Fusionen: Immofinanz und CA Immo starten zweiten Versuch

Fusionen: Immofinanz und CA Immo starten zweiten Versuch

, aktualisiert 18. April 2016, 10:23 Uhr
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Dem Unternehmen war es vergangenes Jahr nicht gelungen, den Wettbewerber Immofinanz zu übernehmen. Jetzt soll es in umgekehrter Richtung funktionieren.

Quelle:Handelsblatt Online

Die österreichische Immofinanz will den Wettbewerber CA Immo übernehmen und einen milliardenschweren Konzern schmieden. Das kann dauern. Denn zuvor muss Immofinanz einen Käufer für sein Russland-Portfolio finden.

WienDie österreichischen Immobilienfirmen Immofinanz und CA Immo stehen vor einer milliardenschweren Fusion. Immofinanz hat für 604 Millionen Euro 26 Prozent an CA Immo von dem russischen Immobilieninvestor Boris Mints übernommen, nun sollen Gespräche über eine Verschmelzung aufgenommen werden, wie beide Unternehmen am Montag mitteilten. Zuvor will Immofinanz aber ein Portfolio von Einkaufszentren in Russland abstoßen, das zurzeit für fast ein Drittel der Miteinnahmen sorgt. Mints ist über seine zyprische Holding O1 auch mit gut zehn Prozent an der Immofinanz beteiligt und damit deren größter Anteilseigner.

Immofinanz-Chef Oliver Schumy will aus den beiden Firmen „ein führendes Immobilienunternehmen in Zentral- und Osteuropa“ schmieden. „Die strategische Logik eines Zusammenschlusses von CA Immo und Immofinanz ist eindeutig“, sagte CA-Immo-Chef Frank Nickel. Er verspreche deutliche Synergien. Nach der Abspaltung des 1,2 Milliarden Euro schweren Russland-Portfolios käme das fusionierte Unternehmen auf einen Immobilienbestand im Wert von sechs Milliarden Euro.

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Der Aufsichtsratschef von CA Immo, Wolfgang Ruttenstorfer, ergänzte, nun sei der richtige Zeitpunkt für die Transaktion gekommen.

Bis dahin dürfte allerdings noch etwas Zeit vergehen. Die Verhandlungen sollen bis zum Sommer abgeschlossen sein. Die Hauptversammlungen, auf denen darüber abgestimmt werden soll, seien aber erst für 2017 geplant, hieß es in der Mitteilung. Die Aktionäre müssen mit 75 Prozent zustimmen. Vor fast genau einem Jahr war CA Immo mit dem Plan gescheitert, mit einem Teil-Übernahmeangebot die Kontrolle über Immofinanz zu erlangen.

Immofinanz hat für das Aktienpaket von O1 23,50 Euro je CA-Immo-Aktie gezahlt, das ist ein Aufschlag von 35 Prozent auf den Schlusskurs vom Freitag. Die CA-Immo-Aktie legte am Montag um acht Prozent auf 18,84 Euro zu. Immofinanz-Papiere lagen mit 2,00 Euro nur leicht über dem Freitagskurs.

Quelle:  Handelsblatt Online
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