Geschäftszahlen 2015: Commerzbank mit vorsichtigem Ausblick

Geschäftszahlen 2015: Commerzbank mit vorsichtigem Ausblick

, aktualisiert 11. März 2016, 13:14 Uhr
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Die zweitgrößte deutsche Bank legt beim Konzernergebnis auf über eine Milliarde Euro zu.

von Matthias StreitQuelle:Handelsblatt Online

Im Gegensatz zur Deutschen Bank hat die Commerzbank 2015 einen Milliardengewinn erwirtschaftet. Daran sollen auch die Aktionäre beteiligt werden. Dennoch mahnt die zweitgrößte deutsche Bank zur Vorsicht.

Frankfurt am MainFür den Neuen an der Spitze der Commerzbank, Martin Zielke, hat der Vorsitz noch nicht einmal begonnen, da wird schon klar, dass er sich auf ein schwieriges erstes Jahr einstellen muss: „2016 dürfte es eine unverändert hohe Volatilität an den Kapitalmärkten und weitere Belastungen aus dem Niedrigzinsumfeld geben“, erklärte die Bank am Freitag bei der Vorlage ihres Geschäftsberichts. Dennoch plant die Bank insgesamt mit einer leichten Verbesserung des Gewinns, schränkt aber ein: „sofern es nicht zu wesentlichen Änderungen in den wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen kommt.“

Im Firmenkundengeschäft seien wegen der verhältnismäßig geringen Investitionstätigkeit keine großen Impulse zu erwarten. Dabei kann die Commerzbank auf ein positives Geschäftsjahr 2015 zurückblicken. Das operative Ergebnis ist auf 1,9 Milliarden Euro deutlich gestiegen. Im Vorjahr waren es noch 689 Millionen Euro. Das Konzernergebnis kletterte knapp über eine Milliarde Euro. Von einem insgesamt „ordentlichen Jahr“ spricht der scheidende Commerzbank-Chef Martin Blessing. „Das dritte Jahr in Folge haben wir den Konzernüberschuss und das Ergebnis je Aktie gesteigert“. Letzteres stieg von 23 auf 88 Cent.

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Erstmals seit der Finanzkrise will die Commerzbank 2015 wieder eine Dividende zahlen. Wenn es nach dem Vorstand geht, sollen es 20 Cent je Aktie sein. Endgültig muss darüber noch auf der Hauptversammlung abgestimmt werden. Bei 1,25 Milliarden ausgegebenen Aktien beläuft sich die Ausschüttungssumme auf etwa 250 Millionen Euro.

Damit verabschiedet sich Martin Blessing mit einem Geschenk an die Aktionäre. Und auch für ihn hat sich das Jahr finanziell gelohnt. Am Ende springen etwas sechs Prozent mehr Vergütung raus als noch vor einem Jahr. Blessing erhält 2015 1,7 Millionen Euro.

Der Vorstandsvorsitzende tritt nach knapp sieben Jahren von seinem Amt zurück. Seine Nachfolger wird ab dem 1. Mai Martin Zielke, der bislang als Vorstand für das Privatkundengeschäft verantwortlich ist.

Zwar liegt die Commerzbank beim Gewinn deutlich vor der Deutschen Bank, die 2015 einen Rekordverlust von 6,8 Milliarden Euro verbuchte. Wie groß der Abstand zwischen den Banken dennoch ist, zeigt ein Blick auf die Bilanzsumme: Bei der Commerzbank sank sie um knapp fünf Prozent auf 532,6 Milliarden Euro. Die Deutsche Bank lag im abgelaufenen Geschäftsjahr bei 1,6 Billionen Euro.

Mit Material von Reuters.

Quelle:  Handelsblatt Online
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