Heftige Schelte für Banken
"Die Banken versuchen, sich gesundzustoßen“, kritisiert der Bankenexperte Wolfgang Gerke, der von einer Ausnahmesituation spricht. Denn die Zeiten sind immer noch unsicher, in den Bankbilanzen schlummern nach wie vor toxische Papiere und das Vertrauen im Finanzsektor ist gering. Viele Institute legen das billige Geld, das sie von der Zentralbank geliehen bekommen, lieber sicher an. Zum Beispiel in Staatspapieren und Bundesanleihen. Gleichzeitig bekommen Sparer für ihre Guthaben deutlich weniger Zinsen als noch vor einem Jahr - also vor dem Zusammenbruch der US- Investmentbank Lehman Brothers und der Verschärfung der Finanzkrise. Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner (CSU) wettert: „Es kann nicht sein, dass die Finanzwirtschaft Leitzinssenkungen erst nach Monaten weitergibt - Leitzinserhöhungen aber bereits nach Tagen.“
Die Schelte fällt so heftig aus, weil die Banken Geschäfte zulasten der Menschen und Steuerzahler machen, denen sie ihr Überleben verdanken. Ohne milliardenschwere Rettungsschirme und Bürgschaften wären viele Banken wie die Hypo Real Estate oder die Commerzbank nicht mehr am Leben. Zwar dürfen die Banken nach einem Urteil des Bundesgerichtshofs nicht nach eigenem Ermessen variable Zinsen und Gebühren festlegen. Doch bisher haben die Banken noch freie Hand. Das Bundeskartellamt beobachtet die Zinsentwicklung. „Wir haben aber keine Hinweise für verbotene Absprachen“, sagt ein Sprecher.
Experten zeigen Verständnis für Hochzins-Konditionen
Trotz aller Kritik haben Experten Verständnis für das Verhalten der Banken. Auch zwei Jahre nach dem Ausbruch der Finanzkrise stehen viele Institute noch am Abgrund. Das Eigenkapital ist infolge der Krise knapp und die Risiken steigen, dass Unternehmen und Verbraucher Kredite nicht zurückzahlen können, wenn noch mehr Firmen pleitegehen und die Arbeitslosigkeit steigt. „Die Aussichten für die Banken sind nicht rosig“, sagt Bankenprofessor Thomas Hartmann-Wendels. „Eine zweite Welle der Krise rollt auf die Banken zu - da müssen sie vorsorgen und ihren Verdienst steigern.“
Zudem ist nicht nur der EZB-Leitzins für die Zinsen der Banken ausschlaggebend, sondern auch andere Faktoren wie Verwaltungskosten und natürlich das Risiko. „Vor dem Hintergrund der Wirtschaftskrise ist eine risikogerechte Bepreisung der Kredite zwingend notwendig“, schreibt der Bundesverband deutscher Banken (BdB). „Dies ist im Übrigen eine Rückkehr zur Normalität.“ Denn oft genug ist den Banken in der Vergangenheit vorgeworfen worden, ihre ungezügelte Kreditvergabe habe die Finanzkrise erst ausgelöst. Damit wollen die Institute jetzt Schluss machen.















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Alle Kommentare lesen26.10.2009, 13:55 UhrAnonymer Benutzer: Provisionen&Boni verbieten!
Das Geschäftsmodell vieler banken basiert darauf, ihren Kunden Produkte mit hohen Provisionen zu verkaufen, statt sie unabhängig, fair und transparent zu beraten. Der Anreiz, zum eigenen Vorteil zu handeln, ist systembedingt. Hohe Provisionen bedeuten hohe Einnahmen für die bank, aber nicht zwingend für den Anleger. Ein Dilemma, das mit dem herkömmlichen Provisionsmodell nicht auflösbar ist.
Die Folgen: banken machen auch dann Gewinn, wenn der Kunde Verluste erwirtschaftet. Diese Falschberatung verursacht nach einer Untersuchung des bundesverbraucherschutzministeriums einen volkswirtschaftlichen Schaden von 30 Milliarden Euro pro Jahr. Das Provisionsmodell ist eine der wesentlichen Ursachen für die hohen Anlegerverluste, und es hat die aktuelle Finanzmarktkrise mit verursacht.
Unser Ziel: Der Gesetzgeber muss Schluss machen mit versteckten Gebühren und Provisionen im Privatkundengeschäft. So wird der Weg frei für ein transparentes Vergütungssystem und so kommen bankkunden in den vollen Genuss ihrer erwirtschafteten Gewinne.
Nur auf diese Weise lässt sich das Vertrauen zwischen Kunden und ihren banken zurückgewinnen und auf Dauer erhalten.
Deshalb appellieren wir an die neue bundesregierung, Provisionen im banksystem gesetzlich zu untersagen. Ähnlich, wie es die britische Finanzaufsicht FSA bereits 2012 in Großbritannien umsetzen wird.
Unterstützen Sie uns! Gemeinsam für ein faires und transparentes banksystem in Deutschland! Unterzeichnen Sie unsere Petition an den Gesetzgeber unter:
www.provisionsverbot.de
06.09.2009, 10:43 UhrAnonymer Benutzer: Steigenberger
Das die SPK. Kölnbonn zu den gierigsten Dispozinsenkassieren gehört (13,5%, Stand 3.9.09) ist kein wunder.
Die Sparkasse hat unter ihrem früheren Kölner Vorsitzenden Gustav Adolf Schröder sehr riskante immobiliengeschäfte mit Oppenheim-Esch gemacht, mit 100te von milllionen Verlusten, natürlich zulasten der Sparkasse, ausser diesen eigenen Verlusten muss die SPK. Kb. auch im Umlageverfahren für die milliardenschulden der WestLb. mithaften.
Diese beiden Verlustquellen haben dazu geführt, dass das Eigenkapital durch die Sparkassenträger schon 2 mal neu aufgefüllt werden musste.
Ferner sind millionenbeträge durch unsinnige "beraterverträge" gerade in Köln versickert, alles zu Lasten der eigentlich für "gemeinnützige Zwecke" vorgesehenen Überschüsse.
Es ist doch klar, dass Sparkassen die Verluste produzieren oder für Verluste der Landesbanken, an denen sie beteiligt sind, mithaften, versuchen durch Höchstmargen = 1% EZb-Zins im Einkauf , 13,5% Dispozis im Verkauf ! sich zu sanieren.
Auf kosten ihrer Kunden, was vor allem Mittelstand u. Gewerbetreibende Selbständige sind u. das unter den Augen des Staates, der ja eigentlich die Wirtschaft durch günstige Konditionen ankurbeln möchte - genau das Gegenteil ist bei den Sparkassen der Fall, sie würgen die Wirtschaft ab, früher waren die Sparkassen immer günstiger als Privatbanken, heute haben selbst Filialbanken wie die Dresdner bank nur Disposätze von 11.1 %.
Die Sparkassen sollten aufpassen, dass die EU-Kommission nicht ihr Geschäftsmodell untersagt oder grosse Änderungen erzwingt.
Überteuerte Sparkassen brauchen wir im bankenwettbewerb wicklich nicht mehr , die sind ja wie ein 2. Karstadt mit ihrem Geschäfts-auslauf-modell.
28.08.2009, 01:33 UhrAnonymer Benutzer: torro09
Hallo, es ist doch sooooooooooo einfach:
gebe nur das aus was Du dir selbst leisten oder bar bezahlen kannst, denn sonst "verfrisst" Du ja Deine Zukunft!
Wer so handelt und immer etwas für "schlechte Zeiten" zurück legt dem kann die versuchte Abzockerei mit Wucherzinsen egal sein.
Man muss ja nicht alles und das möglichst sofort haben!
Geduld und Sparsamkeit ist auch eine Form von
"Geiz ist Geil".