Flughafen München: Terroranschläge haben keine Wirkung auf Wachstum

Flughafen München: Terroranschläge haben keine Wirkung auf Wachstum

, aktualisiert 23. März 2016, 15:50 Uhr
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Der Flughafenchef rechnet im laufenden Jahr mit vier bis sechs Prozent mehr Passagieren und 15.000 zusätzlichen Flügen.

Quelle:Handelsblatt Online

Mit 1,25 Milliarden Euro Umsatz erzielte der Münchner Flughafen vergangenes Jahr das beste Ergebnis seiner Unternehmensgeschichte. Diesen Trend kann auch der Terror nicht stoppen, sagt der Flughafenchef.

MünchenDer Flughafen München erwartet keine Auswirkungen der Brüsseler Terroranschläge auf das Wachstum des Flugverkehrs. Das Wachstum der Passagierzahlen sei ein globaler Megatrend, sagte Flughafenchef Michael Kerkloh am Mittwoch: „Es wird möglicherweise eine kleine Delle geben, aber den langfristigen Trend wird es nicht aufhalten. Ich glaube nicht, dass es Auswirkungen haben wird.“ In München rechne er im laufenden Jahr mit vier bis sechs Prozent mehr Passagieren und 15.000 zusätzlichen Flügen.

Mit 1,25 Milliarden Euro Umsatz und 135 Millionen Euro Gewinn erzielte der Flughafen vergangenes Jahr das beste Ergebnis seiner Unternehmensgeschichte. Die Nachbargemeinden erhielten 35 Millionen Euro Gewerbesteuer – 7 Millionen mehr als im Vorjahr.

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Auch nach den Terroranschlägen in den USA 2001 habe es bei den Passagierzahlen „nur eine Delle gegeben, die am Ende des Tages überkompensiert worden ist“, sagte Flughafen-Infrastrukturchef Thomas Weyer. Kritisch äußerte er sich zu „reflexartigen Äußerungen“ über zusätzliche Sicherheitsvorkehrungen. „Alles, was wir schnell tun können, läuft bereits“, sagte Weyer.

Bundes- und Landespolizei hätten ihre Streifen und Zufallskontrollen verstärkt, die Sensibilisierung der Flughafenmitarbeiter in puncto Sicherheit sei erhöht. Über weitere Schritte wie etwa Zugangskontrollen für alle Besucher des Flughafens müsse in den nächsten Tagen und Wochen mit Experten beraten und abgewogen werden, „was wirklich sinnvoll ist“. Kosten oder ein Passagierrückgang dürften dabei kein Argument sein.

Das Sicherheitsrisiko könnte am Ende jedoch vielleicht nur verlagert werden, sagte Airport-Chef Kerkloh, der am Dienstag selbst am Flughafen Brüssel war: „Das muss man sich sehr, sehr gut überlegen.“ Die Kontrollen auf Flughäfen seien heute schon viel schärfer als etwa in Bahnhöfen. Viele Maßnahmen seien für die Passagiere gar nicht sichtbar.

Quelle:  Handelsblatt Online
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