Für 2016: Bremer Landesbank erwartet tiefrote Zahlen

Für 2016: Bremer Landesbank erwartet tiefrote Zahlen

, aktualisiert 24. November 2016, 01:12 Uhr
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Infolge einer hohen Risikovorsorge im Schiffskreditportfolio erwartet die Bremer Landesbank für 2016 einen Verlust im dreistelligen Millionenbereich.

Quelle:Handelsblatt Online

Bei der Bremer Landesbank führt die Risikovorsorge im Schiffskreditportfolio zum Verlust im dreistelligen Millionenbereich. Für die Trägerversammlung Anfang Dezember ist der Abschluss eines Beherrschungsvertrags geplant.

BerlinDie Bremer Landesbank (BLB) erwartet tiefrote Zahlen für 2016. Das Institut gehe von einem Verlust nach IFRS im hohen dreistelligen Millionenbereich aus, teilte die Bank am Mittwochabend mit. Grund sei die Risikovorsorge im Schiffskreditportfolio von rund einer Milliarde Euro.

Die Bremer Landesbank soll komplett von der NordLB geschluckt werden. Im Zusammenhang mit der Übernahme werde die Trägerversammlung der Bremer Landesbank am 2. Dezember über den Abschluss eines Beherrschungsvertrags mit Wirkung zum 1. Januar 2017 entscheiden.

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Wird ein solcher Vertrag abgeschlossen, wäre die NordLB zum Ausgleich etwaiger Jahresfehlbeträge der Bremer Landesbank verpflichtet, soweit diese nicht nach Entscheidung der Trägerversammlung der BLB durch eine Entnahme aus den anderen Gewinnrücklagen ausgeglichen würden, teilte die Bank weiter mit. Nach Abschluss eines Beherrschungsvertrags wolle die Bremer Landesbank Ausnahmeregeln von bestimmten Kapitalanforderungen bei der Europäischen Zentralbank beantragen. Die NordLB will am Donnerstag ihre Zahlen für das dritte Quartal vorlegen.

Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte die Bremer Landesbank im Frühjahr dazu verdonnert, mehr Geld für faule Schiffskredite zurückzulegen. Im ersten Halbjahr belief sich das Minus bei der Bremer Landesbank auf 384 Millionen Euro. Die Schiffsbranche kämpft seit langem mit Überkapazitäten. Zuletzt hat sich die Lage wegen des schwächeren Wachstums in China und des mauen Welthandels noch einmal verschärft.

Quelle:  Handelsblatt Online
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