Gary Cohn: Trumps Wirtschaftsberater soll Fed-Chefin Yellen ablösen

Gary Cohn: Trumps Wirtschaftsberater soll Fed-Chefin Yellen ablösen

, aktualisiert 12. Juli 2017, 12:26 Uhr
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Der Wirtschaftsberater von US-Präsident Trump soll Janet Yellen an der Fed-Spitze ablösen.

Quelle:Handelsblatt Online

US-Präsident Donald Trump setzt offenbar seinen Wirtschaftsberater an die Fed-Spitze. Der frühere Goldman-Banker Gary Cohn soll laut einem Bericht auf Janet Yellen folgen. Über die Personalie wird schon länger spekuliert.

WashingtonEine zweite Amtsperiode von US-Notenbankchefin Janet Yellen wird einem Medienbericht zufolge immer unwahrscheinlicher. Das Magazin „Politico“ berichtete am Dienstag, Donald Trumps Wirtschaftsberater Gary Cohn habe beste Aussichten, Yellens Nachfolger zu werden. Das Magazin berief sich auf mehrere mit dem Vorgang vertraute Personen aus Präsidialamt, Finanzministerium und Kongress. „Gary wird es, wenn er es will, und ich glaube, dass er es will“, wurde ein namentlich nicht genannter Republikaner zitiert. Ähnliche Berichte hatte es bereits vor einigen Wochen gegeben.

Eine Sprecherin des Präsidialamts sagte, Cohn konzentriere sich auf seine Aufgaben als Wirtschaftsberater. Cohn selbst hatte sich Anfang Juni geäußert. „Ich bin sehr glücklich in meinem jetzigen Job“ Eine Sprecherin der Notenbank (Fed) lehnte eine Stellungnahme zu dem Bericht ab.

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Yellens Amtszeit endet im Februar kommenden Jahres. Trump hatte sie im Wahlkampf heftig kritisiert. Er warf ihr damals vor, nicht unabhängig zu sein und auf Anweisung des damaligen Präsidenten Barack Obama den Leitzins künstlich niedrig zu halten, um die Wirtschaft zu stützen. Von seiner harten Kritik war Trump aber im April abgewichen und hatte eine zweite Amtsperiode Yellens nicht mehr ausgeschlossen.

Yellen steht an diesem Mittwoch und am Donnerstag dem Kongress in ihrer halbjährlichen Anhörung Rede und Antwort. Die Finanzmärkte warten gespannt auf neue Hinweise zu Zeitpunkt und Ausmaß weiterer Zinsanhebungen. Ein neuer Fed-Chef dürfte am Kurs der Notenbank nichts Grundlegendes ändern, sagte Fondsmanager Eric Stein von der Investmentgesellschaft Eaton Vance. Seinen Worten zufolge hätte Cohn mehr Kenntnis von den Finanzmärkten als nahezu jeder bisherige Fed-Präsident. Cohn war früher Topmanager beim Wall-Street-Giganten Goldman Sachs, wo er 1990 als Rohstoffhändler seinen Karriere begonnen hatte.

Quelle:  Handelsblatt Online
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