Wertlose Geldanlagen: BKA lässt mutmaßliche Aktienbetrüger auffliegen

Wertlose Geldanlagen: BKA lässt mutmaßliche Aktienbetrüger auffliegen

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Mitarbeiter des Bundeskriminalamtes

Eine Bande von mutmaßlichen Börzenabzockern soll deutsche Aktien-Investoren um Millionensummen betrogen haben.

Die Staatsanwaltschaft Lübeck und das Bundeskriminalamt (BKA) in Wiesbaden ermitteln gegen mutmaßlicher Betrüger, die Aktienkurse manipuliert haben sollen. Nach Informationen der WirtschaftsWoche handelt es sich dabei unter anderem um den norddeutschen Investor Torsten Prochnow und das Schweizer Unternehmen 3D Capital. wiwo.de berichtete bereits im Oktober über den Verdacht auf Anlagebetrug.

Bei den heutigen Durchsuchungen in mehr als 20 Wohn- und Geschäftshäusern in Norddeutschland und der Schweiz sei umfangreiches Beweismaterial sichergestellt worden, sagte die für Wirtschaftsstrafsachen zuständige Sprecherin der Staatsanwaltschaft, Wenke Alm.

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Die Verdächtigen sollen wertlose Firmen aus der Trend- und Modebranche sowie dem Rohstoff- und Telekommunikationssektor an die Börse gebracht und die Kurse durch Pressemitteilungen, Börsenbriefe und fingierten Aktienhandel in die Höhe getrieben haben. Als dann gutgläubige Investoren ebenfalls in diese Aktien investierten, ließen die Verdächtigen die Kurse einbrechen, um so Gewinne von mehreren Millionen Euro zu erzielen. Die Verdächtigen bedienten sich dafür den weniger streng geregelten Segmenten der Deutschen Börse (Open Market und Entry Standard).

„Es kann durchaus sein, dass die Investoren den Betrug noch nicht bemerkt haben“, sagte Alm.

Handel vorübergehend gestoppt

Sie sollen Firmenkonglomerate aufgebaut haben, indem sie eigentlich wertlose Firmen an die Börse gebracht und deren Aktienkurse durch wechselseitigen Handel in die Höhe getrieben haben. Außerdem sollen sie zielgerichtet Pressemitteilungen und sogenannte Börsenbriefe verschickt haben, in denen sie die Unternehmen Anlegern zum Kauf empfohlen haben.

Die Staatsanwaltschaft gehe davon aus, über die vier Angeschuldigten weitere Tatverdächtige zu ermitteln, sagte Alm. An den Ermittlungen und Durchsuchungen, deren Schwerpunkt in Norddeutschland lag, waren neben dem BKA und den Landeskriminalämtern Kiel und Hamburg auch die Schweizer Kriminalpolizei und die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht beteiligt.

Im Verlauf der Aktionen stoppte die US-Börsenaufsicht United States Security vorübergehend den Freihandelsverkehr und veranlasste bei einigen sogenannten Market Makern unangemeldete Buchprüfungen.

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