistungsfähigkeit im Vergleich zum Benchmark-Versicherer (Durchschnittswert aus 25 besonders wachstumsstarken Versicherern), je höher der Wert, desto leistungsfähiger ist der Versicherer; ⁸ Ranking der Leistungsfähigkeit, von stark überdurchschnittlich (*****) bis stark unterdurchschnittlich (*).

  • Huk-Coburg

    Lebensversicherer: Huk-Coburg
    Realistischer Zins auf Kapitalanlagen¹ ²: 3,5
    Zum Vergleich - Historischer Zins auf Kapitalanlagen¹ ³: 4,3
    Abschlusskostenquote¹ ⁴: 3,0
    Verwaltungskostenquote¹ ⁵: 1,6
    Ausschüttungsquote¹ ⁶: 93,1
    Leistungsfähigkeit für den Kunden¹ ⁷: + 119,4
    Sterne⁸: 5

  • LVM

    Lebensversicherer: LVM
    Realistischer Zins auf Kapitalanlagen¹ ²: 3,6
    Zum Vergleich - Historischer Zins auf Kapitalanlagen¹ ³: 4,3
    Abschlusskostenquote1,4: 3,1
    Verwaltungskostenquote¹ ⁵: 1,9
    Ausschüttungsquote¹ ⁶: 90,8
    Leistungsfähigkeit für den Kunden¹ ⁷: + 117,2
    Sterne⁸: 5

  • Hannoversche

    Lebensversicherer: Hannoversche
    Realistischer Zins auf Kapitalanlagen¹ ²: 3,6
    Zum Vergleich - Historischer Zins auf Kapitalanlagen¹ ³: 4,3
    Abschlusskostenquote¹ ⁴: 3,6
    Verwaltungskostenquote¹ ⁵: 1,2
    Ausschüttungsquote¹ ⁶: 92,5
    Leistungsfähigkeit für den Kunden¹ ⁷: + 113,3
    Sterne⁸: 5

  • Europa

    Lebensversicherer: Europa
    Realistischer Zins auf Kapitalanlagen¹ ²: 3,6
    Zum Vergleich - Historischer Zins auf Kapitalanlagen¹ ³: 4,5
    Abschlusskostenquote¹ ⁴: 3,7
    Verwaltungskostenquote¹ ⁵: 0,8
    Ausschüttungsquote¹ ⁶: 91,6
    Leistungsfähigkeit für den Kunden¹ ⁷: + 108,2
    Sterne⁸: 5

    Die kompletten Ergebnisse können Sie hier nachlesen.

Entsprechend hat sich das Stimmungsbild der Versicherer gegenüber 2013 verändert: Im Bank- und Direktvertrieb sehen die Studienteilnehmer zukünftiges Wachstum. Insbesondere der Bankkanal liegt mit 40 Prozent (Vorjahr: 34 Prozent) deutlich vor den anderen Vertriebswegen. "Dahinter steckt auch die Erwartung an ein weiter wachsendes Geschäft mit Einmalbeiträgen", erklärt Martin Baier, Berater bei Towers Watson und verantwortlich für die Studie. Allerdings müsse man berücksichtigen, dass der Bankvertrieb nur vergleichsweise wenig Ausbaupotenzial biete. Nicht jeder Versicherer habe Zugang zu einer Bank, die seine Produkte verkauft und die wenigen Marktteilnehmer im Banksektor haben bereits langfristige und zum Teil auch exklusive Kooperationen mit Versicherern.

"Sicher ist, dass wir uns erst am Anfang eines rigorosen Strukturwandels in der Lebensversicherung befinden", sagt Schepers.

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Wesentliche Einflussfaktoren auf die Entwicklung der Vertriebswege seien dabei die Veränderungen in der Vertriebsvergütung sowie das veränderte Kundenverhalten. "Langfristig müssen sich die Versicherer auf ein eher hybrides Kundenverhalten einstellen", sagt auch Baier. Wie auch beim Online-Handel holen sich die Kunden die Beratung im Fachgeschäft - also beim Berater - und schließen den Vertrag dann online ab, um Geld zu sparen. Deshalb müssten Versicherer künftig auf allen Kanälen mit aktuellen Informationen für den Kunden und über den Kunden präsent zu sein.

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