Genossenschaftsbanken: Grünes Licht für DZ-Bank-Fusion

Genossenschaftsbanken: Grünes Licht für DZ-Bank-Fusion

, aktualisiert 23. Mai 2016, 16:23 Uhr
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In der Vergangenheit waren mehrere Versuche gescheitert die Institute zusammenzulegen

Quelle:Handelsblatt Online

Die Fusion von DZ und WGZ zu einer der größten Banken in Deutschland hat eine wichtige Hürde genommen: Die Eigentümer der WGZ Bank haben sich für die geplante Milliarden-Fusion ausgesprochen.

FrankfurtDie Eigentümer der WGZ Bank haben sich Finanzkreisen zufolge mit großer Mehrheit für die geplante Fusion mit der DZ Bank ausgesprochen. Die WGZ Beteiligungs GmbH, die gut 90 Prozent an dem Düsseldorfer Institut hält, beschloss am Montag, auf der Hauptversammlung am 21. Juni für den Zusammenschluss zu votieren, wie zwei Insider der Nachrichtenagentur Reuters sagten.

Mehr als 90 Prozent hätten für diese Weichenstellung gestimmt, sagte einer der Insider. Die Fusion von DZ und WGZ zu einer der größten Banken in Deutschland hat damit eine wichtige Hürde genommen. Die WGZ Beteiligungs GmbH und die WGZ Bank wollten sich dazu nicht äußern.

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In der Vergangenheit waren mehrere Versuche gescheitert, die Spitzeninstitute der gut 1000 Volks- und Raiffeisenbanken zusammenzulegen - an persönlichen Eitelkeiten, wirtschaftlichen Risiken oder der Finanzkrise. Der letzte Fusionsversuch platzte 2009, weil viele WGZ-Eigentümer Sorgen hatten, dass sie an Einfluss verlieren könnten und dass in den Büchern der DZ noch große Risiken schlummern.

Dieses Mal sind die Vorzeichen deutlich besser. Beide Geldhäuser haben ihre Kapitaldecke gestärkt, den Stresstest der Europäischen Zentralbank 2014 bestanden - und sie schreiben solide Gewinne. Die Institute versprechen sich von der Fusion Einsparungen von mindestens 100 Millionen Euro pro Jahr.

Sollte die Verschmelzung dieses Mal klappen, wäre es der größte Zusammenschluss von Banken in Deutschland seit der mehrheitlichen Übernahme der Postbank durch die Deutsche Bank 2010. Die Hauptversammlung der DZ Bank soll darüber am 22. Juni abstimmen, Ende Juli soll die Fusion ins Handelsregister eingetragen werden.

Quelle:  Handelsblatt Online
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