Geschlossene Filialen: Vorboten für die Postbank-Warnstreiks

Geschlossene Filialen: Vorboten für die Postbank-Warnstreiks

, aktualisiert 11. September 2017, 17:18 Uhr
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Zahlreiche Postbank-Filialen bleiben heute wegen Betriebsversammlungen geschlossen.

von Yasmin OsmanQuelle:Handelsblatt Online

Die zähen Tarifgespräche zwischen Postbank und der Gewerkschaft Verdi über einen Kündigungsschutz haben erste Folgen für die Kunden: Am Mittwoch bleiben viele Filialen wegen Betriebsversammlungen geschlossen.

FrankfurtKunden der Postbank müssen an diesem Mittwoch flexibel sein: Der Betriebsrat hat die Filialmitarbeiter an diesem Tag zur Betriebsversammlung geladen. „Deshalb bleibt an diesem Tag bundesweit ein Großteil der Postbank-Filialen geschlossen oder sie haben nur stundenweise geöffnet“, teilte die Postbank am Montag mit. Um die Folgen für die Kunden abzufedern, will das Kreditinstitut per Aushang über geschlossene Zweigstellen, Ersatzfilialen oder geänderte Öffnungszeiten informieren. Auch im Internet gibt es konkrete Informationen.

Zumindest die Bargeldversorgung dürfte für Postbank-Kunden aber kein Problem sein: Die Selbstbedienungsbereiche sollen nach Angaben der Post grundsätzlich zur Verfügung stehen. An den Service-Terminals lassen sich außerdem auch Kontoauszüge ausdrucken oder Überweisungen vornehmen. Von den Betriebsversammlungen nicht betroffen sind außerdem die Partnerfilialen der Deutschen Post im Einzelhandel.

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Hintergrund für die Betriebsversammlungen sind die zähen Tarifgespräche zwischen Postbank und den Gewerkschaften, in denen es nicht nur um Gehälter, sondern vor allem auch um den Kündigungsschutz geht. Seit klar ist, dass die Postbank vollständig in die Deutsche Bank integriert werden soll, hat gerade der Kündigungsschutz für die Arbeitnehmervertreter an Brisanz gewonnen. Vergangene Woche hatte die Gewerkschaft Verdi daher bundesweite Warnstreiks angekündigt, die in der kommenden Woche beginnen dürften.

Auf den Betriebsversammlungen wird es Arbeitnehmerkreisen zufolge um den Stand der Tarifgespräche gehen. Dass diese Betriebsversammlungen nun alle bundesweit am gleichen Tag stattfinden, kann man wohl als eine Art „Aufwärmübung“ für die geplanten Warnstreiks werten.

„Wenn die Arbeitgeber bei der Postbank nicht bereit sind, einen wirksamen Kündigungsschutz mit uns zu vereinbaren, wird es auf eine harte Auseinandersetzung hinauslaufen“, hatte Verdi-Verhandlungsführer Jan Duscheck vergangene Woche nach der ergebnislosen zweiten Verhandlungsrunde gesagt. Ein Postbank-Sprecher widersprach am Montag: „Wir sind zu allen Punkten gesprächsbereit.“

Quelle:  Handelsblatt Online
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