Frankfurter Börse: Sehen Dax-Anleger weiter rot?

Frankfurter Börse: Sehen Dax-Anleger weiter rot?

, aktualisiert 15. Januar 2016, 07:08 Uhr
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Das Jahr 2016 bleibt stürmisch für die Dax-Anleger.

Quelle:Handelsblatt Online

Die Vorgaben zum Wochenausklang der Börsen sind gemischt: Während sich die US-Märkte erholen, tendiert Asien negativ. Im Blick der Investoren stehen heute weitere Bilanzdaten von US-Banken sowie neue Konjunkturdaten.

FrankfurtDas Jahr ist noch jung, doch vielen Anlegern dürfte das bereits jetzt wie ein mittelschwerer Alptraum erscheinen. So auch am Donnerstag. Im Tagesverlauf ging es um mehr als drei Prozent nach unten. Der Dax schloss 1,67 Prozent tiefer bei 9794 Punkten.

Zu einer – zugegebenermaßen bescheidenen– Erholung kam es aber an den US-Börsen. Sie beendeten den Handelstag positiv – nicht zuletzt, weil sich die Ölpreise im Tagesverlauf erholten. Auch die steigenden Bankentitel (JP Morgan legte seine Bilanz für das vergangene Quartal vor) besserten die Anlegerlaune.

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Der Dow Jones schloss 1,41 Prozent fester bei 16.379 Punkten, die Technologiebörse Nasdaq legte sogar um mehr als zwei Prozent zu. Etwas schwächer sind die Vorgaben aus Asien, der japanische Nikkei lag am Morgen ein halbes Prozent im Minus bei 17.152 Zählern. Für den Dax erwarten die Broker von IG Markets eine fast unveränderte Eröffnung.

Insgesamt macht sich der Dax derzeit alles andere als gut. Zeitweise verzeichnete der Dax bis zu 1000 Punkte Verlust seit Jahresbeginn, also Einbußen von bis zu zehn Prozent. Grund für den Pessimismus ist neben der schwächelnden chinesischen Konjunktur vor allem auch der beständig fallende Ölpreis.

Erst am Mittwoch der rutschte der Preis für die texanische Sorte WTI unter die 30 Dollar-Marke und damit auf den tiefsten Stand seit 12 Jahren. „Angesichts des Verfalls der Ölpreise besteht die Sorge, dass die US-Wirtschaft in eine Rezession verfallen könnte“, sagte Tim Ghriskey vom Vermögensverwalter Solaris Asset.

Bei einem Blick über China hinaus sei aber ein gewisser Optimismus durchaus angebracht, etwa mit Blick auf die USA, meint indes Analyst Frank Wohlgemuth von der WGZ Bank. Dort hatte die Wirtschaft zuletzt deutlich mehr Arbeitsplätze geschaffen als erwartet. Nach Auffassung der Commerzbank-Analysten dürften zudem die Einzelhandelsumsätze für Dezember an diesem Freitag belegen, dass der private Konsum weiterhin das Wachstum ankurbelt.

Einerseits wirken zwar niedrige Rohstoffpreise förderlich für die Konsumnachfrage. Doch große Industrieunternehmen – vor allem natürlich in der Öl- und Gasbranche – leiden darunter. Konzerne fahren ihre Investitionen zurück und streichen bereits Tausende Arbeitsplätze, wie es zuletzt etwa der britische Ölriese BP angekündigt hatte. Die weiteren Termine heute: Zum Wochenausklang öffnen in den USA die Finanzinstitute Citigroup und Wells Fargo noch ihre Bücher.

Quellle:  Handelsblatt Online
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