Französische Großbank: Société Générale warnt Kunden vor Brexit

Französische Großbank: Société Générale warnt Kunden vor Brexit

, aktualisiert 20. Juni 2016, 21:01 Uhr
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Die französische Bank warnt ihre Kunden vor einem möglicherweise turbulenten Brexit-Tag.

Quelle:Handelsblatt Online

Die Märkte bibbern dem Brexit entgegen – und Händler stellen sich auf Turbulenzen ein. Die französische Bank Société Générale warnt ihre Kunden in einer Mitteilung bereits vor einem möglichen Kurse-Chaos am Donnerstag.

Die französische Bank Société Générale hat ihre Kunden vor Marktstörungen am Tag der Abstimmung über den Verbleib Großbritanniens in der Europäischen Union gewarnt. Die Fähigkeit der Bank, normale Liquidität und Preisstellung im Devisengeschäft zur Verfügung zu stellen, könnte eingeschränkt sein, hieß es in einer Mitteilung, die Bloomberg vorlag.

Knapp eine Woche vor der Abstimmung wird es für die Märkte zunehmend schwieriger, das Endergebnis vorherzusagen. Messzahlen für die Volatilität des britischen Pfunds haben Rekordhöhen erreicht, und die Händler bereiten sich auf ungewöhnliche Devisenkursbewegungen, weitere Spannen zwischen Geld- und Briefkurs sowie die Aussicht schwindender Liquidität bei Schocks vor. Ila Kotecha, eine Sprecherin für die Société Générale in London, wollte sich zu der Mitteilung nicht äußern.

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„Wir wollen einige mögliche Beschränkungen im Vorfeld eventuell gestörter Marktbedingungen aufzeigen“, heißt es in der Mitteilung der Bank. „Wir können möglicherweise nicht die gewohnten Niveaus bei Liquidität und Preisen im Allgemeinen und auf elektronischen Märkten im Besonderen bieten. Ihre Orders könnten aufgrund einer möglichen Marktstörung deutlich abweichend von den gewünschten Kursniveaus ausgeführt werden.“ Die Bank werde sich jedoch bemühen, ihren Kunden weiterhin die Dienstleistungen eines Marktmachers anzubieten, hieß es.

Die Banken befürchten eine Wiederholung der chaotischen Devisenkursbewegungen nach der überraschenden Aufgabe der Franken-Deckelung durch die Schweizerische Nationalbank im Januar des vergangenen Jahres. Damals kletterte der Franken bis zu 41 Prozent gegenüber dem Euro.

Händler ziehen daher alternative Techniken wie den Telefonhandel in Betracht. Einige Händler sind angewiesen worden, Kundenorders abzuarbeiten und nicht für die eigenen Bücher zu handeln. Devisenhändler im Privatkundenbereich wie IG Group Holdings und FXCM Inc. haben bereits die geforderten Sicherheitsleistungen für Pfund-Transaktionen in Erwartung einer höheren Volatilität angehoben.

Quelle:  Handelsblatt Online
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