Wettbewerb Finanzen: Schüler, Smartphones und viel Strand

Wettbewerb Finanzen: Schüler, Smartphones und viel Strand

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ARCHIV - ILLUSTRATION - Ein Lehrer nimmt am 24.02.2009 an einem Gymnasium in Kerpen während des Unterrichts in einer 6. Klasse einen Schüler dran. Weit über 1000 Teilnehmer werden von Montag an zu einer der größten Fortbildungen für Lehrer in Bielefeld erwartet. Bis zum Donnerstag (1. April) soll sich alles um besseren Unterricht in den von vielen Schülern gefürchteten Fächern Mathematik und Naturwissenschaften drehen. Foto: Oliver Berg dpa/lnw (c) dpa - Bildfunk

von Anke Henrich

Der Bundeswettbewerb Finanzen 2011 geht in die zweite Runde. In dem deutschlandweiten Wettbewerb konnten Schulklassen zeigen, wie gut sie sich mit Finanzen auskennen – zum Beispiel beim schwierigen Kauf eines Smartphones samt Handytarif.

Am 15. März fiel der Startschuss für den erstmals ausgetragenen Bundeswettbewerb. Kinder und Jugendliche der Klassen fünf bis zehn aller Schulformen waren aufgerufen, sich klug und originell mit dem Thema Geld und Finanzen auseinanderzusetzen.  Ihre Aufgabe: Alle haben ein schickes Smartphone – nur der Schüler Felix (14) nicht. Zumindest will er das seinen Eltern weiß machen. Mit welchen Argumenten könnte Felix seine Eltern überzeugen, wie muss er die Anschaffungskosten und die monatlichen Zahlungen je nach Tarif kalkulieren und wie kann er dieses Geld aufbringen? Aus diesen Vorgaben sollten die Schüler ein Rollenspiel auf Video drehen, das den schwierigen Umgang mit Geld beim Handykauf widerspiegelt. Neben den schauspielerischen und medialen Leistungen wurden auch die schriftlichen Aufgaben und die Berücksichtigung der finanziellen Aspekte bewertet.

Ziel des Wettbewerbes ist es, den verantwortungsvollen Umgang mit Geld und das Verständnis für wirtschaftliche Zusammenhänge zu stärken. Juror Michael-Burkhard Piorkowsky, Professor für Haushalts- und Konsumökonomik an der Universität Bonn, betont, warum dieser Wettbewerb so wichtig ist: "Der kluge, planvolle Umgang mit Geld und Finanzdienstleistungen ist nicht genetisch programmiert, sondern muss gelernt werden."

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Die Finalisten

Die Jury, unter anderem vertreten durch die Stifterverband für die deutsche Wissenschaft, Mitglieder des Fachbeirats von My Finance Coach-Stiftung, den Präsidenten des deutschen Philologenverbandes und der Wirtschaftswoche, hat nun nach Sicht und Beurteilung aller eingereichten Kalkulationen und Videos sieben Gewinner-Teams ausgewählt. Die Schüler und ihre Lehrer haben sich damit für die Teilnahme an der zweitägigen Finalrunde im September in Berlin qualifiziert. Das sind die  Finalisten:

Gymnasium Markranstädt, Hauptschule Taufkirchen, Dreieichschule in Langen, Luisen Gymnasium in Hamburg,  Gymnasium Oberalster in Hamburg, Oskar-von-Miller-Gymnasium in München, Staatliches Berufliches Zentrum Starnberg.

Wer kann einen Strandverleih managen?

Dort erwartet die älteren Schüler und Schülerinnen aus ganz Deutschland eine schwierigere Aufgabe, ein Wirtschaftsplanspiel. Die Kinder und Jugendlichen gründen dort in einzelnen Teams jeweils ein eigens Unternehmen, einen Verleih für Surfbretter und Tretboote an einem Badesee. Unterstützt von Wirtschaftsprofis müssen sie entscheiden: Wie viel Eigenkapital brauchen sie dafür? Wie groß soll ihre Firma werden? Wie teuer oder billig setzen  sie die Ausleihpreise für Bretter und Boote pro Stunde an?

Und wie viel sind die Besucher tatsächlich bereit zu zahlen? Was können die Geschäftspartner tun, wenn schlecht Wetter die Saison verhagelt? Und wie viel Geld soll eigentlich der Chef verdienen, ohne dass Geschäft zu plündern? Die jüngeren Schüler stellen mit Hilfe von WirtschaftWoche-Journalisten eine Online-Zeitung auf die Beine. Auf die Gewinner wartet ein attraktiver Geldpreis, zudem wird unter allen teilnehmenden Schule ein smartboard verlost – eine Art elektronische Schultafel.

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