Geschäftsausblick 2016: Dekabank erwartet Gewinnrückgang

Geschäftsausblick 2016: Dekabank erwartet Gewinnrückgang

, aktualisiert 22. November 2016, 13:13 Uhr
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Der Verkauf von Fonds und Zertifikaten ist trotz der Kursschwankungen an den Märkten nach Angaben des Instituts recht stabil gelaufen.

Quelle:Handelsblatt Online

Die Niedrigzinsen belasten wie bei vielen anderen Geldhäusern auch die Bilanz der Dekabank. Das Wertpapierhaus der Sparkassen dämpft die Erwartungen für das Gesamtjahr. Dabei spielen auch Altlasten eine Rolle.

FrankfurtDie Dekabank senkt ihre Gewinnerwartung für das Gesamtjahr. Das Wirtschaftliche Ergebnis werde voraussichtlich nur bei etwas über 400 Millionen Euro liegen, teilte das Wertpapierhaus der Sparkassen am Dienstag mit. Damit fällt der Gewinnrückgang stärker aus als zuletzt vorhergesagt: Vorstandschef Michael Rüdiger hatte zwar stets betont, die Deka werde 2016 wegen der Niedrigzinsen und der volatilen Märkte nicht an den außergewöhnlich starken Vorjahreswert von 611 Millionen Euro anknüpfen können. Doch verwies er in diesem Zusammenhang eher auf den langjährigen Durchschnitt beim Ergebnis - rund 500 Millionen Euro.

Nach neun Monaten stehen nun 349 Millionen Euro zu Buche - ein Rückgang um mehr als ein Fünftel. Wie bei vielen anderen Geldhäusern fressen sich auch bei der Deka die Niedrigzinsen immer stärker in die Bilanz. Das Fondshaus muss deshalb auch seine Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen erhöhen, wie bereits seit dem Sommer klar ist.

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Außerdem drücken Altlasten: Die Deka legte mehr Geld für faule Schiffskredite zur Seite, die noch aus den Jahren stammten, bevor die Branche in die Krise geriet. Insgesamt hat die Deka noch Schiffsfinanzierungen von 1,5 Milliarden Euro in den Büchern - zehn Prozent des klassischen Kreditbestandes.

Rüdiger verwies darauf, dass der Verkauf von Fonds und Zertifikaten trotz des Auf und Ab an den Märkten recht stabil gelaufen sei. Unter dem Strich sammelte die Deka bis Ende September 13 (Vorjahr: 15) Milliarden Euro an neuen Kundengeldern ein. Davon stammte etwas mehr als die Hälfte - 6,7 Milliarden - von Profi-Anlegern.

Quelle:  Handelsblatt Online
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