Fusion vor dem Aus: Deutsche Börse tritt auf Kostenbremse

Fusion vor dem Aus: Deutsche Börse tritt auf Kostenbremse

, aktualisiert 24. März 2017, 10:44 Uhr
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Der Chef der Deutschen Börse wird seinen Mitarbeitern unangenehme Nachrichten überbringen müssen: Kosteneinsparungen und ein Einstellungsstopp sollen auf die gescheiterte LSE-Fusion folgen.

Quelle:Handelsblatt Online

Das erwartete Scheitern der Fusion mit der London Stock Exchange zwingt die Deutsche Börse zum Sparen. Es werde Kürzungen in zweistelliger Millionenhöhe und ein Einstellungsstopp geben, heißt es aus Finanzkreisen.

Frankfurt/MainDie Deutsche Börse tritt wegen des erwarteten Scheiterns ihrer Fusion mit der Londoner LSE und sinkender Umsätze auf die Kostenbremse. In Finanzkreisen wurden am Freitag Informationen der „Süddeutschen Zeitung“ in der Freitagsausgabe bestätigt, wonach der Konzern kurzfristig Einsparungen „in mindestens zweistelliger Millionenhöhe“ plant. Zudem gelte zunächst ein Einstellungsstopp für fast alle Bereiche. Der angestrebte Zusammenschluss mit der London Stock Exchange (LSE) gilt als gescheitert, seit London sich weigert, weitere Auflagen der Brüsseler Wettbewerbshüter zu erfüllen.

Insidern zufolge wird der geplante Zusammenschluss der beiden Börsenbetreibern in den nächsten Tagen endgültig abgeblasen. Die EU-Kommission will die gut 25 Milliarden Euro schwere Fusion in Kürze untersagen, wie vier mit dem Vorgang vertraute Personen am Mittwoch der Nachrichtenagentur Reuters sagten. Die Verkündung der Entscheidung sei nur noch eine Frage von Tagen.

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Deutsche-Börse-Chef Carsten Kengeter hatte sich zuvor wenig hoffnungsvoll gezeigt. „Wir müssen schon sehen, dass mit den letzten Entwicklungen diese Transaktion in ein sehr schweres Fahrwasser geraten ist“, sagte er am Dienstag auf einer Konferenz in Frankfurt. Er sei zwar nach wie vor davon überzeugt, dass der Zusammenschluss sinnvoll sei. Denn nur mit einer bestimmten Größe könne die Deutsche Börse auf den komplexen Märkten ihre Position dauerhaft behaupten. Aber, so fuhr Kengeter fort: „Wir müssen der Realität ins Auge sehen.“

Quelle:  Handelsblatt Online
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