Wacker-Chemie-Chef Rudolf Staudigl : "Wir sind hart getroffen" - Seite 2

Wacker-Chemie-Chef Rudolf Staudigl : "Wir sind hart getroffen"

2
Produktion von Siliciumwafern Quelle: dpa
Produktion von Siliciumwafern in einem Reinraum der Wacker Siltronik AG in Freiberg Quelle: dpa

Die Preise für das Silizium, den Grundstoff für viele Solarzellen, sind am Terminmarkt eingebrochen.

Sie sind von sehr hohem Niveau aus stark zurückgegangen und liegen jetzt auf Normalmaß. Wir können damit sehr gut umgehen. Ein großer Anteil unserer Produktionskapazität ist durch langfristige Lieferverträge abgesichert — zu Preisen, die für uns und unsere Kunden vertretbar sind.

Erstmals ist ein Kunde aus einem Silizium-Liefervertrag ausgestiegen und hat dafür auch die Strafzahlung in Kauf genommen — ein Warnsignal.

Die Auflösung dieses Vertrags war ein absoluter Spezialfall, der keine wesentlichen finanziellen Auswirkungen für uns hatte. Das betrifft nur einen unbedeutenden Teil unserer Produktionskapazität.

Analysten warnen, dass weitere Kunden ihre Verträge nachverhandeln werden, um niedrigere Preise zu fordern.

Die Kunden leisten Vorauszahlungen. Wenn sie die vereinbarte Menge nicht abnehmen, verfallen die. Also gibt es einen gewissen Puffer für uns. Außerdem sind wir führend bei den Kosten. Das gibt uns die Möglichkeit, unseren Kunden attraktive Preise anzubieten. Deshalb mache ich mir da keine großen Sorgen.

China kann heute Polysilizium in ausreichender Qualität herstellen. Viele hatten das nicht so rasch erwartet. Erobert China auch diesen Markt, wie den für Wafer und Solarzellen?

Unsere Qualität ist viel höher. Außerdem ist der Anteil der Personalkosten bei Silizium viel geringer als bei Wafern.

Wie stark profitieren Sie umgekehrt vom kräftigen Wachstum der Schwellenländer?

Wir machen gut 20 Prozent des Umsatzes in Wachstumsmärkten, also Ländern wie China, Indien und Brasilien.

Was sehen Sie als das größte Risiko für Ihr Geschäft?

Die wichtigste Frage für uns ist, wie schnell sich die Weltkonjunktur erholt. In der Vergangenheit sind wir drei Prozentpunkte stärker gewachsen als die Weltwirtschaft. Das wollen wir fortsetzen

Zu diesem Artikel
1 KommentarAlle Kommentare lesen
  • 27.10.2009, 12:55 UhrAnonymer Benutzer: Profesoor keine Ahnung

    ich muss doch wohl bitten Herr Staudigl, wer so blöd sei und auf China setzt, Der hat sich doch nicht mehr alle!!!ihre Qualität sei besser, wie lange noch.Unsere DAX U(nternehmen sollten nicht soviele Ratschläge von boston oder Mc.Kinsey und Co. annehmen. Der Chinesische Markt ist ein Ungeheuer für Deutsche Firmen und deshalb ist es eine Utopie zu denken,den Weltmarkt von den Chinesen in der Chemiebranche weiter auf Abstand zuhalten.
    ich Lach mich TOT!!! Versteht ihr Überhaupt China??????

Alle Kommentare lesen

Tool: Immobilienscout24

Immobilien-Wertfinder

Was Mieten und Kaufen in Ihrer Region kostet.

weitere Fotostrecken

Blogs

Gastbeitrag: Renditechancen in den USA?
Gastbeitrag: Renditechancen in den USA?

Doug Forsyth, Manager des Fonds Allianz US High Yield, erläutert in einem Gastbeitrag, warum er die Risiken von...

Das Aktuelle Heft

Wirtschaftswoche

WirtschaftsWoche 21 vom 21.05.2012

iTunes Vorschau - WirtschaftsWoche
Deutsche Unternehmerbörse - www.dub.de
DAS PORTAL FÜR FIRMENVERKÄUFE
– Provisionsfrei, unabhängig, neutral –
Angebote Gesuche




.