Industrie 4.0: Deutsche Unternehmen zieht es in die Cloud

Industrie 4.0: Deutsche Unternehmen zieht es in die Cloud

Produkte lassen sich im digitalen Zeitalter längst virtuell zu intelligenten Netzwerken zusammenschließen. Für deutsche Unternehmen öffnen sich so völlig neue Geschäftszweige - sofern sie rechtzeitig investieren.

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Digital vernetzte Systeme sollen eine automatisierte Produktion ermöglichen.

Selbstfahrende Autos, intelligente Sprachassistenten, vernetzte Kühlschranke: Wer in diesem Jahr die „AWS re:Invent“, die größte Cloud-Konferenz der Welt in Las Vegas besucht hat, der dürfte vor allem zwei Dinge festgestellt haben. Zum Einen, dass die Welt dank fortschreitender künstlicher Intelligenz (KI) immer „smarter“ wird. Zum Anderen, dass die Zukunft für viele Unternehmen auf der ganzen Welt in den „Wolken“ zu liegen scheint.

Längst hat das „Internet der Dinge“ („IoT“), die digitale Vernetzung von Gegenständen, Einzug in sämtliche Lebensbereiche gehalten. Auf den Straßen greifen intelligente Fahrsysteme in den Verkehr ein, um im Ernstfall Kollisionen verhindern zu können. Auf Baustellen berechnen sich selbst verbessernde Algorithmen optimale Bohrungspunkte, während in Krankenhäusern „smarte Betten“ Nutzerdaten sammeln, um so Feedback an die Hersteller zur Verbesserung ihrer Produkte zu senden.

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Während die Menschen weiterhin mit ihrem natürlichen Umfeld interagieren, interpretieren „smarte Objekte“ die Nutzerdaten, um diese zur Verarbeitung und anschließender Analyse in die Cloud zu schicken. So soll Verbrauchern auf lange Sicht ein besserer Service geboten werden.

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Etliche Unternehmen planen, die industrielle Produktion flächendeckend mit intelligenten, digital vernetzten Systemen zu verbinden. In der daraus entstehenden „Industrie 4.0“, ein Begriff der Forschungsunion der Bundesregierung, soll eine intelligente und automatisierte Produktion möglich sein, in der alle an der Produktion beteiligten Komponenten - etwa Maschinen, Logistik und Menschen - miteinander im stetigen Austausch stehen.

Investitionen im dreistelligen Milliardenbereich

Am Rande der Konferenz zeigte der Technologiekonzern Siemens bereits, wie das Modell in der Praxis aussehen kann. Ein Produktionssystem namens „MindSphere“ verbindet Maschinen und große Teile der physischen Infrastruktur über die Cloud miteinander. Dabei greift es auf Milliarden von Datensätzen zurück, die sich während der Produktion und der anschließenden Nutzung ergeben, woraus sich dann Planungsstrategien für die Zukunft generieren lassen sollen.

Die Investition in das „IoT“ soll sich auszahlen. In den kommenden drei Jahren soll der Markt rund um die Vernetzung von Haushaltsgeräten bis hin zu Industrieanlagen weltweit auf ein Gesamtvolumen von rund 470 Milliarden US-Dollar anwachsen. Das prognostizierte jüngst die Managementberatung Bain & Company.

Möglich wird diese Entwicklung jedoch erst durch die Cloud, dem digitalen Datenspeicher, in dem mittlerweile selbst rechenintensivste Prozesse ohne großen Aufwand durchgeführt werden können.

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