Genossenschafts-Spitzenbank: DZ Bank macht 2,2 Milliarden Euro Gewinn

Genossenschafts-Spitzenbank: DZ Bank macht 2,2 Milliarden Euro Gewinn

, aktualisiert 07. März 2017, 10:50 Uhr
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Die beiden Spitzeninstitute der Genossenschaftsbanken, DZ und WGZ, sind 2016 zur DZ Bank fusioniert.

von Reuters und Yasmin OsmanQuelle:Handelsblatt Online

Probleme in der Schiffsfinanzierung und im Bauspar-Geschäft haben die DZ Bank im Jahr ihrer Fusion mit der Schwester WGZ belastet. Das Ergebnis vor Steuern lag aber immer noch bei 2,2 Milliarden Euro – mehr als erwartet.

FrankfurtDas Ergebnis der DZ Bank liegt für 2016 bei 2,2 Milliarden Euro. Damit übersprang der Gewinn die angepeilte Schwelle von zwei Milliarden, wie das Spitzeninstitut der rund 1000 deutschen Volks- und Raiffeisenbanken am Dienstag mitteilte. Ohne die Düsseldorfer WGZ Bank, die seit Mitte 2016 zu ihr gehört, hatte die DZ Bank ein Jahr zuvor 2,45 Milliarden Euro Vorsteuergewinn erwirtschaftet. Die Fusion, für die es mehrere Anläufe gebraucht hatte, sei „zügig und geräuschlos“ über die Bühne gegangen, sagte DZ-Bank-Chef Wolfgang Kirsch.

Unter dem Strich beflügelte der Zusammenschluss den Gewinn um 256 Millionen Euro. Neubewertungen von Bilanzpositionen und andere Konsolidierungseffekte sowie der Gewinn aus dem ersten Halbjahr machten die Kosten des Umbaus von knapp einer viertel Milliarde mehr als wett.

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Das reichte allerdings nicht, um den Verlust der Schiffs- und Flugzeugfinanzierungs-Tochter DVB Bank auszugleichen, die wegen der Krise der Schiffsbranche mit 285 Millionen Euro in die roten Zahlen rutschte und eine Finanzspritze der Mutter brauchte. Bei Schwäbisch Hall halbierte sich der Gewinn, weil die weitaus größte deutsche Bausparkasse Rückstellungen für die hohen Zinsgutschriften bilden musste, die sie den Kunden in der Vergangenheit zugesagt hatte.

Für das laufende Jahr plant die DZ Bank mit einem deutlichen Gewinnrückgang. Mindestens 1,5 Milliarden Euro sollen es aber werden. „Der Auftakt ist vielversprechend verlaufen. Zugleich wird das laufende Jahr durch weitere strukturelle Arbeiten in Folge der Fusion geprägt sein, während die Synergien erst in den Folgejahren voll zum Tragen kommen“, sagte Kirsch. Unter anderem soll das Immobiliengeschäft neu geordnet werden. Mit der DG Hyp und der ehemaligen WGZ-Tochter WL-Bank gehören zwei Immobilienfinanzierer zum Konzern. Von 2018 an sollen wieder bis zu zwei Milliarden Euro Gewinn vor Steuern zu Buche stehen.

Quelle:  Handelsblatt Online
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